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Türk Gücü kann mithalten, »Rote« trumpfen auf

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In den Kreisligen und in der Verbandsliga Süd haben die heimischen Fußballvereine am vergangenen Wochenende den ersten Spieltag absolviert, während die Gruppenliga Frankfurt West (der SKV Beienheim bestreitet heute noch ein Testspiel/siehe Programm unten) erst am Freitag startet. Die Glanzpunkte setzten dabei zwei Verbandsligisten und zwei Aufsteiger. Die Erkenntnisse des Auftakts haben wir zusammengefasst.

Verbandsliga Süd

Mit Ausnahme des KSV Klein-Karben punkteten die heimischen Verbandsligisten, zu denen auch der SSV Lindheim aus dem Altenstädter Stadtteil gezählt werden darf. Dabei zeigte Aufsteiger Türk Gücü Friedberg mit nahezu unveränderter Mannschaft, dass sie mithalten können. Gegen den Titelaspiranten Usinger TSG erzielten die Mannen von Savas Yasaroglu ein 2:2-Unentschieden. Auch wenn der Trainer danach enttäuscht war, ist das nackte Ergebnis ein Punktgewinn. Dass Yasaroglu nach 70 Minuten hinter die Bande geschickt wurde, war derweil eine überzogene Entscheidung des Schiedsrichters – beide Coaches, also auch der Usinger Michael Deuerling, lebten die Partie intensiv mit. Bei den Gästen machte sich allerdings das Fehlen von einigen Leistungsträgern wie Mittelfeldmann Gregory Strohmann bemerkbar. Deuerling war aufgrund des dezimierten Kaders mit dem Remis nicht unzufrieden und sagte im Usinger Anzeiger: »Der Usinger Geist ist zurück«.

Einen Glanzpunkt setzte der FV Bad Vilbel mit dem 4:0 in Bruchköbel. Die Mannschaft von Amir Mustafic bestätigte damit die guten Leistungen aus den Testspielen und könnte ganz vorne mitspielen. Denn bis auf die TS Ober-Roden bot kein anderes Team am ersten Spieltag eine Vorstellung dieser Klasse. Die Ober-Rodener hatten beim 6:0 in Klein-Karben keine Mühe; der KSV ist in dieser Verfassung erster Abstiegskandidat.

Kreisoberliga Friedberg

Schnelle Kombinationen – aber wenn es sein muss auch hoch und weit: Der Türkische SV Bad Nauheim stach am Sonntag mit dem 5:1 über den VfB Friedberg heraus. Die technisch versierte Mannschaft von Özkan Can zeigte dabei Variabilität, denn auch mit langen Bällen hatten die Kurstädter auf dem kleinen Kunstrasenplatz Erfolg. Bezeichnend für die Partie war das 4:0 von Murat Akbulut mitten in die VfB-Drangphase nach der Halbzeit hinein, denn der Stürmer wurde von Torhüter Gökhan Cirak per Befreiungsschlag bedient und setzte sich durch. In der vergangenen Saison überraschte der VfB mit einem 3:0 zum Start gegen den FCO Fauerbach, dieses Mal lief es genau andersherum.

An diesem Donnerstag steigt der zweite Spieltag, an dem sich unter anderem der Türkische SV Bad Nauheim beim SV Staden (2:2 in Nieder-Florstadt nach einem tollen Bingel-Freistoß kurz vor Schluss) beweisen muss.

Kreisliga A Friedberg

Den Paukenschlag des Wochenendes setzte der SV Nieder-Wöllstadt II. Die Reserve der »Roten« besiegte im Derby die TSG Ober-Wöllstadt vor 220 Zuschauern mit 2:1. Dabei profitierten die Gastgeber von ihrer guten Chancenauswertung und Torwart Tim Zink, der zahlreiche Chancen der TSG zunichte machte. »Die TSG war besser und hatte die klareren Chancen, aber wir haben die Tore gemacht«, bilanziert SV-Pressesprecher Walter Nebel, der die TSG dennoch für einen Titelkandidaten hält und den Sieg als drei Punkte gegen Abstieg wertet. Nur zwei Spieler standen beim SV auf dem Spielberichtsbogen, die nicht in den 1990ern geboren wurden (Kaas, Valentin), sodass die Mannschaft von Marcus Lindt-Scoggins wohl den jüngsten Kader der Liga hat.

In eigener Sache: Unseren Fotograf Timo Jaux hatten wir für die Partie SV Schwalheim gegen die Spvgg. 08 Bad Nauheim eingeteilt. Doch Jaux kam nach dem Spiel seines TSV Ostheim II beim SV Hoch-Weisel II nicht weg, denn sein Auto war zugeparkt. So blieb Jaux in Hoch-Weisel und lieferte uns und damit Ihnen Bilder vom Butzbacher Derby.

Kreisliga B Friedberg, Gr. 2

Etwas überraschend waren die Niederlagen der beiden A-Liga-Absteiger SG Melbach (1:2 gegen Bönstadt) und VfR Butzbach (2:3 in Espa), während Titelkandidat FSV Dorheim einen souveränen Sieg im Stadtderby gegen Emekspor Friedberg feierte. Ebenso schadlos hielt sich Absteiger SG Rodheim beim 5:2 in Leidhecken, so dass man an diesem Donnerstag in dem Aufeinandertreffen der beiden Klubs schon von einem Spitzenspiel sprechen kann.

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