Nach sechs Jahren als Spielertrainer ist Maximilian Esposito von seinem Posten beim SV Steinfurth zurückgetreten.
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Nach sechs Jahren als Spielertrainer ist Maximilian Esposito von seinem Posten beim SV Steinfurth zurückgetreten.

Trotz Platz eins

Überraschender Rücktritt: Spielertrainer Maxi Esposito verlässt SV Steinfurth

  • Erik Scharf
    vonErik Scharf
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Paukenschlag beim Kreisoberliga-Ersten SV Steinfurth. Maximilian Esposito tritt mit sofortiger Wirkung als Spielertrainer zurück - nach sechs Jahren.

Maximilian Esposito ist nicht länger Spielertrainer des Fußball-Kreisoberligisten SV Steinfurth. Das ist die nüchterne Nachricht. Auf emotionaler Ebene löst der Rücktritt viel mehr aus, immerhin dominierte Espositos Mannschaft in dessen sechstem Jahr als spielender Coach das Friedberger Oberhaus in dieser Spielzeit und steigt aller Voraussicht nach in die Gruppenliga Frankfurt-West auf.

Gestörtes Verhältnis zwischen Spielertrainer und geschäftsführendem Vorstand

"Maxi kam auf uns zu und hat uns seinen Entschluss mitgeteilt. Durch Veränderungen in seinem privaten Umfeld konnte er nicht mehr garantieren, jedes Training hundert Prozent da zu sein und seinem eigenen Anspruch gerecht zu werden", sagte Steinfurths Spielausschussvorsitzender Torben Müller auf Nachfrage. Am Dienstagabend wurde die Mannschaft informiert.

Ein weiterer Grund ist laut Esposito das gestörte Verhältnis zum geschäftsführenden Vorstand der Rosendörfler: "Für mich stand der Erfolg nie im Mittelpunkt. Das haben angesichts unserer talentierten Spieler einige im Verein anders gesehen. Allerdings gab es trotz elf Siegen und zwei Unentschieden aus 13 Spielen kaum positives Feedback", sagt Esposito, der seit 1990 durchgehend in Steinfurth aktiv war und nun ein Jahr als Trainer, aber nicht als Fußballer einlegen will.

Auswirkungen auf Mannschaftsgefüge noch unklar

Welche Auswirkungen der Abgang des 37-Jährigen auf das Mannschaftsgefüge hat, wird sich noch zeigen. Müller hofft aber, "dass die Truppe zusammenbleibt". Zwar ist die Gruppenliga-Rückkehr nach dem Abstieg 2012 noch nicht amtlich, doch sollte die Saison im Juni vom Hessischen Fußball-Verband wie erwartet abgebrochen werden, wären die Rosendörfler aufgestiegen.

Es bliebe der Verdienst von Esposito. "Er hat in den vergangenen sechs Jahren einen wohl verdienten Aufsteiger in die Gruppenliga aufgebaut", sagt Müller. Da gibt es keine zwei Meinungen.

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