Universe schaut im Finale nur zu

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(kaja). Der German Bowl kehrt am 12. Oktober zurück an den Main. Das eigene erstklassige Footballteam muss dabei allerdings zuschauen. Frankfurt Universe verlor am Sonntag sein Halbfinale beim Rekordmeister der German Football League (GFL), den Braunschweig Lions, klar mit 18:36. Das bedeutet für den Endspielteilnehmer des vergangenen Sommers das vorzeitige Aus im Rennen um die Schüssel.

Dass es sehr schwer werden würde, gegen die Niedersachsen zu bestehen, die nach elf Titeln zuletzt zweimal leer ausgegangen waren, hatte Universe-Headcoach Thomas Kösling geahnt. Doch den Seinen gelang es nach Einschätzung des Fachmanns nie, "das eigene Spiel zu etablieren". Zudem verdienten sich die Löwen den Sieg, weil ihnen weniger Fehler unterliefen. Dennoch zogen sowohl der Sportfachmann als auch Alexander Landsiedel, der Chef des hinter den Profis stehenden Vereins AFC, eine "stolze" Bilanz angesichts der schwierigen Ausgangssituation, in der sich die "Men in Purple" durch die Insolvenz von 2018 befanden.

Die Hoffnungen auf ein Weiterkommen erhielten vor 3648 Zuschauern im Eintrachtstadion einen frühen Dämpfer, als auf Sebastien Sagnés ersten Touchdown zum 6:3 aus Sicht der Gäste ein Block des nachfolgenden Kicks und ein Safety durch den Braunschweiger Benjamin Barnes folgten. "Die Szene war symptomatisch für unser Spiel", kommentierte Kösling. "Wir haben nicht das Level erreicht, das wir hätten bieten können." Selbst der Halbzeitstand von 15:6 hätte nach Meinung des Trainers noch keine Vorentscheidung sein müssen. "Doch wir haben nie richtig Zugriff auf das Spiel gefunden." Ungeschoren kamen die Gegner nicht davon, obwohl sie nun im Finale auf Titelverteidiger Schwäbisch Hall treffen. Unter mehreren Verletzten, die vorzeitig vom Feld mussten, befand sich ihr Quarterback Brandon Connette. "Das hat aber keinen Unterschied gemacht", sagte Kösling. Die Löwen kamen wie erwartet überwiegend über ihr Laufspiel. Die Hessen boten ihnen nicht den Kampf, den ihr Chef sich erhofft hatte.

Statt in den nächsten Tagen fokussiert weiter zu trainieren, wird es nun ein Abschlusstreffen und Gespräche mit Geschäftsführer Alexander Korosek über die Zukunft geben. Im Fall des Cheftrainers hängt diese davon ab, inwiefern man ihn entlasten könnte, damit er weiterhin seinen Hauptberuf als Polizist mit dem des Coaches vereinbaren kann.

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