Fußball-Hessenliga

Türk Gücü Friedberg offensiv zu schwach

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Türk Gücü Friedberg wartet in der Fußball-Hessenliga weiter auf den ersten Sieg. Beim VfB Ginsheim lag der Aufsteiger nach einer Viertelstunde bereits mit zwei Treffern im Rückstand.

Wenn nicht alles täuscht, dann hat für den Hessenliga-Aufsteiger Türk Gücü Friedberg der Kampf um den Klassenerhalt bereits begonnen. Nach nur einem Zähler aus den Heimspielen gegen Bad Vilbel und Neu-Isenburg wären drei oder zumindest ein Punkt im ersten Auswärts-Auftritt beim VfB Ginsheim für die Elf der Trainer Mustafa Fil und Gültekin Cagritekin zwar eine feine Sache gewesen, doch in der Groß-Gerauer Kante boten die Wetterauer Gäste offensiv zu wenig. Am Ende landeten die Ginsheimer einen 2:1 (2:1)-Erfolg, wobei beide Treffer der Gastgeber, die relativ früh fielen, binnen 80 Sekunden notiert werden durften.

"Da war sicher mehr drin", meinte Friedbergs Sportlicher Leiter Gökhan Satir, während Coach Fil "fehlenden Zugriff aufs Spiel" als Ursache für die zweite Saisonniederlage anführte. Derweil sprach Ginsheims Spielausschussvorsitzender Marcus Spahn von einem Arbeitssieg, "der bis zum Schluss zwar am seidenen Faden hing, aber letztlich in Ordnung ging."

Auf Friedberger Seite gab’s gegenüber der Neu-Isenburger Partie zwei Änderungen: Luca Grölz rückte wieder in die Abwehrkette, während Massé Bell Bell anstelle von Vuk Toskovic (privat verhindert) im Angriff begann. Nach beiderseitigem Abtasten, das nichts Zwingendes brachte, zündeten die Platzherren in der 14. und 15. Minute doppelt den Turbo und lagen mit zwei Toren vorne. Zunächst verwandelte Nils Fischer eine Petri-Flanke per Volleyabnahme, und mit dem nächsten VfB-Angriff erhöhte Masaki Murata nach Geislers Auflage auf 2:0. Zweifellos ein Schock für die Friedberger, die den Rückstand jedoch noch vor der Pause zu halbieren verstanden: Siegerts Foul gegen Abdussamed Gürsoy ahndete der Referee mit Strafstoß, den TG-Torjäger Younes Bahssou sicher zum 2:1 verwandelte (31.).

Erstes Highlight der zweiten Hälfte war die dritte Ginsheimer Großchance, die Liam Fisch in der 53. Minute freistehend versiebte. Dann war Türk Gücü an der Reihe. Leider ohne das Glück des Tüchtigen, denn Abwehrchef Sebastian Bartel verfehlte Langensteins Kasten in zwei Situationen nur um Haaresbreite (61./69.). Das war’s aber auch schon in Sachen offensiver TG-Schlagkraft, zumal in der Schlussphase Ginsheim angesichts klarer Gelegenheiten für Murata (84.) und Fischer (86.) dem dritten Treffer näher war als Friedberg dem Ausgleich.

VfB Ginsheim: Langenstein – Thomasberger, Karatas, Dawit – Petri, Manneck, Murata, Siegert – Fischer (93. Platten), Geisler (85. Ogura), Fisch (81. Lee).

Türk Gücü Friedberg: Grbovic – Bartel, Grölz, Tesfaldet – Zarges (77. Özyürek), Erdogan, Usic (68. Bayraktar), Takahashi – Gürsoy, Bell Bell (68. Penava), Bahssou.

Im Stenogramm: Tore: 1:0 (14.) Fischer, 2:0 (15.) Murata, 2.1 (31.) Foulelfmeter Bahssou. – Schiedsrichter: Christian Stübing (Breitenborn). – Zuschauer: 250.

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