Fußball

Verbände wollen Schiris besser unterstützen

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(dpa). Die Präsidenten der Regional- und Landesverbände im Deutschen Fußball-Bund haben sich am vergangenen Donnerstag auf gemeinsame Ziele und Maßnahmen verständigt, um die zunehmende Gewalt im Amateurfußball zurückzudrängen. Ein besonderes Augenmerk legte die Konferenz auf Schutz und Unterstützung der Schiedsrichter. "Respekt, Fairplay, Gewaltfreiheit und das sportliche Miteinander auf Deutschlands Fußballplätzen" sollen gestärkt werden, hieß es in einer Mitteilung des DFB.

Die Verbandspräsidenten sprachen sich nachdrücklich dafür aus, dass Straftaten auf Fußballplätzen stets auch zur Anzeige gebracht und von den zuständigen Behörden konsequent strafrechtlich verfolgt werden. Ein Wunsch an die Politik sei es darüber hinaus, ein bundesweit flächendeckendes Gewaltpräventionsprogramm anzubieten.

Die Landesverbände streben eine Ausweitung ihrer Schulungsmaßnahmen für die Schiedsrichter in Form eines Deeskalationstrainings an. Bisherige Angebote des DFB und seiner Landesverbände sollen gebündelt und leichter zugänglich gemacht werden. "Die klare Botschaft ist: Wir lassen niemanden alleine und wir sind nicht alleine. Jegliche Gewalt, jegliche Angriffe auf Sportplätzen sind Angriffe auf den Fußball. Das muss aufhören", forderte DFB-Vizepräsident Rainer Koch.

Ziel sei es auch, die Datenqualität zu verbessern, um ein differenzierteres Lagebild des Amateurfußballs zu erhalten. In der vergangenen Saison wurden 0,05 Prozent der 1 305 136 erfassten Spiele wegen eines Gewaltvorfalls abgebrochen. Bei 6291 Spielen (0,48 Prozent) meldeten die Referees eine Störung: bei 0,31 Prozent (3987) wegen einer Gewalthandlung, bei 0,21 Prozent (2725) wegen einer Diskriminierung.

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