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Marvin Grieb (M.) ist mit dem TSV Griedel bei der HSG Lollar/Ruttershausen gefordert, während Jonas Koffler (l.) und Florian Wassberg mit dem TV Petterweil mit der HSG VfR/Eintracht Wiesbaden einen Hochkaräter der Liga empfangen.

Umgekehrte Vorzeichen

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(hep/tfl). Alles andere als der dritte Sieg im dritten Spiel wäre für den Handball-Landesligisten TV Petterweil am Sonntag (18 Uhr) eine Enttäuschung - geht man rein nach der Tabelle. Während der TVP mit zwei Siegen perfekt gestartet ist, hat die HSG VfR/Eintracht Wiesbaden beide Spiele verloren. Der Oberliga-Absteiger ist dennoch Topfavorit auf den Aufstieg und auch in Petterweil favorisiert. Bereits am Samstag muss der TSV Griedel in den nördlichen Zipfel des Landkreises Gießen zur HSG Lollar-Ruttershausen (18 Uhr), die ebenfalls noch keinen Zähler auf dem Konto hat. Die TG Friedberg hat am Wochenende spielfrei.

HSG Lollar-Ruttershausen - TSV Griedel (Samstag, 18 Uhr):Für das Grieder Trainerteam Dirk Schwellnus und Timm Weiß sind noch etliche Fragezeichen zu beantworten, ehe feststehen wird, wer letztlich in Lollar aufläuft. Eine Krankheitswelle grassiert derzeit im Butzbacher Stadtteil, was sich auch in einer reduzierten Trainingsbeteiligung unter der Woche bemerkbar machte. Gegenüber dem letzten Spiel gegen den TV Petterweil wird es mindestens zwei Änderungen geben. Der so schmerzlich vermisste Lukas Kipp ist wieder fit. Demgegenüber wird Kreisläufer Timm Weiß definitiv ausfallen.

Für Schwellnus kommt es am Samstag zum Wiedersehen mit einigen seiner ehemaligen Schützlinge, die er in der Pohlheimer Jugend unter seinen Fittichen hatte. Die Spielstile beider Mannschaften ähneln sich, wobei Lollar über mehr Wurfkraft aus dem Rückraum verfügt. Mit dem Selbstvertrauen, das aus den Leistungen der ersten beiden Saisonspiele erwachsen sein sollte wird die Mannschaft alles versuchen, um sich den zweiten Saisonsieg zu sichern. Die Heimmannschaft des Trainerteams Sören Asboe, Marcell Pape und Christoph Sack ist zu Saisonbeginn schwer einzuschätzen. Trotz zwei Niederlagen sollte der TSV die HSG nicht unterschätzen. Noch befindet sich das Team in einer Findungsphase, was mit Blick auf die jüngsten Transferaktivitäten nicht verwunderlich ist. Mit Eike Schuchmann (Trainer Lumdatal) und Peter Kludt (Langgöns) hat man zwei wichtige Eckpfeiler verloren, die in der vergangenen Saison zusammen über 120 Tore erzielt hatten. Entgegen der langjährigen Vereinsphilosophie hat man diese Abgänge nicht durch namhafte Akteure, sondern durch junge, entwicklungsfähige Spieler ersetzt. Christian Ziehm gilt derzeit als der Schlüsselspieler. An guten Tagen ist er in Lage, mindestens zehn Tore zu erzielen. Nur wenn er einen dieser guten Tage erwischt, wird seine HSG gegen die Butzbacher Handballer reelle Siegchancen haben. Mit Alexander Schwellnus, dem Neffen von Griedels Trainer Dirk Schwellnus, ist man auch auf der Kreisposition gut aufgestellt.

TV Petterweil - HSG VfR/Eintr. Wiesbaden (So, 18 Uhr / Sporthalle Petterweil):Der TV Petterweil empfängt den Oberliga-Absteiger aus der Landeshauptstadt in der Sporthalle Petterweil. Wiesbaden ist unerwartet trotz 22 Pluspunkten aus der Oberliga Hessen in die Landesliga abgestiegen und hat sich den direkten Wiederaufstieg auf die Fahne geschrieben. Die Mannschaft um Trainer Alexander Müller kam nur schwer aus den Startlöchern. Am ersten Spieltag verspielte man einen sicher geglaubten Sieg bei den TFS Heuchelheim und scheiterte ein ums andere Mal an deren ehemaligen Bundesliga-Torhüter Fabian Schomburg. Gegen die HSG Linden patzte man erneut und verlor nach zwischenzeitlicher Führung mit 24:26. Den TVP erwartet eine eingespielte Truppe, die über einen gefährlichen Rückraum mit Spielgestalter Pascal Henkelmann, dem Linkshänder Lorenz Engel und dem ehemaligen Zweitligaspieler Luis Garbo verfügt. "Wiesbaden ist mit dem TSV Lang-Göns der absolute Favorit auf den Aufstieg. Wenn wir unsere starke Heimbilanz aufrechterhalten wollen, müssen wir einen Sahnetag erwischen", ist sich Trainer Martin Peschke sicher.

Die Gelb-Schwarzen stehen aktuell mit 4:0 Punkten an der Tabellenspitze, erwarten aber in zwei Wochen mit dem TSV Lang-Göns den nächsten Favoriten. "Nach diesen beiden Spielen können wir uns selbst einordnen und werden sehen, wo die Reise in der Tabelle hingeht", sagt Peschke. Thorsten Koch und Felix Koffler sind beruflich bedingt nicht mit von der Partie.

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