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Bei Türk Gücü Friedberg ist der Einsatz von Spielmacher Erdinc Solak fraglich. (uc)

Fußball-Hessenliga

Türk Gücü Friedberg muss zum Tabellenführer

In der Fußball-Hessenliga muss Türk Gücü Friedberg am Samstag zum Tabellenführer Fulda-Lehnerz. Der FV Bad Vilbel ist nur wenige Kilometer entfernt im Einsatz.

Auch der achte Spieltag der Fußball-Hessenliga kommt an diesem Wochenende programmtechnisch zweigeteilt daher. War man bisher dazu geneigt, traditionell den Samstag als Regelspieltag in dieser Spielklasse zu deklarieren, so weichen mittlerweile immer mehr Klubs auf den Sonntag aus. So finden diesmal neben den fünf für Samstag angesetzten Partien auch noch vier Begegnungen erst an jenem Wochentag statt, der eigentlich den unteren Spielklassen vorbehalten ist. Der Knaller steigt am Sonntag um 15.45 Uhr am Mainspitz-Dreieck, wo der stets spektakulär agierende VfB Ginsheim - das Torverhältnis von 25:18 und das jüngste 6:5 in Neuhof sprechen Bände - den noch nicht ganz in Schwung gekommenen Traditionsverein KSV Hessen Kassel empfängt.

Bereits am Samstagvormittag machen sich die beiden Wetterauer Vereine Türk Gücü Friedberg und FV Bad Vilbel auf den Weg Richtung Osthessen. Während die Friedberger beim noch ungeschlagenen Tabellenführer SG Barockstadt Fulda-Lehnerz aufkreuzen, sind die Vilbeler nur 24 Kilometer nördlich im Burghauner Ortsteil am Mühlengrund erstmals in ihrer Vereinsgeschichte beim Aufsteiger SV Steinbach zu Gast.

SG Barockstadt Fulda-Lehnerz - Türk Gücü Friedberg (Samstag, 15 Uhr in Lehnerz):Mit der beachtlichen Bilanz von elf Punkten aus den letzten fünf Spielen sowie einem durch die letzten Transferaktivitäten komplettierten Kader fahren die Kreisstädter mit breiter Brust zum spielstarken Tabellenführer. Geht es nach TGF-Trainer Carsten Weber steht im engen und kleinen Stadion am Galgenberg trotz zuletzt zweier ohne Gegentor überstandener Spiele nicht nur defensive Stabilität auf der Agenda: "Klar fahren wir auch mit einem gewissen Respekt zum Spitzenreiter, aber wir wollen der Mannschaft das Gefühl vermitteln, dass es Wege gibt, auch diesen Gegner zu bespielen. Sich nur auf das Verteidigen beschränken, ist keine Option für uns, weil wir zu tiefstehend noch zu sehr in Lethargie verfallen."

Dass der zunächst umstrittene Zusammenschluss der einstigen Rivalen Borussia Fulda und TSV Lehnerz in der zweiten gemeinsamen Spielzeit auch erfolgsbedingt immer mehr Akzeptanz findet, beweist nicht nur das gemeinsame Siegerfoto der Mannschaft von Trainer Sedat Gören mit ihren mitgereisten Anhängern nach dem 3:1-Erfolg in Stadtallendorf. Es scheint sich etwas großes zu entwickeln mit dem Fernziel Aufstieg in die 4. Liga. Individuelle Klassespieler wie Torjäger Dominik Rummel (8 Tore), Kapitän Patrick Schaaf oder den gebürtigen Frankfurter Andre Fließ in seiner Eigenschaft als Spielmacher auszuschalten, dürfte sich für die TG-Cracks als schwieriges Unterfangen gestalten. "Wir erwarten natürlich mehr Fuldaer Ballbesitz, aber wollen Ballgewinne erzwingen, um Räume zu gewinnen. Dafür müssen wir sie beschäftigen und mutig im Umschaltspiel agieren", so Webers Devise. Denn eins stellt der TG-Chefcoach noch einmal klar: "Nur verwalten passt nicht zu unserer Mentalität." Fraglich ist der Einsatz von Spielmacher Erdinc Solak, den muskuläre Probleme plagen. Ansonsten kann Weber eben maximal nur 18 Spieler nominieren. "Wer es nicht in den Kader schafft, bekommt in der Kreisoberliga-Mannschaft sowie nächsten Mittwoch im Kreispokal zu Einsatzzeiten", erklärt Weber.

Türk Gücü Friedberg: Sahin (Cue), Marra, Tesfaldet, Solak (?), Hagley, Printemps, Dudda, Eren, Weigand, Ouattara, Toskovic, Biber, Gürsoy, Tahirovic, Usic, Bell Bell, Miric.

SV Steinbach - FV Bad Vilbel (Samstag, 15 Uhr in Burghaun-Steinbach):Nach drei Siegen in Folge mussten die Vilbeler gegen den starken FC Eddersheim bei der 1:4-Heimpleite einen herben Rückschlag hinnehmen. FV-Trainer Amir Mustafic war von der Art und Weise der Niederlage zwar nicht angetan, die Aufarbeitung fiel aber zu Beginn der Woche sachlich aus: "Wir haben die begangenen Fehler besprochen und müssen nun zusehen, dass wir sie möglichst nicht wiederholen." Gelegenheit zur Wiedergutmachung gibt’s am Samstag bei der Fahrstuhlmannschaft des SV Steinbach, die in den vergangenen Jahren konstant zwischen Hessenliga und Verbandsliga Nord pendelt. Soll es für die Schwarz-Weißen nicht erneut eine Etage tiefer gehen, muss Trainer Petr Paliatka dringend an der Chancenverwertung arbeiten. Zwar wurden immerhin schon fünf Punkte gesammelt doch nur vier geschossene Tore sowie keinen erzielten Treffer in den letzten vier Partien deuten auf eine chronische Sturmflaute hin. "Ich kenne die Mannschaft nicht so gut, aber offenbar tun sie sich beim Tore machen nicht einfach", mutmaßt Mustafic, dem es natürlich Recht wäre, wenn der SVS auch am Samstag nicht treffen würde. "Gegen den Ball waren wir gegen Eddersheim nicht gut. Das wollen wir in Steinbach besser machen und möglichst drei Punkte nach Hause bringen", rechnet Mustafic vor Außer den fraglichen Farid Affo und Adnan Alik hat der FV-Coach in Sachen Kadernominierung freie Auswahl.

FV Bad Vilbel: Sememy (Dolovac), Tochihara, Saso, Babic, Brauburger, Knauer, Bauscher, Maksumic, Alik (?), Grüter, Huwa, Dogan, Dananovic, Zampach, Railean, Emmel, Biehrer.

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