1. Wetterauer Zeitung
  2. Sport
  3. Lokalsport

Türk Gücü gewinnt das Derby gegen Bad Vilbel

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Auf dem durch viele Löcher schwer gezeichneten Ossenheimer Sportgelände Fußball zu spielen, macht schon bei schönem Wetter nur wenig Spaß. Sonntagnachmittag jedoch, anlässlich des Verbandsliga-Derbys zwischen dem gastgebenden Aufsteiger Türk Gücü Friedberg und der vorab favorisierten Elf des Rangdritten FV Bad Vilbel, präsentierte sich das Areal angesichts starker Regenfälle in eigentlich unbespielbarem Zustand.

Referee Fabian Bierau (Biedenkopf) sah es anders und gab grünes Licht. Die Friedberger siegten glatt mit 2:0 (1:0) und festigten mit den Zählern 21 bis 23 ihre Position im sicheren Mittelfeld.

Den Spielern beider Teams war von vorneherein klar: Technik, Tricks und tolle Einfälle würden wohl kaum umsetzbar sein – kämpferische Elemente waren gefordert. Weil die Mannschaft von Türk-Gücü-Coach Savas Yasaroglu eben diese Tugenden effektiver zu demonstrieren verstand als Bad Vilbels Spielertrainer Amir Mustafic und seine Mitstreiter, brauchte das Resultat nach 90 Minuten, in denen der Ball serienweise von unzähligen Schlammpfützen ausgebremst wurde, auch nicht zu überraschen.

Beide Trainer waren sich hinterher zumindest darin einig, dass unter solchen Bedingungen Verbandsliga-Fußball eine Zumutung sei. »Eine glatte Verletzung der Fußballer-Rechte«, formulierte es Savas Yasaroglu, der im Übrigen seinen Leuten hohen Einsatzwillen attestierte und von einem verdienten Sieg sprach, in diesem Zusammenhang wohl ein wenig überspitzt. Amir Mustafic war hingegen die Enttäuschung anzusehen: »Hier war Fußballspielen, so wie ich es verstehe, ganz einfach nicht möglich.

Türk Gücü Friedberg wusste mit diesen miesen Verhältnissen zweifellos besser umzugehen«.

Zum Spielfilm: Bad Vilbels erstes Ausrufezeichen, Sefa Celiks Schrägschuss (4. – Kamber Koc klärte), beantwortete TG-Mittelfeldspieler Mark Witte mit einem Versuch aus kurzer Distanz, scheiterte jedoch an FV-Torwart Robert Cue (10.). Allerdings musste der Gäste-Keeper zehn Minuten später das Leder zum ersten Mal aus dem Netz holen: Nach Jonatan Tesfaldets Ecke stand Alit Usic am langen Pfosten goldrichtig und markierte per Kopfball die Friedberger Führung. Da der Zufall Regie führte, waren bis zur Pause weitere Highlights spärlich gesät: Usics Kopfball (Flanke William Anane) führte in der 35. Minute für Türk Gücü ebenso wenig zum gewünschten Erfolg, wie beim unmittelbaren Gegenangriff Alexander Bauschers Aktion nach Vorarbeit von Steven Cue (Flanke) und Dominik Budic (Kopfball ins Zentrum), denn der sichere TG-Torwart Kamber Koc bewies erneut seine Klasse.

Halbzeit zwei bot weiterhin Kampf um jeden Zentimeter Boden, wobei durchdachte Aktionen weitgehend auf der Strecke blieben, ja bleiben mussten. Steven Cues abgefälschter 18-Meter-Schuss, der am Querbalken landete (49.), hätte der Partie aus Bad Vilbeler Sicht womöglich noch eine Wende geben können, doch damit war’s ab der 57. Minute vorbei: Der beste Spieler auf dem Platz, Friedbergs »Sechser« Jonatan Tesfaldet, bediente nämlich William Anane mit einem perfekt getimten Steilpass, und der TG-Routinier bedankte sich mit dem Treffer zum 2:0. Gegen nur noch zehn Bad Vilbeler Akteure (Duro Sedlak musste als dritter eingewechselter Spieler verletzungsbedingt das Feld wieder räumen) hatten die Kreisstädter in den letzten 20 Minuten relativ leichtes Spiel. Sie behielten nach Rot-Weiß Frankfurt und TS Ober-Roden auch gegen den dritten Klub der Spitzengruppe die Oberhand, obwohl Coach Yasaroglu mit den etatmäßigen Außenverteidigern Oguz Akkas und Markus Pioch sowie Mittelfeldspieler Firat Can (alle angeschlagen) drei der ganz wichtigen Stammkräfte vorab aus einen Planungen streichen musste.

Türk Gücü Friedberg: Kamber Koc – Mamoum, Clark, Ngolumuo, Menderes Yasaroglu – Saletnik, Tesfaldet – Usic (92. Kuitche), Witte, Anane (86. Yaya) – Fatih Uslu (83. Berschick).

FV Bad Vilbel: Robert Cue – Geh, Sebastian Weigand, Steven Cue, Johnson – Nuh Uslu – Knauer (69. Sedlak), Mustafic, Celik (28. Albert), Budic (46. Pita) – Bauscher.

Steno: Tore: 1:0 (20.) Usic, 2:0 (57.) Anane. – Schiedsrichter: Fabian Bierau (Biedenkopf). – Zuschauer: 130. Uwe Born

Auch interessant

Kommentare