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Mörlens Trainer Philipp Petriesas stellt seine Mannschaft auf einen agressiv verteidigenden Gegner ein. FOTO: NICI MERZ

Unterschiedliche Erfolgskurven

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(se). In unterschiedliche Richtungen zeigen die Erfolgskurven der Wetterauer Mannschaften in der Handball-Bezirksoberliga. Ein Pfeil senkrecht nach oben steht derzeit für die HSG Mörlen, die nach einem etwas verpatzten Start vier Siege hintereinander feiern und so die eigene Punktebilanz ausgleichen konnte. Nun wartet die nächste Aufgabe auf die Schützlinge von Philipp Petriesas, die beim Aufsteiger SG Rechtenbach anzutreten haben. Überstehen die Mörler auch diese Partie schadlos, dann können sich die heimischen Handballfreunde eine Woche später auf einen Knaller freuen, denn zum Jahresausklang trifft Mörlen auf den aktuellen Tabellenführer HSG Dutenhofen/Münchholzhausen III.

Ganz anders verläuft die Kurve bei der MSG Florstadt/Gettenau, die aus den letzten sechs Spielen lediglich einen Punkt holte und am Samstag im Derby bei der HSG Wettertal anzutreten hat. Die Handballer aus Münzenberg, Gambach und Oppershofen kamen in den letzten fünf Spielen auf satte acht Punkte, zogen aber zuletzt bei der HSG Hungen/Lich den Kürzeren. Um wieder in die obere Tabellenhälfte vorzurücken, brauchen die Wettertaler einen Sieg. Die MSG Florstadt/Gettenau möchte ihrerseits den Abstand zur gefährdeten Zone vergrößern, um ganz entspannt in die Pause um Weihnachten und Neujahr gehen zu können.

HSG Wettertal - MSG Florstadt/Gettenau (Sa., 19.30 Uhr/Wettertalhalle Rockenberg):"Wer am Samstag für Wettertal auf Torejagd gehen wird, ist noch ungeklärt", berichtet HSG-Trainer Sven Tauber, der auf Tobias und Yannick Kreuzer sowie auf Tim Bunfill, Fabian Exner und Florian Zimmer verzichten muss. "Weiterhin konnten Merlin Metzger und Andreas Boller im Laufe der Woche krankheitsbedingt nur eingeschränkt am Trainingsbetrieb teilnehmen", ergänzt der Wettertaler Coach, der auf den "geballten Überraschungseffekt einer Patchwork-Aufstellung zählen" will. "Doch in einem Derby ist alles möglich", macht er sich und seinen Spielern Mut. "In diesem Spiel werden vor allem die Tagesform, der Kampfgeist und die mannschaftliche Geschlossenheit entscheidend sein", vermutet der Trainer der Gastgeber. Auch für Christian Sacks, Coach der MSG Florstadt/Gettenau, sind personelle Probleme in dieser Saison nicht unbekannt. Dennoch: "Die Stimmung in der Mannschaft ist gut", berichtet der Coach. Und das kann der Partie nur zugute kommen. "Das wird ein hartes Spiel", vermutet Sacks, aber darauf müsse man sich in einem Derby einstellen.

SG Rechtenbach - HSG Mörlen (Sa., 20 Uhr):HSG-Trainer Philip Petriesas spricht mit einer gehörigen Portion Respekt von den Gastgebern. "Eine schnelle Truppe", weiß er. "Die Rechtenbacher spielen eine offensive Abwehr. Wir werden uns im Angriff also viel bewegen müssen", nennt er ein probates Mittel gegen diese gegnerische Deckung. Petriesas wünscht sich, dass seine Mannschaft "im Angriff nicht so viele Fehler macht", damit der Gegner nicht so häufig die erste und zweite Welle laufen kann. Hinter dem Einsatz von Simon Dönges steht ein Fragezeichen. Zwei oder drei Spieler sind von der Erkältungswelle erfasst worden. Wer letzten Endes spielen kann, wird es sich wohl erst kurzfristig entscheiden. Von einer Sache ist der HSG-Trainer aber fest überzeugt: "Wir werden in Rechtenbach auf jeden Fall eine schlagkräftige Truppe zusammenhaben."

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