Unaufmerksam bei Standards

  • VonLeon Alisch
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(lab). Zu schläfrig nach Spielbeginn und zu schläfrig bei Standards. Zwei Fehler waren es, die dem SV Gronau in der Fußball-Gruppenliga Frankfurt-West eine 0:4-Niederlage beim FC Neu-Anspach bescherten. Die Mannschaft schien im Duell mit dem Tabellendritten zwei Mal nicht auf der Höhe zu sein - zwei Mal kam der Gegner zu einem Eckball, und zwei Mal gab’s das Gegentor.

»Wir waren bei den Standards nicht wach, kassieren dadurch zu viele Gegentore. Es hat die Zuordnung gefehlt, die Gegenspieler waren zu frei«, sagte Gronau-Sprecher Stefan Firla.

So weiß man immerhin, woran man arbeiten muss. Denn im weiteren Verlauf schlug man sich als Außenseiter gegen die Anspacher ordentlich, hielt zumindest auch offensiv dagegen und haderte entsprechend mit jenen Gegentreffern.

Neu-Anspach holte sich bereits in der zweiten Minute durch Naoufal Akil in Folge einer Ecke die 1:0-Führung. Gegen Mitte der ersten Halbzeit zeigte sich die Gronauer Abwehr erneut unachtsam, und Luca Calla legte freistehend per Kopf zum 2:0 nach (25.). Die Gronauer Gäste kamen durch Joschua Lyzcarz unterdessen zwei Mal gefährlich vor den Kasten der Gastgeber, es fehlte jedoch an Präzision.

Im zweiten Durchgang quasi dasselbe Spiel: Gronau passte wieder nicht auf, und die Hausherren kamen in Person von Marvin Akkus Rodriguez (46.) nach einer Ecke zum 3:0. Die Partie war nun fast entschieden, Neu-Anspach verwaltete die Führung und erhöhte durch Adrian Suarez (76.) mit Beginn der Schlussphase noch auf 4:0. Gronau tat sich mit Torchancen nach der Pause schwerer, kam meist nur bis vor den gegnerischen Strafraum und setzte das Tor so selten unter Beschuss.

So bleiben die Bad Vilbeler Vorstädter im Klassement auf dem letzten Tabellenplatz und wissen, was falsch läuft: »Wir haben zu viele Fehler gemacht, insbesondere bei Ecken. Daraus muss die Mannschaft lernen«, bilanzierte Firla. »Es hätte nicht 0:4 ausgehen müssen, aber wenn man gegen eine so starke Mannschaft etwas holen will, muss natürlich alles passen.« Insbesondere zwei Mal zu einem so wichtigen Zeitpunkt ein Gegentor kassiert zu haben, schien den Gronauern den Stecker gezogen zu haben. Der Taunus-Klub springt nach diesem Sieg indes auf Tabellenrang zwei und ist damit mitten im Getümmel der Spitzengruppe.

SV Gronau: Gruchot; Cimring (86. Franktagson), Raisig, Lyzcarz, Roth, Lanz, Mehmedinovic, Ivanov, Pintol, Steul (33. El Fechtali), Pierau.

Im Stenogramm / SR: Henninger (Hornau). - Zuschauer: 50. - Tore: 1:0 (2.) Akil, 2:0 (25.) Calla, 3:0 (46.) Akkus Rodriguez, 4:0 (76.) Suarez.

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