Fußball-Gruppenliga

Türkischer Bad Nauheim auf Überholspur

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Der Türkische SV Bad Nauheim liefert sich an der Spitze der Fußball-Gruppenliga ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Verfolger SKV Beienheim muss einen Ausfall bis Saisonende kompensieren.

Zwar kam der Titelkandidat Spvgg. 05 Oberrad am Dienstagabend im Nachholspiel beim Taunusvertreter TuS Merzhausen nicht über ein 1:1-Remis hinaus, doch dieses Unentschieden reichte den Fußballern aus dem Frankfurter Osten, um in der Gruppenliga Frankfurt-West mit dadurch 52 Zählern auf dem Konto wieder Platz eins vor dem punktgleichen Türkischen SV Bad Nauheim zu übernehmen. Gut möglich, dass diese Konstellation nur von kurzer Dauer ist. Während nämlich die Nullfünfer am Sonntag im Top-Duell des 26. Spieltages beim ebenfalls Aufstiegsambitionen hegenden Rangdritten SV BKC Bosnien Gefahr laufen, Federn zu lassen, wartet auf Bad Nauheims Spielertrainer Tufan Tosunoglu und seine Teamkollegen nach sieben Seriensiegen im Gastspiel beim abstiegsgefährdeten Mitaufsteiger Spvgg.03 Fechenheim die vermeintlich leichtere Auswärtshürde.

Die übrigen drei Klubs des Fußballkreises Friedberg müssen ebenfalls auf fremden Plätzen Farbe bekennen. Einen ertragreichen Auftritt vorausgesetzt, würde der SKV Beienheim (in Merzhausen) Position fünf festigen. Dagegen stehen für den Rangneunten SC Dortelweil (beim FV Hausen) wie auch für den Tabellenzwölften FCO Fauerbach (gegen den FC-TSG Königstein) wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt auf dem Spiel.

Spvgg. 03 Fechenheim – Türkischer SV Bad Nauheim (Sonntag, 15 Uhr): Dass optimale 21 Punkte aus den letzten sieben Pflichtspielen im Bad Nauheimer Lager Hoffnungen auf eine Verbandsliga-Zukunft geweckt haben, mag durchaus sein, doch Spielertrainer Tufan Tosunoglu mahnt dennoch zur Vorsicht: "Wir müssen in jeder Begegnung, also auch am Sonntag in Fechenheim, 100 Prozent bringen. Nicht einfach, aber machbar. Und ich gehe davon aus, dass unsere Spieler das auch umsetzen können." Muskuläre Probleme, über die Außenverteidiger Fabian Schusterschitz, Mittelfeldspieler Murat Kuzpinar und der Spielertrainer selbst unter der Woche klagten, machen möglicherweise personelle Änderungen erforderlich. Tosunoglu, der dies eigentlich vermeiden möchte, sieht jedoch keine Probleme, "weil unser Kader auch in der Breite qualitativ ausreichend stark besetzt ist." – Hinspiel: 0:4.

TSV Bad Nauheim: Kamber Koc (Meynioglu), Schusterschitz (?), Firat Can, Pejic, Karakoc, Emrovic, Kuzpinar (?), Özisli, Kammer, Tosunoglu (?), Yasaroglu, Usta, Kirim, Sancar, Yigit.

TuS Merzhausen – SKV Beienheim (Sonntag, 15 Uhr): Die Beienheimer verbuchten angesichts von drei Niederlagen gegen Bad Nauheim, Oberrad und Königstein einen kapitalen Fehlstart ins neue Jahr. "Kampflose drei Punkte aus der am vergangenen Wochenende abgesetzten Partie gegen den ausgestiegenen Absteiger TSG Nieder-Erlenbach ändern daran gar nichts. Wir müssen so schnell wie möglich wieder in die Spur finden", sagt SKV-Coach Sebastian Spisla. Eben deshalb habe man in den letzten zwei Wochen hart trainiert, Einzelgespräche geführt und sich fest vorgenommen, in Merzhausen wieder mit mehr Elan zur Sache zu gehen. "Mit Ausnahme unseres Keepers Tautvydas Tazokas, der sich den Finger gebrochen hat und für den Rest der Saison ausfällt, sind alle Spieler einsatzfähig. Christian Belzer rückt zwischen die Pfosten, und Leon Hirzmann, der bei der 0:3-Niederlage in Königstein fehlte, wird definitiv im Angriff beginnen", verrät der SKV-Übungsleiter und behält sich speziell in der Defensive weitere Änderungen vor. – Hinspiel: 3:1.

SKV Beienheim: Belzer, Heck, Serge Mouzong, Pircek, Timon Wolf, Pllana, Suarez, Paradzik, Mike Michalak, Calla, Hirzmann, Patzwald, Döring, Nowak, Reif, Spisla.

FC-TSG Königstein – FC Olympia Fauerbach (Sonntag, 15 Uhr): "Um in Sachen Klassenerhalt allen Eventualitäten aus dem Weg zu gehen, sind etwa 40 Punkte erforderlich. Ich denke, wir sind auf einem guten Weg, dieses Ziel zu erreichen", meint Fauerbachs Trainer Virginio Bazzoli. Nach den deutlichen Siegen über Neu-Anspach (3:0) und Dortelweil (4:0) sieht er seine Mannschaft auch auf dem Kunstrasenplatz in Königstein nicht chancenlos: "Tim Botschek steht nach abgelaufener Sperre zwar wieder zur Verfügung, aber eigentlich gibt’s keinen Grund, personelle Änderungen vorzunehmen." Über Alternativ-Lösungen nachzudenken, bietet sich für den Olympia-Coach ohnehin nicht an: Weil Paul Wischtak (noch zwei Spiele Sperre) und Jannik Müller (Ski-Urlaub) fehlen, reduziert sich sein Kader auf das Mindestmaß von gerade mal 14 Spielern. – Hinspiel: 2:0.

FCO Fauerbach: Jens Michalak (Roos), Chekmazov, Clement, Sarkisjan, Muntean, Walther, Hartmann, Mies, Bodea, Ürün, Baufeldt, Botschek, Unverzagt.

FV Hausen – SC Dortelweil (Sonntag, 15 Uhr): Einzelne Spieler für die am letzten Sonntag gegen Fauerbach erlittene 0:4-Abfuhr verantwortlich zu machen, hält Dorteiweils Co-Trainer Julian Mistetzky für keine gute Idee. Der Begriff "kollektives Versagen" passe viel besser. "Es muss uns gelingen, als Kollektiv in Hausen wieder Flagge zu zeigen." Weshalb, sei klar: "Mit 30 Punkten sind wir noch nicht aus dem Schneider." Gut für Mistetzky und Chefcoach Markus Beierle: Defensivspezialist Patrick Eiwanger (fehlte zuletzt wegen muskulärer Probleme) ist möglicherweise wieder ein Thema, zudem rücken Stürmer Stefan Ljujic und Cagdas Karagöz (offensives Mittelfeld) in den Kader. – Hinspiel: 0:4.

SC Dortelweil: Rühl (Langlitz), Chiriloae, Pross, Müller, Assheuer, Günther, Pröckl, Cholewa, Steffen, Dogot, Ljujic, Mistetzky, Eiwanger (?), Wiemann, Karagöz, Bashir, Santos Dias. (Foto: Archiv)

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