Ungleiche Wochenendaufgaben

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(gae/pm). Die Aufgaben der beiden hessischen Teams in der Basketball-Bundesliga am bevorstehenden Wochenende unterscheiden sich erheblich. Nicht, dass das Heimspiel der Frankfurt Skyliners am Sonntag (15 Uhr) gegen die BG Göttingen ein Selbstläufer wäre, aber die Niedersachsen stehen im Ranking fünf Positionen schlechter da als die zehntplatzierten Mainstädter. Und die abstiegsbedrohten Gießen 46ers werden zeitgleich beim deutschen Meister Alba Berlin vorstellig.

Nach einer intensiven Trainingswoche steht den Skyliners das erste Heimspiel des Jahres in der Fraport-Arena bevor. "Göttingen hat ein talentiertes Team mit aktuell acht Ausländern im Kader. Nach unserer letzten Phase mit fünf Spielen über die Feiertage und zwischen den Jahren war es jetzt wichtig, dass wir wieder trainieren konnten. Wir konnten mit etwas Ruhe an Details unseres Spiels an beiden Enden des Feldes arbeiten", sagt Headcoach Sebastian Gleim.

Tatsächlich war in den vergangenen Wochen nicht viel Zeit für intensives Training und die Weiterentwicklung der eigenen Spielidee geblieben. Zu eng getaktet folgte Partie auf Partie. Seit acht Begegnungen wechseln sich zudem Siege und Niederlagen in schöner (oder unschöner) Regelmäßigkeit ab. Nach dem jüngsten Sieg beim Mitteldeutschen BC gilt es also, den eigenen Rhythmus in dieser Sache zu brechen und den ersten zweiten Sieg in Folge zu erkämpfen.

Die Göttinger werden offensiv getragen von einem leistungsstarken Quartett. Für jede Menge Gefahr von der Dreierlinie sorgen Topscorer Luke Nelson (15,9 Punkte pro Spiel, 4,4 Assists pro Spiel) und Flügel Aubrey Dawkins (15,1 PpS, 4,2 Rebounds pro Spiel). Den Spielaufbau hat vornehmlich der Mexikaner Jorge Gutierrez (12,3 PpS, 5,0 ApS) in der Hand. Unter den Körben gehört Tai Odiase (15,7 PpS, 6,6 RpS) zu den athletischsten Akteuren der gesamten Liga.

Schlechte Erinnerungen hat die Gleim-Truppe ohnehin noch aus dem Pokal an die Niedersachsen. Vor Beginn der Bundesliga-Saison setzte es im BBL-Pokal eine 64:79-Niederlage gegen die BG.

Brown-Debüt bei Gießen 46ers

Bei den Gießen 46ers geht es unterdessen vor dem Auftritt in der Hauptstadt personell hoch her. Center Johannes Richter bat den Klub völlig überraschend um sofortige Vertragsauflösung. Dem Wunsch entsprach der Klub. Nach der Verpflichtung von Chad Brown am vergangenen Dienstag sah Richter wohl seine Einsatzzeit schwinden. Nur wenige Stunden später heuerte er beim Ligakonkurrenten Hamburg Towers an. Der 27-Jährige erhält einen Vertrag bis zum Saisonende und wird in der kommenden Woche zum Team stoßen.

Indes kann sich Brown auf seinen ersten Einsatz im 46ers-Trikot freuen. Zwar hatte Gießens Interimstrainer Rolf Scholz erstmals nach der knappen 90:92-Heimniederlage gegen Göttingen eine ganze Woche Zeit, seine Mannschaft auf einen Gegner einzustellen. Von einer ruhigen Vorbereitung konnte aber keine Rede sein. Am Dienstag stieß mit Brown ein neuer Center zu den Lahnstädtern. Der 2,06-m-Mann war kurzzeitig beim NBA-Klub Dallas Mavericks unter Vertrag, wurde dort aber umgehend ins Farmteam beordert, ehe er zuletzt für den griechischen Erstligisten Chariloas Trikoupis Mesologiou spielte. Brown konnte wegen der obligatorischen Quarantäne noch kein Training mit dem Team absolvieren. Aufgrund der Kaderveränderungen werden sich die 46ers nach neuen Spielern umschauen. Nun steht neben einem erfahrenen Aufbauspieler wohl noch ein deutscher Spieler oben auf der Agenda.

Indes hat der Tabellenletzte Rasta Vechta am Freitag die Partie gegen Brose Bamberg mit 90:82 gewonnen.

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