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Türk Gücü Friedberg: Mit Respekt und positiven Eindrücken

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Von: Michael Nickolaus

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(mn). Enis Dzihic hatte »überwiegend Positives« gesehen. Ja, seine Mannschaft ist auch im 14. Pflichtspiel unter ihm, dem Trainer von Türk Gück Friedberg, ungeschlagen geblieben. Ja, der 1. FC Erlensee war mit der Empfehlung eines 4:1-Erfolges gegen Rot-Weiß Hadamar in die Wetterau gekommen, und ja, was der Kreisstädt-Klub zur Fußball-Hessenliga-Premiere auf dem Burgfeld zeigt, konnte sich vor allem in den ersten Halbzeit sehen lassen.

Am Ende aber hatten die Hausherren zweimal nach einer Führung den prompten Ausgleich kassiert; letztlich trennen sich beide Mannschaft mit einem Remis. Am Sonntag (15 Uhr) führt der Spielplan die Dzihic-Elf zum SV Neuhof. »Ein anderer Gegner-Typ, körperlich robuster«, sagt der Coach - und warnt: »Die Mannschaft hatte in der Vorsaison nicht ohne Grund die Aufstiegsrunde erreicht.«

Auf Rang neun hatten die Osthessen die Spielzeit 2021/22 abgeschlossen. Die beste Platzierung nach den Postionen 17 und 15 in den ersten beiden Jahren nach dem Aufstieg. Die Runde 22/23 hat für den SVN minimalistisch begonnen. Der 0:1-Niederlage gegen den Hanauer SC war am Mittwoch ein torloses Remis beim SV Steinbach gefolgt. »Drei Punkte hätten uns das Spiel gegen Friedberg deutlich erleichtert«, meint Trainer Alexander Bär: »Wir sind unter Zugzwang und müssen zu Hause den Dreier holen, was gegen eine abgezockte und erfahrene Mannschaft aber nicht einfach wird«.

Bei Türk Gücü scheint Dzihic seine Stamm-Elf schon gefunden. Zum Hessenliga-Start hatte der Ex-Profi die gleiche Startformation aufgeboten wie fünf Tage zuvor beim Hessenpokal-Erfolg in Friedrichsdorf. »Die Jungs haben das auch gut gemacht. Erlensee kam nie in diese Druckphase, die sie im ersten Spiel hatten«, sagt Dzihic. Auch aber der Positionstausch im Mittelfeld gut funktioniert, in der Offensive wurden »Meter gemacht und Bälle gesichert«. Ärgerlich seien die Gegentore in ihrer Entstehen. Ein schlampiger Fehlpass war dem ersten Treffer vorausgegangen, das zweite Tor dürfe »so nicht passieren, da hatten wir genug Chancen, dass vorher zu klären«. Die Mannschaft habe sich nicht belohnt, bedauert der Türk Gücü-Coach

Verzichten muss er aktuell auf Neuzugang Kodai Hayashi. Zum Monatswechsel (in Friedrichsdorf war der flinke Japaner noch eingewechselt worden) seien Formalitäten neu zu klären. »Ich hoffe, dass er uns spätestens in der kommenden Woche zur Verfügung steht.«

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