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Tolga Sahin von Türk Gücü Friedberg kann erneut zwei Strastöße parieren.

Fussball-Hessenliga

Türk Gücü Friedberg: Tolga Sahin pariert erneut zwei Elfmeter

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Das gibt’s doch gar nicht! Tolga Sahin, Torwart von Fußball-Hessenligist Türk Gücü, pariert im Spiel gegen den VfB Ginsheim erneut zwei Strafstöße.

Samstagnachmittag, Sportplatz Eisenkrain in Ober-Rosbach: Beim Vorhaben, vor eigenem Publikum nach vier vergeblichen Versuchen endlich mal wieder einen Sieg feiern zu können, waren die Fußballer des Hessenligisten Türk Gücü Friedberg angesichts des 1:1 (1:1)-Remis gegen den Tabellenvierten VfB Ginsheim zwar erneut gescheitert, doch ein Spieler der Kreisstädter durfte sich nach dem Abpfiff von Referee Simon Heß (Heppenheim) mit vollem Recht als Sieger fühlen: Tolga Sahin, dem Keeper der Friedberger, gelang das seltene Kunststück, nach zwei gehaltenen Strafstößen vor Wochenfrist in Stadtallendorf zum zweiten Mal in Folge zwei Elfmeter zu entschärfen. Glückwünsche und wohlwollendes Schulterklopfen dafür gab’s nicht nur von den eigenen Teamkollegen, sondern auch von den Ginsheimer Cracks, obwohl ihnen Sahins tolle Taten gewiss nicht in den Kram gepasst hatten.

Faire Gesten der Gäste aus der Groß-Gerauer Kante, deren Trainer Artur Lemm verständlicherweise ein wenig zerknirscht wirkte. "Zwei Elfmeter verschossen, den dritten Mitte der zweiten Hälfte nicht bekommen - wir hätten hier eigentlich gewinnen müssen." Klar, dass Friedbergs Coach Carsten Weber diese Sicht der Dinge so nicht stehenlassen wollte: "Ich denke, die Punkteteilung geht in Ordnung. Auch wir hatten Möglichkeiten, die Partie zu unseren Gunsten zu entscheiden." Positiv sei gewesen, dass die Mannschaft als Kollektiv zunehmend besser funktioniere: "Uns standen mit Sebastian Weigand, Erdinc Solak, Abdussamed Gürsoy und Alit Usic wichtige Stammspieler aus unterschiedlichen Gründen nicht zur Verfügung. Eray Eren, der beginnen sollte, verletzte sich beim Aufwärmen. Das darf man bei der Bewertung dieser Partie nicht vergessen."

Ginsheim begann so, wie man das von einem Team aus der Hessenliga-Spitzengruppe auch erwarten darf - dynamisch, ballsicher und kombinationsstark. Und ehe sich die Friedberger so richtig sortiert hatten, lagen sie auch schon hinten. Ein 17-Meter-Freistoß, abgefeuert von VfB-Mittelfeldspieler Uwe Hesse, schlug in der vierten Minute hinter Sahin zum 0:1 ein. Sechs Minuten später, nach Julian Duddas Foul gegen Daniel Thur, gab’s den ersten Elfmeter für Ginsheim. Can Cemil Özer führte aus, Sahin parierte - Aufatmen im Türk Gücü-Lager. Es folgten die ersten Ausrufezeichen der Platzherren: Dorian Miric aus halbrechter Position (14.), Keanu Hagley mit viel Dampf in Richtung VfB-Kasten (24./Stägemann klärte in höchster Not) - Aktionen, die sich sehen lassen konnten. Noch besser klappte es in der 34. Minute, als Hagley flankte, die Ginsheimer Defensive Tiefschlaf hielt, und Shelby Printemps aus kurzer Distanz den 1:1-Ausgleich besorgte. Dann war wieder GInsheim am Drücker, und kurz vor der Pause (43.) deutete Schiedsrichter Heß zum zweiten Mal auf den Punkt. Duplizität der Ereignisse: Erneut war Dudda der Übeltäter nach einer Attacke gegen Thur, und erneut erwies sich Tolga Sahin, der das Leder aus dem rechten Eck fischte, beim Duell gegen den diesmal ausführenden Nils Fischer als Meister seines Fachs.

Halbzeit zwei bot weiterhin Fußball mit hohem Tempo und viel Betrieb vor beiden Toren. Treffer blieben allerdings aus, zumal in fast allen Fällen die berühmten zwei bis drei Zentimeter fehlten. Auf Friedberger Seite blieben Versuche von Massé Bell Bell (63.), Printemps (69.) und Dudda (86./Kopfball) ohne zählbaren Ertrag, während es Ginsheim mit knallharten Distanzschüssen von Simon Geisler (73.), Hesse (78.) und Jonas Kummer (80.) ebenso erfolglos probierte. Glück für die Gastgeber allerdings in der 62. Minute: Sahin hatte Thur touchiert - diesmal blieb die Pfeife des Referees stumm. Es wäre der dritte Elfer für Ginsheim gewesen. "Den muss er geben", meinte Artur Lemm. "Kann sein", entgegnete Weber, "aber Sahin hätte ihn gehalten."

Türk Gücü Friedberg: Sahin - Marra, Dudda, Dinler, Ouattara - Tesfaldet, Hagley - Bell Bell, Tahirovic (85. Savic), Printemps - Miric (66. Toskovic).

VfB Ginsheim: Stägemann - Wagner, Shojo, Thomasberger, Dawit - Schmitt (54. Ishii), Hesse - Fischer (66. Teklab), Geisler (77. Kummer), Thur - Özer.

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Simon Heß (Heppenheim). - Zuschauer: 90. - Tore: 0:1 (4.) Hesse, 1:1 (34.) Printemps.

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