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Doppeltorschütze für Türk Gücü Friedberg: Vuk Toskovic (links) freut sich mit Ertugrul Erdogan.

Hessenliga

Türk Gücü Friedberg: Toskovic-Doppeltorschütze beim Hessenliga-Remis gegen Bayern Alzenau

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Türk Gücü Friedberg hat in der Fußball-Hessenliga gegen den FC Bayern Alzenau ein Remis erkämpft. Vuk Toskovic hatte in der ersten Hälfte für eine Zwei-Tore-Führung gesorgt.

Samstagnachmittag auf dem Sportplatz Eisenkrain in Ober-Rosbach: Im Hessenliga-Duell zwischen dem um den Klassenerhalt kämpfenden Aufsteiger Türk Gücü Friedberg und dem ambitionierten Rangzweiten Bayern Alzenau lief bereits die zweite Minute der Nachspielzeit, als Friedbergs Mittelfeldspieler Ertugrul Erdogan mit einem 40-Meter-Diagonalpass Vuk Toskovic auf die Reise schickte, Toskovic von rechts flankte, und der in der 69. Minute für Michael Kohnke eingewechselte Massé Bell Bell aus kurzer Distanz den Ball freistehend neben den Alzenauer Kasten setzte. Ins Schwarze zu treffen, wäre die einfachere Übung gewesen.

Klar, dass sich inklusive der Trainer Mustafa Fil und Gültekin Cagritekin alle Türk Gücü-Fans unter den etwa 200 Zuschauern die Haare rauften. Hätte Bell Bell in die Vollen getroffen, wäre es das Tor zum 3:2 und mit großer Wahrscheinlichkeit Saisonsieg Nummer sieben gewesen. So aber blieb es beim 2:2 (2:0)-Remis, was im Grunde genommen keinem der Übungsleiter so richtig gefallen wollte.

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"Die Mannschaft hat Charakter gezeigt und nach einer schwachen, durch individuelle Fehler gekennzeichneten ersten Hälfte ins Spiel zurückgefunden. Allerdings ist unsere Rechnung, mit drei Punkten Platz zwei zu stabilisieren, nicht aufgegangen", meinte Alzenaus Coach Angelo Barletta. Auf Friedberger Seite ärgerte sich Mustafa Fil nicht nur über Bell Bells versiebte "Hundertprozentige" kurz vor dem Abpfiff, sondern auch über die Tatsache, nach der 2:0-Führung bis zur Pause nicht nachgelegt zu haben: "Ein Unentschieden gegen Alzenau in allen Ehren, aber wir hätten dieses Spiel gewinnen müssen."

Vuk Toskovic erzielt Zwei-Tore-Führung

Leichten Gäste-Vorteilen und daraus resultierenden Gelegenheiten für Wilke (3. – Kopfball), Ljubicic (18. – Freistoß-Aufsetzer, den TG-Keeper Riste Shpirov um den Pfosten drehte) sowie Bari (20. – Shpirov klärte) begegneten die Platzherren, bei denen Neuzugang Julian Dudda im Defensiv-Zentrum einen gelungenen Einstand feierte, von Beginn an mit hoher Laufbereitschaft und frühem Stören. Die Folge: Alzenau wurde zunehmend nervös und leistete sich hinten grobe Schnitzer, die Vuk Toskovic mit zwei Treffern prompt bestrafte.

Und zwar zunächst, in der 28. Minute, nach Milosevics Foul gegen Michael Kohnke durch einen sicher verwandelten Elfmeter, und in der 40. Minute nach Wilkes Stockfehler vor dem eigenen Strafraum per Flachschuss ins linke Eck. Drei Minuten später bahnte sich Toskovics dritter Streich an, doch Bayern-Keeper Ioannis Takidis, der nicht seinen besten Tag erwischt hatte, und Julian Simon blockten den Schuss des schnellen TG-Stürmers in höchster Not.

Bell Bell verpasst Siegtreffer in der Nachspielzeit

Halbzeit zwei begann mit einer weiteren Toskovic-Chance. Nach Abdussamed Gürsoys Ecke klärte Rico Kaiser dessen Kopfball auf der Linie. Gespielt waren 48 Minuten – danach übernahm Alzenau das Kommando. Insbesondere der eingewechselte Konate-Lüken sorgte auf der rechten Seite für offensive Ausrufezeichen: Nach schnellem Antritt traf er per Schrägschuss, der den Innenpfosten touchierte und von Shpirov erst hinter der Linie abgefangen werden konnte, in der 58. Minute zum Anschlusstreffer ins Schwarze. Und nachdem Gäste-Torjäger Hedon Selishta eine Kaiser-Flanke mittels Direktabnahme mit seinem 22. Saisontreffer zum 2:2 vollendet hatte, war ab der 68. Minute alles wieder offen.

Weil Alzenaus Selishta nach 85 Minuten und Friedbergs Bell Bell in der Overtime vor dem gegnerischen Kasten Abschluss-Schwächen offenbarten, konnte allerdings kein Gewinner ermittelt werden.

Im Stenogramm / Türk Gücü Friedberg - FC Bayern Alzenau

Türk Gücü Friedberg: Shpirov – Effiong, Bartel, Dudda, Usic – Tesfaldet (46. Mitrovic/74. Aslan), Erdogan, Coric, Gürsoy – Kohnke (69. Bell Bell), Toskovic.

Bayern Alzenau: Takidis – Simon (46. Konate-Lüken), Auer, Wilke, Milosevic – Kaiser (92. Kolata), Wörner (35. Sentürk), Ljubicic – Calabrese, Selishta, Bari.

Im Stenogramm / Tore: 1:0 (28./Foulelfmeter) Toskovic, 2:0 (40.) Toskovic, 2:1 (58.) Konate-Lüken, 2:2 (68.) Selishta. – Schiedsrichter: Daniel Velten (Schöffengrund). – Zuschauer: 200.

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