Türkischer SV dreht das Spiel in Unterzahl

(lab). Ein hartes Stück Arbeit mit viel Moral: Der Türkischer SV Bad Nauheim hat am ersten Spieltag der Fußball-Gruppenliga Frankfurt-West gegen die Spvgg. 03 Fechenheim einen 3:2 (1:2)-Sieg eingefahren - und dabei in Unterzahl das Spiel gedreht. Nach schwacher erster Hälfte bewies die Mannschaft von Spielertrainer Tufan Tosunoglu Kampfkraft und netzte in der Schlussviertelstunde zweifach zum Sieg.

Ab der 60. Minute hatte die Elf zudem in Unterzahl agieren müssen.

»Die erste Hälfte war schwach, wir waren zu verträumt, es gab viele Unachtsamkeiten. In der zweiten Halbzeit haben wir dann vor allem Moral bewiesen«, sagte Tosunoglu nach dem Spiel.

Fechenheim sicherte sich bereits nach zehn Minuten durch Kamil Yikilmaz die Führung, blieb im ersten Durchgang die effektivere Mannschaft. Der TSV hielt sich allerdings im Spiel, kam durch Fabian Schusterschütz (20.) in Folge einer Ecke zum Ausgleich. Eine Unachtsamkeit führte anschließend jedoch zum 2:1 der Gäste: Ein schneller Freistoß von Yikilmaz (40.) segelte in den Kasten, keiner hatte effektiv das Tor abgeschirmt - das Team war (noch) nicht bei der Sache.

Klare Worte in der Pause

Das änderte sich nach Wiederbeginn und durch eine ordentliche Halbzeitansprache Tosunoglus: Der TSV war nun wacher, ab der 60. Minute jedoch in Unterzahl. Samet Özisli sah in Folge eines taktischen Fouls die Gelb-Rote Karte - was sein Team jedoch nicht aufhielt. Im Gegenteil: Tosunoglu (70.) netzte nach einem Abpraller zum 2:2. Weniger später sorgte dann Stanley Ike (75.) in Folge eines langen Balls von Torwart Kamber Koc für den 3:2-Siegtreffer. Man hatte das Spiel innerhalb weniger Minuten gedreht, auch weil Fechenheim im zweiten Durchgang kaum noch zu Toraktionen gekommen war.

In den Schlussminuten verschoss Tosunoglu sogar noch einen Strafstoß, sodass die Heimelf bis zum Abpfiff nach 98 Minuten zittern musste. So stand am Ende ein wackliger, aber verdienter Sieg für den TSV. Fakt bleibt: Die Nauheimer können vor allem auf ihre starke Offensive, die auch im 4-4-1-System noch zündet, bauen. Und der TSV kann fighten: Auch deshalb sprach Tosunoglu nach dem Spiel von einem »letztlich verdienten Sieg«.

Türkischer SV Bad Nauheim: Koc, Usta, Schusterschitz, Pölitz (ab 78. Abdul Baki Özisli (ab 81. Irkin)), Samet Özisli, Tosungolu, Ike (ab 83. Uslu), Pejic, Emrovic, Öztürk, Karakoc.

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Henninger (Hornau). - Zuschauer: 80. - Tore: 0:1 (10.) Yikilmaz, 1:1 (20.) Schusterschütz, 1:2 (40.) Yikilmaz, 2:2 (70.) Tosunoglu, 3:2 (75.) Ike. - Gelb-Rote Karte: Özisli (60./Taktisches Foul).

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