Türk Gücü Friedberg und Daisuke Fukuhara (r.) empfangen am Mittwoch in Ober-Rosbach den 1. FC Erlensee. FOTO: JAUX
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Türk Gücü Friedberg und Daisuke Fukuhara (r.) empfangen am Mittwoch in Ober-Rosbach den 1. FC Erlensee. FOTO: JAUX

Fußball

Türk Gücü Friedberg will sich nicht blenden lassen

Zwei Heimpartien hat die englische Woche in der Hessenliga für die Wetterauer Vertreter zu bieten. Während der Saisonstart in Friedberg exzellent war, ist beim FV Bad Vilbel noch Sand im Getriebe.

In der Fußball-Hessenliga kommen die 20 Vereine im Anfangsstadium der neuen Spielzeit kaum dazu, ein reguläres Trainingsprogramm abzuspulen. Eine englische Woche jagt die andere, und so sind die beiden Vertreter des Kreises Friedberg in Hessens Beletage schon wieder am Mittwochabend im Einsatz. Für Türk Gücü Friedberg, mit neun Punkten optimal in die Runde gestartet, steht nach dem souveränen 4:0-Erfolg vom Sonntag beim SV Neuhof nun das Heimspiel gegen Aufsteiger 1. FC Erlensee an (19 Uhr in Ober-Rosbach). Die Fußballfreunde in der Wetterau haben aber auch die Option, sich für das um 19.30 Uhr beginnende Heimspiel des FV Bad Vilbel gegen den Hünfelder SV zu entscheiden.

Drei Spiele, drei Siege und neun Punkte sind ein optimaler Ertrag, den die Mannschaft von TG-Trainer Carsten Weber bislang eingefahren hat. Die Art und Weise, wie die Friedberger derzeit erfolgreich spielen, spricht für ihre Klasse und lässt keinen Anlass zu Kritik aufkommen. Der Blick auf die Tabelle mit dem Vormarsch auf Rang zwei hinter dem mit vier Siegen und zwölf Punkten souverän an der Spitze stehenden SC Hessen Dreieich, dürfte den Anhängern und Verantwortlichen des Vereins ein Freudestrahlen ins Gesicht zaubern. Noch nie in seiner 32-jährigen Vereinsgeschichte stand Türk Gücü tabellarisch und ligatechnisch besser da als jetzt und hat ja noch das am ersten Spieltag ausgefallene Spiel beim Hanauer FC in der Hinterhand.

Der Saisonauftakt macht Lust auf mehr, und nun kreuzt also mit dem 1. FC Erlensee der Aufsteiger aus der Verbandsliga Süd am Ober-Rosbacher Eisenkrain auf, der offensichtlich in dieser Spielklasse bis dato völlig überfordert ist. Drei Niederlagen musste dass junge Team von Trainer Tobias Heilmann bislang hinnehmen. Soweit normal für einen Neuling. Aber die beiden hohen Niederlagen am heimischen Fliegerhorst gegen Rot-Weiß Walldorf (1:7) und am Samstagabend gegen Mitaufsteiger SV Zeilsheim (0:6) offenbarten jeweils einen Klassenunterschied zu den keineswegs übermächtigen Gegnern. Türk-Gücü-Pressesprecher Selim Karanfil will sich von den Ergebnissen des Tabellenletzten wie Trainer Carsten Weber aber keineswegs blenden lassen. Karanfil findet: "In der Hessenliga ist jeder Gegner ernstzunehmen. Wir sind nach den zwei hohen Schlappen von Erlensee sicherlich der haushohe Favorit, aber wir müssen uns gut vorbereiten. Eins ist klar: Es wird kein Selbstläufer." In Neuhof überragend agierte mal wieder der schnelle Flügelstürmer Noah Michel. Nicht nur wegen seiner drei Tore, sondern weil sich der Angreifer auch sehr mannschaftsdienlich verhielt. "Noah ist ein Klassemann und sehr engagiert. Es macht Spaß, ihm zuzuschauen", lobt Karanfil. Dass die Konkurrenz Türk Gücü nicht nur wegen dieses Unterschiedsspielers, sondern generell bei der vorhandenen Klasse im Kader zu einem der ernsthaften Aufstiegskandidaten deklariert, möchte der Pressesprecher nicht mal im Ansatz zustimmen: "Wir sehen uns nicht als Titelkandidat. Bei 38 Spieltagen kann viel passieren, aber wir halten an unserem Ziel einstelliger Tabellenplatz fest."

Türk Gücü Friedberg: Koob (Hinterkopf) - Scheffler, Biber, Auer, Eren, Usic, Printemps, Fukuhara, Weigand, Michel, Schorr (Janis Häuser, Kilic, Dudda, Arslan, Jan-Philipp Häuser, Hagley).

Beim FV Bad Vilbel stimmt zwar grundsätzlich die Spielidee, aber bislang hakt es bei den Brunnenstädtern in der Offensive. Immerhin wurde in jeder der vier Begegnungen ein Tor erzielt, aber eben immer nur eins. Das war dann unter dem Strich zu wenig, um mehr als die bislang erzielten vier Punkte einzufahren. Trainer Amir Mustafic sehnt sich nach einer besseren Chancenverwertung seines fast vollständig neu zusammengestellten Teams, denn wie schon im Gastspiel bei Hanau 93 (1:4) wäre bei einer besseren Ausführung der Torschüsse am Sonntag in der Heimpartie gegen Rot-Weiß Walldorf mehr als die 1:2-Niederlage herausgekommen.

Gegen Aufsteiger Hünfeld soll am Mittwoch das Warten auf den ersten Heimsieg endlich ein Ende haben. Die Osthessen kommen sieglos an das Niddasportfeld und haben bislang lediglich zwei Unentschieden geholt. Abwehrschwächen und fehlende Cleverness sollen möglichst schon gegen den HSV abgestellt werden, denn die Partie gegen die Haunestädter dürfte als richtungsweisend gelten. Gelingt der ersehnte Dreier, würden die Grün-Weißen einem direkten Konkurrenten um fünf Punkte davonziehen.

FV Bad Vilbel: Orband (Steinbrecher) - Tiago, Tochihara, Saso, Gashi, Dogan, Bouembe, Toskovic, Emmel, Biehrer, Safaridis (Hamzic, Knauer, Boukayouh, Pandza, Lahchaychi, Tekie).

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