Kreisligen B, Gr. 1

Türk. SV Bad Nauheim II für Melbach eine Wundertüte

(lab). Der SV Ober-Mörlen hat vorgelegt, nun muss der Rest nachziehen - oder wegziehen. Denn die Reserve des SV Steinfurth hat zurzeit noch das Zepter in der Hand und wird den neunten Spieltag der Fußball-Kreisliga B, Gr. 1, auf jeden Fall als Tabellenführer beenden. Am liebsten natürlich mit vier Zählern Vorsprung - und langsam zittrig werdenden Verfolgern.

Dafür muss der Primus bereits heute ab 20 Uhr beim KSV Bingenheim bestehen, eine vermeintlich leichte Aufgabe. Schwerer hat es da in jeder Hinsicht Verfolger und Ex-Tabellenführer SG Melbach: Der Türkische SV Bad Nauheim II ist zu Gast und damit das schwankende Topteam vom Dienst. Keiner weiß so genau, wie die Reserve am Sonntag aufläuft, noch nicht mal Trainer Hayrettin Bayrak. "Wir müssen immer auf die erste Mannschaft gucken und wie viele Spieler ich hochgeben muss. Haben wir einen Topkader, sind auch drei Punkte drin", so Bayrak. Als Favorit sieht er allerdings die Gastgeber der SGM, auch wenn diese zuletzt zwei Mal leer ausgingen: "Ich sehe Melbach nicht angeknockt. Die hatten zwei Topteams als Gegner, da kann man schon mal verlieren".

Während die Topteams oben ihr Ding machen, geht es auch im vorderen Mittelfeld eng zu. Und mittendrin sind Blau-Weiß Espa und der VfR Butzbach. Espa kommt quasi von oben, der VfR von unten. Das Team aus dem Landkreis Gießen kann allerdings seinen kleinen Höhenflug einordnen: Der fünfte Platz sei zwar schön, aber man wisse, wo man herkomme, sagt Vorsitzender Volker Rühl. Denn von den üblichen Problemen bleibt man im Langgönser Ortsteil nicht verschont. Spontane Absagen wegen diesem und jenem, eine löchrige Elf am Sonntag - und schon gibt’s ein 1:9 gegen Butzbach und ein 0:6 gegen Ober-Mörlen. Ist das wieder das "alte Espa"? Natürlich nicht, "es ist toll für die Spieler, im vorderen Drittel zu stehen. Unsere Punkte vom Anfang nimmt uns keiner mehr", so Rühl. Grund genug, auch am Samstag gegen den SVP Fauerbach (16 Uhr) zu punkten.

In Butzbach macht sich indes eine leichte Euphorie breit, der man lieber mit Demut begegnet: Nach drei Siegen ist der VfR drauf und dran, eine ordentliche Serie zu starten, jetzt geht’s nach Hoch-Weisel (Sonntag, 13 Uhr). "Wir sind in der Spur, allerdings bringt das alles nichts, wenn wir gegen Hoch-Weisel II verlieren", betont Spielausschussmitglied Steven Langner.

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