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Kapitän Michael Walther steht dem FCO Fauerbach wieder zur Verfügung. FOTO: MERZ

Unter Zugzwang

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(ub). Drei Siege, drei Niederlagen: Nach drei Monaten Winterpause bewegen sich die in der Gruppenliga Frankfurt-West spielenden Teams des Fußballkreises Friedberg nach wie vor auf unterschiedlichen Pfaden. Oberrad-Verfolger SC Dortelweil (Platz 2/45 Punkte), der am Wochenende planmäßig pausiert, sowie der Rangfünfte TSV Bad Nauheim (35 Zähler) und der im Tabellenkeller rangierende FC Karben (14./19) feierten gegen Vatanspor Bad Homburg, Königstein und Niederrad wichtige Erfolge, während der SKV Beienheim (9./30) beim FSV Friedrichsdorf sowie die in Abstiegsgefahr schwebenden Klubs SV Gronau (13./20) und FCO Fauerbach (12./21) gegen Usingen und Fechenheim jeweils vor eigenem Publikum leer ausgingen.

Für das zweite März-Wochenende bedeutet dies: Der Türkische SV Bad Nauheim möchte durch einen ertragreichen Heimauftritt gegen die Spvgg. Fechenheim vorne am Ball bleiben, dagegen stehen der SV Gronau bei den SF Friedrichsdorf und der FCO Fauerbach im Keller-Knüller beim Vorletzten Vatanspor Bad Homburg angesichts von sehr wahrscheinlich fünf Absteigern durchaus unter Zugzwang. Eingeläutet wird der 23. Spieltag bereits am heutigen Freitag mit einem Wetterau-Derby, denn auf dem Beienheimer Rasenplatz kreuzen der gastgebende SKV und der stark gestartete FC Karben die Klingen.

SKV Beienheim - FC Karben (heute, 20 Uhr):Trotz der 3:5-Pleite beim FSV Friedrichsdorf bewertete Beienheims Coach Sebastian Spisla den Einstieg in die Rest-Rückrunde positiv: "Die Leistung war in Ordnung. Gehen wir gegen Karben ähnlich couragiert zur Sache, werden wir den Platz als Sieger verlassen." Käme es so, wäre das keine Überraschung. Schließlich holten die Fußballer aus dem Reichelsheimer Stadtteil auf eigenem Terrain in bislang elf Begegnungen acht Siege und zwei Remis. Nur gegen den FSV Friedrichsdorf war für die Beienheimer, die heute Abend nicht nur auf Urlauber Waldemar Patzwald sondern auch auf die angeschlagenen Leon Hirzmann, Niyazi Yigin und Timon Wolf verzichten müssen, nichts zu holen. Auf Karbener Seite wollte Coach Thomas Dechant den jüngst errungenen 6:2-Sieg in Niederrad nicht überbewertet wissen, "zumal der Gegner wirklich nicht viel zu bieten hatte." Grundsätzlich vertraut Dechant jenen Spielern, die auch in Niederrad zum Kader zählten. Zwei Änderungen sind dennoch unumgänglich: Im Tor beginnt Adrian Wetzel für Leo Bewig (Schulterverletzung), Timo Schmidt rückt für Lukas Euler (Studium) nach. - Hinspiel: 4:6.

SKV Beienheim: Kitler (Belzer), Hare, Mouzong, Heck, Eder, Pllana, Paradzik, Calla, Suarez, Mike Michalak, Gök, Kuhn, Reif, Spisla. - FC Karben: Wetzel, Schütz, Ademi, Taitschinov, Wellmann, Menzel, Jung, Brunotte Martinez, Schnierle, Feiler, Hübsch, Schaar, Timo Schmidt, Nouh El Maimouni, Primus, Kay Schäfer.

TSV Bad Nauheim - Spvgg. 03 Fechenheim (Sonntag, 15 Uhr in Rödgen):Vor eigenem Publikum waren die Kurstädter von August bis Dezember eine Macht (22 von 27 möglichen Punkten), und das soll nach Ansicht von Spielertrainer Tufan Tosunoglu auch so bleiben. "Leicht wird’s allerdings nicht, denn die Fechenheimer verfügen speziell in der Offensive über starke Individualisten." Eben deshalb erwägt der TSV-Übungsleiter, Firat Can als zusätzliche Sicherung mit Defensivaufgaben zu betrauen: "Aber nur, wenn er fit ist." Tosunoglu selbst musste vor Wochenfrist in Königstein wegen muskulärer Probleme passen. Sind die beseitigt, steht seinem Einsatz eigentlich nichts im Weg. Mit Ausnahme von Murat Kuzpinar (beruflich unterwegs) und Noah Pölitz (gesperrt) sind beim Tabellenfünften alle Mann an Bord. - Hinspiel: 2:4.

Türkischer SV Bad Nauheim: Cirak (Yüksel Deliktas), Schusterschitz, Pejic, Usta, Karakoc, Emrovic, Yilmaz, Coric, Özisli, Penava, Albayrak, Firat Can, Tufan Tosunoglu (?), Yavas, Karaca, Bahattin Bayrak.

Vatanspor Bad Homburg - FCO Fauerbach (Sonntag, 15 Uhr):Dass die 1:4-Niederlage gegen Fechenheim teamintern einen bleibenden Schaden hinterlassen habe, bestreitet Fauerbachs Spielertrainer Andreas Baufeldt mit Nachdruck: "Das Resultat täuscht. Wir waren in einem temporeichen Gruppenliga-Spiel keineswegs drei Tore schlechter." Um am Sonntag bei den Taunusstädtern zu punkten, sei es allerdings dringend erforderlich, individuelle Fehler zu minimieren und die eigenen Torchancen besser zu nutzen: "Klar ist, dass beide Teams unter Druck stehen." Personell sieht’s für die Friedberger Vorstädter besser als zuletzt aus: Kapitän Michael Walther ist wieder mit von der Partie, und auch Innenverteidiger David Clement könnte nach auskurierter Sprunggelenk-Verletzung ein Thema sein. - Hinspiel: 2:4.

FCO Fauerbach: Jens Michalak (Krämer), Kumar, Muntean, Sarkisjan, Chekmazov, Botschek, Niklas van Beek, Walther, Bodea, Baufeldt, Wischtak, Glaßl, Clement (?), Gompf, Kell, Lupica Coniglio.

SF Friedrichsdorf - SV Gronau (Sonntag, 15 Uhr):"Gut gespielt und dumm verloren", ärgerte sich Gronaus Trainer Florian Schwing nach der 4:5-Niederlage gegen Usingen. Man sei den Taunusstädtern auf Augenhöhe begegnet: "Und zwar mit einer Mannschaft, deren Durchschnittsalter 20 Jahre beträgt." Es gelte, den Lernprozess fortzusetzen - auch am Sonntag in Friedrichsdorf: "Dass wir aktuell auf einem möglichen Abstiegsplatz stehen, ist bedauerlich, aber kein Beinbruch. Von einer Drucksituation zu reden, bietet sich jedenfalls nicht an." Man sieht: Florian Schwing ist Optimist und setzt auf den jugendlichen Elan seiner Mannschaft, die zwölf ihrer 20 Punkte durch Siege in Karben, Seckbach, Königstein und Niederrad auswärts holte. - Hinspiel: 5:0.

SV Gronau: Zscheich (Dzino), Hanf, Okuducu, Luzhnica, Flachsel, Ochere, Gallm, Niclas Müller, Gasch, Greco, Pinto da Silva, Schäfer, Schildger, Zola, Roth, Cakiqi, Trepohl (?).

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