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Türk Gücü holt den Friedberger Stadtpokal

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(mw) Jubel beim neuen Gruppenligisten Türk Gücü Friedberg: Die Mannschaft von Trainer Savas Yasaroglu hat erneut den Fußball-Stadtpokal in der Kreisstadt gewonnen und sicherte sich in Dorheim bereits zum vierten Mal in Folge den Titel durch ein 1:0 gegen den VfB Friedberg im Finale.

Dritter wurde der SV Bruchenbrücken nach einem 5:0 gegen den FSV Dorheim. Die Ränge sechs und sieben belegten der SV Ockstadt und der FCO Fauerbach, die beiden Kreisoberligisten waren in der »Hammer-Gruppe« mit dem VfB und Türk Gücü früh ausgeschieden. Fünfter wurde der SV Ossenheim, der sich gegen die Germanen mit 2:1 durchsetzte. Erwartungsgemäß den letzten Platz belegte Blau-Gelb Friedberg, das sich jedoch – weil sich der FSV Dorheim am Samstag vor seinem Halbfinale nicht zu verausgaben gedachte – über einen Sieg im Gruppenspiel freuen durfte.

Die Siegerehrung nahm Bürgermeister Michael Keller gemeinsam mit der Turnierleitung des Jubilars FSV Dorheim vor, der sich wie schon bei der Festwoche zum »100-Jährigen« als perfekter Ausrichter präsentierte.

Gruppe A

FSV Dorheim – Blau-Gelb Friedberg 0:1 (0:1): Die Gastgeber spielten mit angezogener Handbremse, hätten sie doch bei einem Gruppensieg direkt im Anschluss das Halbfinale spielen müssen. So wurden sie Gruppen-Zweiter und hatten ein Spiel Pause. Benjamin Weber verwandelte in der achten Minute einen Freistoß direkt zum 1:0 für die »Buntigen«. Endstand:

1. SV Bruchenbrücken 10:1 7

2. FSV Dorheim 6:3 4

3. SV Ossenheim 4:6 3

4. Blau-Gelb Friedberg 1:11 3

Halbfinals

SV Bruchenbrücken – VfB Friedberg 2:4 nach Elfmeterschießen (0:0): Beide Teams begegneten sich auf Augenhöhe – und weil die Abwehrreihen sicher standen, fielen in der regulären Spielzeit keine Tore. Im Elfmeterschießen trafen Krätschmer und Brück für den SVB, während für den VfB Krank, Maouche, Aniol und Daniel Fiedler verwandelten.

Türk Gücü Friedberg – FSV Dorheim 2:0 (1:0): FSV-Spielertrainer Benjamin Bindewald war mit der Vorstellung seiner Mannschaft zufrieden, auch wenn es gegen den Gruppenligisten nicht zu einem Erfolg reichte. Sezgin Karpuz köpfte in der 26. Minute eine Witte-Flanke zum 1:0 ein. Emre Yasaroglu erhöhte kurz vor Schluss nach einem Steilpass auf 2:0 (54.).

Spiel um Platz sieben

FCO Fauerbach – Blau-Gelb Friedberg 2:0 (1:0): Trainer Berthold Vetter in der Defensive, Torhüter Michael Kornmesser in der zweiten Halbzeit im Sturm – die mit einer leicht verstärkten zweiten Mannschaft angetretenen Fauerbacher experimentierten gewaltig. Kein Wunder, denn die Olympianer treten ab Dienstag im dritten Turnier binnen drei Wochen an (EKS/Auto Kuhl-Cup, Stadtpokal, Lindheim). Gegen die personell arg gebeutelten Blau-Gelben war der FCO freilich durchgängig feldüberlegen, ließ aber zwei hochkarätige Chancen durch Burgos zu – der alleine auf das Tor zugehend zweimal vergab (7./58.). Dennis Duric per Kopfball (19./Flanke Büchner) und Ronny Kilian mit einer Direktabnahme (34./Pass Günter) sorgten für den Sieg der von Matthias Tietz gecoachten Truppe.

Spiel um Platz fünf

SV Ossenheim – SV Ockstadt 2:1 (1:0): Zwei kurisose Tore ermöglichten den Erfolg des B-Ligisten gegen einen nicht ganz frischen Kreisoberligisten, der seine Möglichkeiten nicht konsequent genug nutzte. Sebastian Böck überraschte Germanen-Torhüter Dominik Dönges mit einem Abschlag, der im Tor zum 1:0 einschlug (28.

). Und Viktor Folz traf in der zweiten Halbzeit aus fast unmöglichen Winkel zum 2:1 (47.). Blasius Stachowiak hatte nach feiner Heilig-Vorarbeit über rechts aus sieben Metern das zwischenzeitliche 1:1 besorgt (32.).

Spiel um Platz drei

SV Bruchenbrücken – FSV Dorheim 5:0 (2:0): Ohne die etatmäßige Innenverteidigung (Bindewald, Steding) sowie Spielmacher Dustin Rehnelt war der FSV klar unterlegen und musste eine auch in der Höhe verdiente Niederlage gegen eine junge und laufstarke Bruchenbrückener Mannschaft einstecken. Die Tore: 1:0 (12.) Tim Farnung (aus sieben Metern nach Meyer-Gasseball), 2:0 (15.) Sebastian Schlichting (aus sieben Metern nach Dennard-Flanke), 3:0 (38.) Benjamin Krätschmer (Abstauber aus spitzem Winkel), 4:0 (42.) Till Macker, 5:0 (53.) Macker (abgefälschter Weitschuss).

Finale

Türk Gücü Friedberg – VfB Friedberg 1:0 (0:0): Die entscheidenden 60 Sekunden waren jene, als Krämling auf der einen Seite aus fünf Metern nach einer feinen Aniol-Vorlage an Koc scheiterte und praktisch im Gegenzug das Siegtor für den Seriensieger fiel. Der in der zweiten Halbzeit im Sturm eingesetzte Billiy spielte quer auf Marc Witte, der keine Mühe hatte – 1:0 und, trotz eines VfB-Sturmlaufs mit Dennis Fiedler im gegnerischen Strafraum, die Entscheidung. »Uns hat die Durchschlagskraft nach vorne gefehlt. Hinten sah das ganz gut aus. Insgesamt haben wir eine zu dünne Personaldecke«, bilanzierte Türk-Gücü-Trainer Savas Yasaroglu, der seinen Cousins Otto und Salih Yasaroglu am Finaltag eine Pause gönnte. »Schade, dass wir nicht den zweiten Stadtpokalsieg hintereinander ohne Gegentor geschafft haben«, bedauerte Yasaroglu den 30-Meter-Treffer seines Ex-Spielers Atkinson, der für den FCO Fauerbach im Gruppenspiel gegen die Türken getroffen hatte. Der VfB gestaltete die Partie über die vollen 60 Minuten offen und hätte zumindest eine Verlängerung verdient gehabt.

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