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TVP-Trainer Ernst: »Jeder Spieler überzeugt mich«

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(jms) Wieder auf Kurs Tabellenspitze befindet sich der TV Petterweil in der Handball-Landesliga Mitte. Die Schützlinge von Trainer Detlef Ernst überzeugten zuletzt mehrfach und stehen mittlerweile nach der sensationellen Vize-Meisterschaft im vergangenen Jahr wieder auf dem dritten Platz.

Allerdings haben gleich drei Vereine drei Minuspunkte weniger – Hüttenberg II, Linden und die aufgrund von zwei Spielen weniger gegenüber dem TVP nur auf Rang fünf geführte Mannschaft der HSG Wiesbaden. Im WZ-Interview erläutert der Trainer seine Ziele mit dem TV Petterweil und wer für ihn das Aufstiegsrennen unter sich aus machen wird.

Detlef Ernst, nach sechs Spieltagen steht der TV Petterweil auf dem dritten Tabellenplatz. Wie beurteilen Sie das erste Viertel der neuen Saison?

Ernst: Wir sind gut aus den Startlöchern gekommen, wenngleich es natürlich immer ein bisschen mehr sein kann. Es war durchaus möglich, beim vergebenen Matchball gegen Hüttenberg und beim schwachen Auftritt in Münster den einen oder anderen Punkt mehr einzufahren. Unzufrieden bin ich aber keineswegs mit dem bisher Erreichten.

Die Bundesliga-Reserve aus Hüttenberg (11:1 Punkte) und der ohne Punktverlust aufgestiegene Bezirksoberliga-Meister Wiesbaden (7:1) spielen bislang eine sehr stabile Runde. Sind beide Teams in Ihren Augen die Top-Favoriten?

Ernst: Das kann man zum jetzigen Zeitpunkt nur mit einem klaren Ja beantworten. Beim Spitzenspiel konnte ich mich am Wochenende davon überzeugen, dass beide doch sehr hohen Ansprüchen in diesem Jahr gerecht werden. [Anm. d. Red.: Die Partie endete 25:25]. Der künftige Meister wird unter diesen beiden Mannschaften ausgemacht. Bei deren Stärke kann jede unerwartete Niederlage im Landesliga-Alltag schon eine Vorentscheidung bedeuten.

Nun haben Sie bereits einen ersten Einblick über die Leistungsstärke in der Landesliga Mitte bekommen. Welche Unterschiede gibt es zur vergangenen Spielzeit?

Ernst: Nach diesen beiden Ausnahmeteams werden sich die üblichen Verdächtigen einreihen, wobei ich die TSG Ober-Eschbach schon noch ein Stück weiter vorne sehe als die anderen. Viele Mannschaften setzen zunehmend auf die Jugend oder müssen zwangsweise mit der Integration ihrer Talente beginnen. Das mischt das Leistungsvermögen untereinander kräftig durch. Heuchelheim und Kronberg scheinen es zumindest bis jetzt schwer zu haben, Schritt zu halten. Denn dazwischen befindet sich ein sehr ausgeglichenes und stark besetztes Mittelfeld, in dem jeder jeden schlagen kann.

Wo sehen Sie den TVP am Rundenende?

Ernst: Ich zähle mein Team zu dem breiten Mittelfeld. Wir müssen an jedem Wochenende starke Leistungen bringen, um nicht im Tabellenkeller zu landen. Anderen geht es genauso, das erhöht den Druck auf alle Teams.

Welche Spieler aus den eigenen Reihen konnten Sie bislang am meisten überzeugen?

Ernst: Jeder Spieler, der in unserer Mannschaft spielt und trainiert, hat mich überzeugt und überzeugt mich. Wir halten es schon lange so, dass wir versuchen, alles über den Teamesprit zu erreichen. Klar ist es natürlich auch so, dass der eine oder andere in der Lage ist, besondere Akzente im Wettkampf zu setzen. Sind es dann noch verschiedene Akteure, bin ich mit dieser Situation sehr einverstanden.

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