Ob die Bad Vilbeler - wie hier nach dem zwischenzeitlichen 1:1 gegen RW Walldorf am vergangenen Sonntag - auch bei Türk Gücü Friedberg gut lachen haben? Das erste Wetterau-Derby in der Hessenliga in dieser Saison wird es zeigen. FOTO: KESSLER
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Ob die Bad Vilbeler - wie hier nach dem zwischenzeitlichen 1:1 gegen RW Walldorf am vergangenen Sonntag - auch bei Türk Gücü Friedberg gut lachen haben? Das erste Wetterau-Derby in der Hessenliga in dieser Saison wird es zeigen. FOTO: KESSLER

Unterschiedliche Ausgangslagen

(ace). Wenn sich am Sonntagnachmittag (Anstoß: 15 Uhr) die beiden ranghöchsten Vereine des Fußballkreises Friedberg zum Kräftemessen im Zuge des sechsten Spieltages der Fußball-Hessenliga auf dem Rasenplatz des Ober-Rosbacher Eisenkrains treffen, könnte das Stimmungsbild in beiden Lagern kaum unterschiedlicher sein.

Auf der einen Seite der Überflieger Türk Gücü Friedberg, der am Mittwochabend nach dem 3:1-Erfolg über Aufsteiger 1. FC Erlensee erstmals in seiner 32-jährigen Vereinsgeschichte die Tabellenspitze in Hessens höchster Spielklasse erklomm. Auf der Gegenseite der FV Bad Vilbel, der zeitgleich am heimischen Nidda-Sportfeld gegen den Hünfelder SV - seines Zeichens Aufsteiger aus der Verbandsliga Nord - nicht über ein mageres 1:1 hinauskam. Mit fünf Punkten aus fünf Partien rangieren die Grün-Weißen derzeit auf Position 14, unmittelbar vor der möglichen Zone von maximal sechs Absteigern.

Großen Anteil am Höhenflug der Friedberger hat die Treffsicherheit von Neuzugang Noah Michel, der bislang acht der 13 Tore der Kreisstädter beisteuerte und auch gegen Erlensee mit zwei Toren in der entscheidenden Phase zur Stelle war. "Noah hat eine überragende Qualität", sagt sein Coach Carsten Weber. Er trainierte den in Lich geborenen Stürmer bis vor knapp zwei Jahren beim SC Viktoria Nidda, bevor es den 25-jährigen zum damals noch in der Hessenliga spielenden FC Gießen zog. Beide Tore waren von Shelby Printemps stark vorbereitet, der sich wie das gesamte TG-Team in blendender Verfassung zeigt.

Die neu formierte Mannschaft der Vilbeler erwartet Weber gewohnt spielstark: "Da gibt es unter Trainer Amir Mustafic immer einen hohen spielerischen Anteil." Bei der letzten Partie im November vergangenen Jahres packte der FV beim 4:0-Sieg unter der Woche diese spielerischen Komponenten aus. "Da sahen wir ganz alt aus, das war eines der schlechtesten Spiele in meiner Amtszeit", erklärt Weber. Er ist weit davon entfernt, von Revanche zu sprechen, zumal das Rückspiel der Vorsaison wegen der Coronavirus-Pandemie nicht stattfand: "Wir werden uns den Gegner per Video anschauen und versuchen, Lösungsmöglichkeiten zu finden."

Kein ausverkauftes Haus erwartet

Aufgrund der schlechten Wetterprognose erwarten die Verantwortlichen kein "ausverkauftes Haus" mit den maximal erlaubten 250 Zuschauern. "Kommen erneut 200 Leute wie gegen Erlensee, wären wir zufrieden", sagt TG-Pressewart Selim Karanfil. Die Gelb-Rote Karte Mustafics gegen Hünfeld hat übrigens keine Konsequenzen für den Vilbeler Übungsleiter. Er darf ganz normal seine Anweisungen von der Seitenlinie geben.

Türk Gücü Friedberg: Koob (Hinterkopf) - Scheffler, Auer, Eren, Usic, Printemps, Kilic, Fukuhara, Weigand, Michel, Schorr. (Biber, Janis Häuser, Lee, Dudda, Jan-Philipp Häuser, Hagley).

FV Bad Vilbel: Orband (Steinbrecher) - Tiago, Tochihara, Saso, Gashi, Dogan, Boukayouh, Emmel, Pandza, Lahchaychi, Toskovic. (Biehrer, Thielmann, Safaridis, Knauer, Tekie, Bouembe).

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