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Türkischer SV stürmt auf Rang eins

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Der Nieder-Weiseler Manuel Volp (l.) geht im Laufduell mit dem Nieder-Wöllstädter Berin Cakovic zu Boden. Ein Spiegelbild der Weiseler 0:3-Niederlage.
Der Nieder-Weiseler Manuel Volp (l.) geht im Laufduell mit dem Nieder-Wöllstädter Berin Cakovic zu Boden. Ein Spiegelbild der Weiseler 0:3-Niederlage. © Nicole Merz

(egw/bn) Der 14. Spieltag in der Kreisoberliga Friedberg hatte einige Überraschungen zu bieten. Bereits am Samstag patzten die Favoriten und fuhren allesamt mit leeren Händen nach Hause.

Dem SV Germania Ockstadt gelang ein Sieg beim SKV Beienheim, der FC Massenheim gewann gegen den VfB Petterweil und dem SV Bruchenbrücken gelang ein Dreier gegen den Tabellenführer aus Ober-Rosbach. Durch einen Kantersieg konnte der Türkische SV Bad Nauheim die Tabellenführung übernehmen.

SKV Beienheim – SV Germania Ockstadt 2:3 (0:0): Die Partie am Samstagnachmittag auf dem Beienheimer Sportgelände ließ an Spannung und Dramatik keinerlei Wünsche offen. Am Ende schwebten die Besucher auf einer Wolke des Glücks, während die Truppe von Trainer Karl-Heinz Stete zum einen ihren vergebenen Möglichkeiten nachtrauerte, zum anderen in Schiedsrichter Dutschmann den Schuldigen für die völlig unerwartete Niederlage ausgemacht hatte. In der Tat wussten die Platzherren die spielerische Überlegenheit nur unzureichend in Tore umzumünzen, während sich die Gözüpekli-Elf über den nimmermüden Kampfgeist und die tolle Moral immer mehr zu steigern wusste, so dass schließlich ein glücklicher, aber keineswegs unverdienter Sieg heraussprang. Die große Chance auf den Führungstreffer ließ der SKV-Akteur Advan Cakiqi 28.) ungenutzt verstreichen, als er mit einem von Olcay Sancar an William Anane verursachten Strafstoß an Ockstadts Keeper Maximilian Bock scheiterte.

Im zweiten Durchgang überschlugen sich dann die Ereignisse. Ein Kopfball von Albatrit Haliti nach Ecke von Hassan Osman bedeute in der 48. Minute zunächst das 0:1. Bereits im Gegenzug war Anane zur Stelle, um einen von SKV-Keeper Kevin Christiansen abgewehrten Mouzong-Schuss zum 1:1-Gleichstand abzustauben. Die erstmalige Beienheimer Führung (65.) ging abermals auf das Konto des kaum zu bremsenden Anane. Nochmals Oberwasser bekamen die Kirschendörfler, als Tufan Altuncicek (70.) einen von Timon Wolf an Marcel Wörner verwirkten Elfer unhaltbar verwandelte. Vier Minuten später sorgte Marcel Wörner für grenzenlosen Jubel auf Ockstädter Seite, indem er seine Mannschaft mit einem Traumtor aus 30 Metern erneut in Front schoss. Beienheim brachte sich in der Schlussphase durch die Rote Karte für Daniel Friede (Foul an Woerner) und die Gelb-Rote Karte für Timon Wolf (wegen Meckerns) selbst um alle Chancen auf einen Zähler.

SKV Beienheim: Christiansen – Anane, Friede, Timon Wolf, Cakiqi, Daniel Friede, Kirim, Boeker, Bilkenroth, Pircek, Marx, Yannick Wolf, Mouzong, Mamoum Amouzong.

SV Ockstadt: Bock – Kern, Allak, Clement, Altuncicek, Sancar, Osman, Wörner, Yilmaz, Hosenseidl, Haliti, Schnitzler, Gasbarrone.

Steno: Schiedsrichter: Michael Dutschmann (Solms). – Tore: 0:1 (48.) Haliti, 1:1 (49.) Anane, 2:1 (65.) Anane, 2:2 (70.) Altuncicek (Foulelfmeter), 2:3 (74.) Wöener

Rot für den Beienheimer Daniel Friede (87.) nach Foul an Marcel Wörner; Gelb-Rot für den Beienheimer Timon Wolf (Meckern).

FC Hessen Massenheim – VfB Petterweil 2:1 (0:1): Den eindeutig besseren Start in dieser Auseinandersetzung erwischten die Petterweiler, die ihren Gegner im ersten Akt fast ausschließlich in die Defensive drängten, aber bis auf den von Namanja Petkovic verwandelten Foulelfmeter (Foul von Anders an Münch) aus der 24. Spielminute erfolglos blieben. Eine weitere Elfmeter-Chance ließ der Gäste-Akteur Petkovic in der 34. Spielminute ungenutzt, indem er nur die Latte anvisierte. Vorausging hier ein Foul von Netopil an Tamba. Wesentlich effektiver wusste sich die Geppert-Elf erst in den zweiten 45 Minuten in Szene zu setzen, also man die Besucher durch gefährliche Konter immer wieder in arge Bedrängnis brachte. Zum Massenheimer Matchwinner avancierte Nico Schad, der zunächst einen von Torwart Fischer an Brändlein verwirkten Strafstoß zum 1:1-Gleichstand verwertete (67.

) und dann zehn Minuten später seine Mannschaft nach schöner Vorarbeit von Netopil auf die Gewinnerstraße schoss.

FC Hessen Massenheim: Kozonek – Schmutzler, Schaar, Braun, Netopil, Schaar, Schad, Braun, Netopil, Jung, Hofmann, Stumpp, Brändlein, Anders, Hahn, Parlow.

VfB Petterweil: Fischer – Thorn, Jung, Petkovic, Münch, Tampa, Serkan, Guibeca, Dordevic, Özgür Genc, Okumus,, Akdogdu, Okan Genc.

Steno: Schiedsrichter: Aaron Krämer (Frankfurt). – Tore: 0.1 (24.) Petkovic (Foulelfmeter), 1:1 (67.) Schad (Foulelfmeter), 2:1 (78.) Schad.

SV Bruchenbrücken – FC Ober-Rosbach 2:1 (2:0): Durch einen Sieg am Samstag gegen den Tabellenführer aus Rosbach gelang es dem SV Bruchenbrücken, sich von den Abstiegsplätzen abzusetzen.

In der 22. Spielminute ging der Gastgeber durch ein Eigentor der Rosbacher in Führung. Nach einer Flanke traf Steven Cue, bedrängt von Sven Harsch, ins eigene Tor. Nur sechs Minuten später hatten die Gäste durch Kevin Sangl per Freistoß eine gute Chance zum Ausgleich, die nur durch SVB-Keeper Fabian Heilmann verhindert werden konnte. Kurz vor dem Pausenpfiff gelang es den »Bärenschweizern« dann, die Führung auszubauen.

Nach einem Freistoß von Niklas Stumpf konnte Gästetorwart Robert Cue den Ball an den Pfosten lenken, und Viktor Folz verwertete den Abpraller. In der zweiten Halbzeit waren die Gäste aus Rosbach dann die spielbestimmende Mannschaft, zwingende Torchancen waren jedoch eher Mangelware. Bei einem Konter der Bruchenbrückener in der 78. Spielminute scheiterte Stefan Syguda nur knapp. In der Schlussphase gelang es dem FC, durch einen Heber von Fabian Bannert die Führung zu verkürzen (84. Spielminute). Pressesprecher Rainer Schmidt vom SV Bruchenbrücken räumte zwar ein, dass die Gäste die spielerisch bessere Mannschaft gewesen seien, der SVB sich jedoch durch eine kämpferische Einstellung einen letztendlich verdienten Sieg erspielt habe.

SV Bruchenbrücken: Heilmann, Stumpf, Pölker, Füller, Sieber, Manuel Riess, Schmidt, Syguda, Harsch, Folz, Daniel Riess, Behrens, Farnung, Eckley.

FC Ober-Rosbach: Robert Cue, Pioch, Jeremy Cue, Sangl, Steven Cue, Fiedler, Karpuz, Bannert, Karaduman, Altuncicek, Saljihu, Groh, Akbulut, Stüwe.

Steno: Tore: 1:0 (22.) Harsch, 2:0 (45.) Folz, 2:1 (84.) Bannert. – Schiedsrichter: Marcel Hinkel.

FC Nieder-Florstadt – KSG 1920 Groß-Karben 3:0 (1:0): Bereits in der sechsten Spielminute hatte der FC Nieder-Florstadt die Chance, in Führung zu gehen. Manuel Deppner scheiterte mit einem Schuss aus elf Metern an Gäste-Torwart Dustin Jüngst. Nur vier Minuten später machte es Deppner besser und schob den Ball nach einem Querpass von Philipp Dickenberger aus zehn Metern ins Tor. Der KSG hatte in der 13. Spielminute eine hochkarätige Chance zum Ausgleich, doch Christopher Voss vergab aus drei Metern. Weitere Chancen des FC durch Deppner und Timo Blumenstock konnten nicht verwertet werden. Die Gäste aus Groß-Karben konnten zwar gut mithalten, scheiterten aber daran, klare Torchancen zu nutzen. So gelang es dem Gastgeber dann in der zweiten Halbzeit, die Führung auszubauen. Nach einer Flanke von Thomas Östreich schob Frederik Fabian den Ball aus einem Meter mit dem Körper über die Linie. In der Schlussphase gelang es Philipp Dickenberger per Heber aus 18 Metern, den 3:0-Endstand zu markieren (86. Spielminute).

FC Nieder-Florstadt: Sürer, Fabian, Weber, Boris, Östreich, Hausner, Hartmann, Blumenstock, Billasch, Deppner, Adler, Huber, Dickenberger, Schichtel, Koch

KSG 1920 Groß-Karben: Jüngst, Bakanhan, Munoz, Müller, Elmaimouni, Kromm, Szörny, Okumus, Yigin, Voss, Sahin, Abdi

Steno: Tore: 1:0 (10.) Deppner, 2:0 (59.) Fabian, 3:0 (86.) Dickenberger. – Schiedsrichter: Michael Pfahls.

SV Nieder-Wöllstadt – SV Nieder-Weisel 3:0 (2:0): Beide Teams lieferten sich über die gesamte Spielzeit hinweg eine auf recht hohem Niveau stehende Auseinandersetzung, wobei die »Roten« einen Start nach Maß erwischten und bereits nach sechs Minuten mit 2:0 vorne lagen. Nach einem Foul von Fett an de Oliveira (3.) deutete der souveräne Unparteiische Höpp auf den Elfmeterpunkt. Kevin Herdt ließ sich die Möglichkeit nicht entgehen und verwandelte sicher zur Nieder-Wöllstädter Führung. Nur drei Minuten später erzielte Marco Czepa im Anschluss an einen nur unzureichend abgewehrten Freistoß aus zwölf Metern das vorentscheidende 2:0. Die Gäste hatten zwar im zweiten Durchgang klare optische Vorteile, waren allerdings vor dem gegnerischen Strafraum mit ihrem Latein meist am Ende und kamen nur durch Timo Winter (85.) zu einer einzigen nennenswerten Torchance. Sekunden vor dem Abpfiff schloss der Wöllstädter Michl Herrmann einen sehenswerten Alleingang zum 3:0-Endstand ab.

SV Nieder-Wöllstadt: Klüß – El Mohayit, Cakovic, Wagner, de Oliveira Neto, Pfeil, Czepa, Bischoff, Herdt, Yigit, Schubert, Hermann.

SV Nieder-Weisel: Maas – Fett, Kette, Winter, Werner, Antmansky, Rühl, Manuel Volp, Ziegler, Wolf, Börner, Sebastian Volp, Wittig.

Steno: Schiedsrichter: Volker Höpp (Ranstadt). – Tore: 1:0 (3.) Herdt (Foulelfmeter), 2:0 (6.) Czepa, 3:0 (90.) Hermann

SV Steinfurth – SV Staden 4:1 (1:0): Ein mustergültiges Zuspiel von Daniel Parisi nutzte Philipp Landvogt (19.) zur Steinfurther Führung. Im zweiten Abschnitt machte Neuzugang Sascha Zander seinem Ruf als Goalgetter alle Ehre, indem er praktisch im Alleingang den klaren Steinfurther Erfolg unter Dach und Fach brachte. Tor Nummer zwei erzielte er in der 55. Minute auf Flanke von Sascha Hofmann. Neue Hoffnung schöpften die Gäste nach dem Kopfballtor von Timo Dechert (72.) zum 1:2-Anschlusstreffer. Schließlich sorgte Sascha Zander zwischen der 83. und 86. Minute mit einem Doppelpack jeweils auf Zuspiel von Philipp Landvogt endgültig für klare Verhältnisse. Zu diesem Zeitpunkt mussten die Besucher bereits mit einem Feldspieler weniger auskommen, weil der Unparteiischeein Foulspiel von Dominique Ware an Philipp Landvogt völlig zu recht mit der Roten Karte ahndete.

SV Steinfurth: Liebig – Riedmeier, Milek, Hofmann, Wettner, Schaupp, Rienmüller, Parisi, Göbel, Zander, Landvogt, Steinhauer.

SV Staden: Roos – Walter, Pierre May, Lohse, Sebastian May, Dechert, Pfaff, Weber, Scheibner, Ware, Martin Hetmanczyk, Zorbach, Wagner.

Steno: Schiedsrichter: Voltz (Brechen). – Tore: 1:0 (19.) Landvogt, 2:0 (55.) Zander, 2:1 (72.) Dechert, 3:1 (83.) Zander, 4:1 (86.) Zander. – Besondere Vorkommnisse: Rote Karte für den Stadener Dominique Ware (56.) nach groben Foulspiel an Philipp Landvogt.

Türk. SV Bad Nauheim – SG Rodheim 9:1 (2:0): In der 18. Spielminute konnte sich Leonit Hasani auf der rechten Seite durchsetzen und verpasste nur knapp das Tor. In der 27. Spielminute machte es Leonit Hasani besser, und sein Schuss aus 20 Metern landete vom Innenpfosten im Tor der Gäste. Nach einem Pfostenschuss in der 34. Spielminute von Tufan Tounoglu machte es dieser in der 43. Spielminute besser. Ein Heber von Nedim Berktas aus 20 Metern landete am Pfosten, und Tounoglu staubte zur 2:0-Führung ab. Durch einen Heber aus 30 Metern baute Tosunoglu die Führung aus. Nur fünf Minuten später setzte erneut Tosunoglu einen Freistoß aus 25 Metern ins Gästetor und erzielte damit einen Hattrick.

Durch einen Pass von Tosunoglu in die Gasse gelang es Hasani in der 70. Spielminute, seinen zweiten Tagestreffer zu markieren. Nach einer Flanke von Ramazan Cetin konnte Arif Karakoc zum 6:0 einschieben (73.). Nur sieben Minuten später konnte Karakoc nach einer schönen Einzelaktion erneut treffen. Per Abstauber in der 83. Spielminute gelang Karakoc ein lupenreiner Hattrick. Das 9:0 markierte Orhan Aksakal, der nach einem Torschuss von Berktas den Abstauber in der 87. Spielminute verwertete. Nur eine Minute später gelang Frederic Bausch der Ehrentreffer.

Türk. SV Bad Nauheim: Deliktas, Usta, Turan, Karakoc, Berktas, Tufan Tosunoglu, Hasani, Bayrak, Tarik Tosunoglu, Arksakal, Kuzpinar, Cetin, Appel

SG Rodheim: Zink, Wehrheim, Gronwald, Neubauer, Bucher, Zahirovic, Lauterbach, Kliem, Nussbaum, Becker, Nesbitt, Bausch, See

Steno: Tore: 1:0 (27.) Hasani, 2:0 (43.) Tufan Tosunoglu, 3:0 (63.) Tosunoglu, 4:0 (68.) Tosunoglu, 5:0 (70.) Hasani, 6:0 (73.) Karakoc, 7:0 (80.) Karakoc, 8:0 (83.) Karakoc, 9:0 (87.) Aksakal, 9:1 (88.) Bausch. – Schiedsrichter: Tobias Forbach.

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