Umbruch in Oppershofen

(jms) Nach Niederschlägen wieder aufzustehen und mit breiter Brust dem Alltagsgeschäft nachzugehen ist nicht immer einfach. Doch manchmal sind es genau diese Rückschläge, die einem Kraft verleihen und eine Trotzreaktion hervorrufen. Bei den Fußballern der SG Oppershofen hat der Abstieg in die A-Liga Friedberg ebenfalls einige positive Aspekte zum Vorschein gebracht.

Nachdem der Klub zuletzt keine zweite Mannschaft mehr an den Start schicken konnte und mit einer verjüngten Altherrenmannschaft gegen den Abstieg aus der Kreisoberliga - letztlich erfolglos - kämpfte, wird bei der SGO derzeit der totale Umbruch gestaltet.

"Nach einem Abstieg stellt sich bei jedem Verein die Frage nach der sportlichen Zukunft. Bedeutet der Abstieg ein Fall ins Bodenlose oder sieht man im Abstieg die Chance für einen Neuanfang? Bei der SG Oppershofen scheint man den Weg von der Kreisoberliga in die Kreisliga A als Möglichkeit anzusehen, mit Schwung und gesteigertem Engagement die neuen Aufgaben zu bewältigen", sagt Michael Witzenberger, der nun mit vielen Mitstreitern in der administrativen Verantwortung steht.

Dass es sich bei Witzenbergers Ausführung nicht nur um leere Versprechungen handelt, lässt sich daran festmachen, dass der Klub vor Ablauf der Wechselfrist eifrig auf dem Transfermarkt tätig wurde. "Unser Ziel im Vorfeld der neuen Saison war es, die Qualität in der Breite bei der ersten Mannschaft zu stärken und wieder eine zweite Mannschaft aufzubauen", sagt Witzenberger auch stellvertretend für alle anderen Verantwortlichen.

Ohne Zweifel hat sich bei der SGO einiges bewegt. Vier Abgängen stehen über 20 Neuzugänge gegenüber. Vorallem die Tatsache, dass für die zweite Mannschaft viele junge Spieler aus dem eigenen Ort aktiviert wurden, lassen auf ein tragfähiges und zukunftsträchtiges System schließen. Zudem konnte der Klub namhafte Spieler an den Verein binden, die der Sportgemeinschaft im Aufstiegskampf der A-Liga weiterhelfen sollen.

Dazu zählen vor allem Denis Heilig (kam in der Winterpause aus Ockstadt ), Christian Rahn, Alexander Müller, Andreas Pfeffer (alle vom TSV Ostheim), Dominik Strasheim (SV Nieder-Weisel), Alex Meckel (SV Hoch-Weisel), Steffen Reichl (SV Ockstadt) und Hartmut Kampherbeek aus Muschenheim.

Zudem kehren nach langer Verletzungspause Kapitän Sascha Vasic und Benni Örtel in den Kader zurück. "Die Aufgabe von Trainer Jürgen Bellersheim wird darin bestehen, aus dem neu erweiterten Spielerkreis zwei schlagkräftige Mannschaften zu formen, die in ihrer jeweiligen Runde eine gute Rolle spielen. Die ersten Spiele der Saison, alles ausschließlich Derbys, werden zeigen, ob der erste Integrationsprozess erfolgreich war. Im Verein ist der ersten Enttäuschung eine Aufbruchstimmung gefolgt. Mit Realismus und einer Portion Zuversicht blicken wir der neuen Runde entgegen", sagt Witzenberger.

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