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Türk Gücü Friedberg: (hinten .v. l.) Semun Biber, Noah Michel, Yilmaz Kilic, Julian Dudda, Jan-Philipp Häuser, Shelby Printemps, Peter Jost, Co-Trainer Patrick Schorr; (Mitte) Teambetreuer Sercan Kaplan, Physiotherapeutin Charlotte Meixner, Eray Eren, Kwonsu Lee, Demyan Imek, Leon Montalvo, Murad Mahmudov, Julian Scheffler, Iori Okamoto, Alti Usic, Torwarttrainer Robert Cue, Trainer Carsten Weber; (vorne) Nikolaos Savoulidis, Daisuke Fukuhara, Daniel Henrich, Maximilian Hinterkopf, Felix Koob, Kento Hyodo, Nils Knecht, Aret Demir.

Fussball-Hessenliga

Türk Gücü Friedberg: Mit Defensiv-Sorgen und Offensiv-Power in die neue Hessenliga-Saison

  • Michael Nickolaus
    VonMichael Nickolaus
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Der Kader von Türk Gücü Friedberg hat die Qualität für eine Top-Fünf-Platzierung in der Fußball-Hessenliga-Staffel. Allerdings muss Trainer Carsten Weber in der Defensive improvisieren.

Platz 13, Platz elf und zuletzt sogar Platz fünf: Türk Gücü Friedberg hat sich nach dem Aufstieg in die Fußball-Hessenliga tabellarisch kontinuierlich verbesert. Und wohin führt nun die Saison 2021/22? »Wir wollen unter die Top Fünf in unserer Gruppe und in der zweiten Saisonhälfte in der oberen Staffel mitspielen. Der Kader ist stärker als im Vorjahr, aber die gesamte Liga ist stärker geworden«, sagt Trainer Carsten Weber, der beim aktuell besten Klub im Fußballkreis Friedberg in seine dritte Saison geht. Die große Herausforderung: Wie gelingt es, die längerfristigen Ausfälle von gleich drei quasi gesetzten Spielern der Abwehrreihe zu kompensieren?

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Der Kader umfasst 25 Spieler. Und - mit Ausnahme von Torwart Felix Koob, der beiden TG-Urgesteine Alit Usic und Semun Biber aus der Wetterau sowie der drei Asiaten im Aufgebot - sind alle Spieler bereits in der Regionalliga eingesetzt worden, rund ein Dutzend der Akteure hat einst Erfahrungen in der U19-Bundesliga sammeln können. Ihre fußballerische Qualität hat die Mannschaft in den Testspielen bereits andeuten können.

Türk Gücü Friedberg dank elf Neuzugängen mit mehr Optionen und mehr Tiefe im Kader

Die aktuelle Situation: Türk Gücü ist auf dem Sportgelände des FC Ober-Rosbach weiterhin nur Gast. Die Perspektive, nach Friedberg zurückzukehren, fehlt nach wie vor. Man müsse sich eben auf die Gegebenheiten einlassen, sagt Weber. Kein Vereinsheim am Platz, Kabine und Videoanalysen in der benachbarten Sporthalle, nur ein überschaubar kleiner Kern an treuen Zuschauern. »Der Spirit im Kader ist da. Das zählt. Die Jungs passen zusammen«, glaubt der Coach, der neben sportlichen auch sturkturelle Veränderungen beim erfolgreichsten türkischen Fußballklub Hessens angestoßen hat.

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Kommen/Gehen: Elf Neue sind im Kader. Weber spricht von »Ergänzungen, Optionen und Tiefe«. Mit Ausnahme von Sebastian Weigand (zum Gruppenligisten SF Friedrichsdorf) konnte die potenzielle Start-Elf aus der Vorsaison gehalten werden. Timo Cecen, der verletzungsbedingt nur ein Spiel betritten hatte, ist aus beruflichen Gründen nach Stadtallendorf gewechselt.

Türk Gücü Friedberg: Offensive Power und defensive Ausfälle

Stärken/Schwächen: Der Kader ist im offensiven Bereich sehr gut besetzt. Mit Daniel Henrich, Aret Demir, Murad Mahmudov, Nils Knecht oder auch Peter Jost hat Friedberg an fußballerischer Intelligenz und spieltechnischer Qualität dazu gewonnen, ganz vorne zählt Noah Michel zu den stärksten Stürmern der Hessenliga. »Wenn wir Temprament und Intensität mitbringen, werden wir schwer zu bespielen sein«, sagt Weber, der in der Defensive allerdings drei Ausfälle zu kompensieren hat. Das müsse man über Geschlossenheit und Spielstruktur kompensieren. Defizite könnte der überwiegend junge Kader in punkto Physis haben.

Trainer/Umfeld: Carsten Weber hat auf Grund seiner Kompentenz in sportlichen Fragen das alleinige Sagen. Ex-Profi Patrick Schorr (ein Bundesliga-Spiel, 101 Drittliga-Einsätze) ist als spielender Assistenzcoach der verlängerte Arm auf dem Feld. Torwart-Trainer Robert Cue, die Physiotherapeuten Charlotte Meixner, Soti Balatsos und Aljoscha Nickel sowie Betreuer Sercan Kaplan ergänzen das unmittelbare Team hinter dem Team.

Türk Gücü Friedberg peilt Top-Fünf an, um in die Playoffs zu kommen

Prognose: Wie lange wird der türkische U-Nationalspieler Yilmaz Kilic fehlen? Werden sich die Kreisstädter in diesem Bereich noch einmal verstärken? Oder gelingt es, die Ausfälle aufzufangen? »Wir wollen schauen, dass rasch wir die Top Fünf erreichen. Da werden Feinheiten ebenso entscheiden wie die Frage, ob wir gesund durch den Herbst kommen«, sagt Weber. Mit Walldorf, Dreieich, Zeilsheim und Eddersheim hätten mehrere Mannschaften in Staffel B sicherlich die gleiche Zielsetzung.

Der Kader

Tor: Felix Koob, Maximilian Hinterkopf.

Verteidigung: Semun Biber, Julian Dudda, Yilmaz Kilic, Nils Knecht (Kickers Würzburg, U19), Leon Montalvo (FC Ober-Rosbach), Alit Usic, Jan Häuser, Julian Scheffler, Nikolaous Savoulidis (FSV Frankfurt U19), Alban Lekaj (SC Hessen Dreieich).

Mittelfeld: Daniel Henrich (FC Eddersheim), Eray Eren, Peter Jost, Iori Okamoto (Calvo Sotelo/Spanien), Patrick Schorr, Aret Demir (FC Bayern Alzenau).

Stürmer: Murad Mahmudov (RW Darmstadt), Kento Hyodo (Basara Mainz), Shelby Printemps, Daisuke Fukuhara, Demyan Imek (FSV Frankfurt), Noah Michel, Kwon-Su Lee.

Abgänge : Haluk Arslan (FSV Steinbach II), Keanu Haley Markus Auer (beide SV Zeilsheim), Sebastian Weigand (SF Friedrichsdorf), Ricardo Marra (FC Hochstadt), Janis Häuser (TSV Höchst), Timo Cecen (TSV Eintracht Stadtallendorf), In-Jae Jeon, Gal Dabool, Emrah Tahirovic, Ferdi Myumyunov (alle Ziel unbekannt).

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