phk_fussball_svsteinfurt_4c_2
+
Steinfurths Trainer Süleyman Karaduman sieht im Testspiel seiner Mannschaft gegen Regionalliga-Absteiger FC Bayern Alzenau eine zufriedenstellende Leistung.

Fußball-Testspiele

Unwetter bringen Testspiel-Wochenende in der Wetterau durcheinander

Das Wochenende wurde von einigen heimischen Hessen- und Gruppenligisten genutzt, um sich mit Testspielen weiter auf die Mitte August beginnende neue Fußball-Saison vorzubereiten.

Nicht ausgetragen werden konnte die Partie zwischen dem FC Karben und Alemannia Gedern. Ein Blick zum Himmel verriet gegen 15 Uhr am Günter-Reutzel-Sportfeld nichts Gutes. Ein schweres Gewitter mit Starkregen, Blitz und Donner entlud sich über dem Sportgelände, sodass das Vorspiel der beiden Reserven abgebrochen wurde. »Das war ein richtiges Unwetter«, berichtete Thomas Dechant, einer der beiden Sportlichen Leiter in Karben. Da sich das Gewitter zunächst nicht verzog, einigten sich die beiden Gruppenligisten darauf, die Partie nicht auszutragen. »Der Rasen stand unter Wasser, auch der Kunstrasen bekam einiges ab«, sagte Dechant. Die Gäste aus dem Kreis Büdingen mussten unverrichteter Dinge wieder abreisen, zeigten aber Verständnis. Ein späterer Anstoß sei laut Dechant aufgrund angesetzter Jugendspiele nicht möglich gewesen und bei Gewitter habe Eigenschutz nunmal Vorrang.

Steinfurths Süleymann Karaduman nicht unzufrieden

SV Steinfurth - FC Bayern Alzenau 0:4 (0:2): Die Partie in Rödgen begann aufgrund des Gewitters vor 75 Zuschauern mit einer Viertelstunde Verspätung. Steinfurths Trainer Süleyman Karaduman hatte nach dem dreitägigen Trainingslager mit dem Regionalliga-Absteiger aus Unterfranken einen bewusst starken Kontrahenten ausgewählt, auch wenn die Alzenauer in der Hessenliga mit einer runderneuerten Mannschaft antreten werden. »Ich wollte meinem jungen Team einen Gegner mit einem gewissen Niveau präsentieren, um ihnen zu vermitteln, dass wir auch dann mit dem gleichen Mut und der Mentalität zur Sache gehen«, erklärte der SVS-Coach. Die Gäste zeigten sich unter der Regie des neuen Trainerduos Murat Özbahar und des auf dem Platz mitwirkenden Peter Sprung von Beginn an mit einer klaren Spielstruktur. Der 41-jährige Routinier legte zu Beginn gleich zwei schnelle Tore vor (4./6.) und markierte auch nach einer Stunde den Schlusspunkt. Zwischendurch hatte Sadate Moussa auf 3:0 für die Mainfranken erhöht (56.). Karaduman gewann einige Erkenntnisse gegen den starken Gegner: »Nach den schnellen Gegentoren hatte Alzenau Probleme, uns mit unserer Kompaktheit zu überwinden.«

SV Gronau - SV BKC Bosnien 1:4 (1:3): Gegen den Frankfurter Verbandsligisten mussten die Gronauer die erste Niederlage in der Vorbereitungsphase akzeptieren, allerdings boten die Bosnier ein sehr hohes Level. »Die ersten 25 Minuten mussten wir uns gegen einige überdurchschnittliche Spieler sortieren, danach war es ein gutes Trainingsspiel«, erklärte der Spielausschuss-Vorsitzende Stephan Firla. Matej Rugle (8./65.) und Asmir Hajdarovic (20./35.) trafen für die Gäste je doppelt, für Gronau verkürzte Kapitän Ermin Mehmedinovic (28.).

Testspiel-Wochenende: Am Ende wird es doch noch deutlich

Freitag, SC Dortelweil - FV Bad Vilbel 2:5 (2:2): Bereits am Freitagabend sahen die 100 Besucher im Vilbeler Ortsderby ein laut Dortelweils Co-Trainer Julian Mistetzky »attraktives Spiel mit vielen Torraumszenen«, in dem zunächst keine zwei Spielklassen Unterschied auszumachen waren. Tim Stahl brachte den Gruppenligisten sogar mit 1:0 in Führung (7.). Nachdem Oliver Kovacic für den Hessenligisten egalisiert hatte (21.), markierte Oliver Steffen für die Gastgeber auf dem Rasenplatz das 2:1 (24.). Kurz vor der Pause glich Vilbels Kapitän Thorben Knauer erneut aus (41.). Im zweiten Abschnitt wechselten beide Mannschaften kräftig durch und letztlich setzte sich die höhere Qualität der Gäste durch. Rayan Bouembe (56.), Jeff Thielmann (66.) und Ayoub Lahchayhi (90.) schossen einen standesgemäßen Sieg des Favoriten heraus. Bei den Dortelweilern, die fünf Akteure mit Vilbeler Vergangenheit aufboten, war man trotzdem recht zufrieden. »Offensiv hatten wir unsere Momente, am Ende ist das Resultat um ein bis zwei Tore zu hoch ausgefallen«, konstatierte Mistetzky. Auf der Gegenseite konnte FV-Coach Amir Mustafic gegenüber dem 0:0 beim Offenbacher Kreisoberligisten Teutonia Hausen vor Wochenfrist eine Steigerung ausmachen, fand aber auch Schwachpunkte: »Offensiv war das schon besser, hinten hat mir das nicht so gut gefallen.«

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare