Dreifacher Torschütze beim 7:3-Erfolg des Türkischen SV Bad Nauheim gegen die TSG Niederrad: Neuzugang Stanley Ike (vorne), der in vier Saisonspielen bereits acht Treffer erzielt hat. FOTO: GROSS
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Dreifacher Torschütze beim 7:3-Erfolg des Türkischen SV Bad Nauheim gegen die TSG Niederrad: Neuzugang Stanley Ike (vorne), der in vier Saisonspielen bereits elf Treffer erzielt hat. FOTO: GROSS

Fußball-Gruppenliga

Türkischer SV: ein Torspektakel

  • Michael Nickolaus
    vonMichael Nickolaus
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Der Türkische SV Bad Nauheim steht im September 2020 für Torspektakel. Die Bilanz nach vier Spielen in der Fußball-Gruppenliga Frankfurt West: 19:13 Treffer.

Im Heimspiel am Sonntag wurde die TSG Niederrad mit 7:3 (3:2) bezwungen. "Defensiv lassen wir noch zu viel zu. Das musst besser werden, sonst wird es auf Dauer schwer, Punkte zu holen", bemängelte Spielertrainer Tufan Tosunoglu nach dem Schützenfest vor 130 Zuschauern.

Neuzugang Stanley Ike erzielte alleine drei Treffer und schraubte sein Konto auf inzwischen schon elf Saisontore. Bei den Gästen sahen Amin Anedam und Trainer Artug Özbakir jeweils die Gelb-Rote Karte. Der bereits verwarnte Mittelfeldspieler wie auch sein Coach hatten sich in der 73. Minute über die Entscheidungen des Unparteiischen Tobias Rockel (Schwalmtal) nicht beruhigen können, so dass dieser gleich drei mal Gelb ziehen musste.

Die Gastgeber machten sich das Leben auf dem Kunstrasen in Rödgen lange Zeit selbst ein bisschen schwer. Spielerisch gegenüber der Karben-Partie vom Donnerstag (3:3) verbessert und dem Gast auch feldüberlegen, "haben wir - immer wenn die Sache entschieden schien - die TSG wieder zurück ins Spiel gebracht", resümierte Pressesprecher Fevzi Kayrakci. "Zum Glück haben wir offensiv die Qualität, ein Spiel immer für uns zu entscheiden."

Der Türkische SV war inbesondere nach schnellen Vorstößen über die Flügel brandgefährlich und nutzte seine Chancen effektiv wie gnadenlos aus. Ob über links oder über rechts: Mal stand Stanley Ike, der aufgrund seiner Wucht und seines Durchsetzungsvermögens nicht zu bändigen war, goldrichtig, mal der pfeilschnelle Noah Pölitz, mal Kubilay Erden. Den schönsten Treffer des Nachmittags erzielte zweifellos Erdinc Usta. Der TSV-Kapitän traf aus 25 Metern mit einem Freistoß-Aufsetzer.

Mit sorglosem Abwehrverhalten (beim Gegentreffer zum 2:3/44.) oder einem Eigentor (zum 3:5/67.) brachten die Hausherren zwischenzeitlich Spannung in die Partie. Glück für die Gastgeber: Unmittelbar nach dem Eigentor konnte Yüksel Deliktas mit einer tollen Parade den Anschlusstreffer zum 4:5 noch verhindern. Erst nach den Feldverweisen und dem von Ike zum 6:3 verwandelten Strafstoß war die Entscheiung gefallen (83.).

Türkischer SV Bad Nauheim: Deliktas - Penava, Türkyilmaz, Usta, Karakoc - Pölitz (80. Exeler), Yilmaz (70. Samet Özisli), Erden (75. Tosunoglu), Emrovic, Coric - Ike.

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Tobias Rockel (Schwalmtal). - Tore: 1:0 (6.) Ike, 1:1 (8.) Kahan Kuscu, 2:1 (19.) Usta, 3:1 (26.) Erden, 3:2 (44.) Kahan Kuscu, 4:2 (50.) Ike, 5:2 (59.) Pölitz, 5:3 (67.) Eigentor Penava, 6:3 (83.) Ike), 7:3 (90+3.) Penava. - Gelb-Rot: Anedam, Trainer Özbakir (83./beide TSG). - Zuschauer: 130.

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