Hessenliga

Türk Gücü Friedberg: Einmal nicht aufgepasst

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Türk Gücü Friedberg hat nach drei Monaten Pause nicht an die erfolgreichen November 2018 anknüpfen können. Die Kreisstädter unterliegen in der Fußball-Hessenliga bei Buchonia Flieden mit 0:1.

Können die Fußballer von Türk Gücü Friedberg nach über drei Monaten Winterpause dort anknüpfen, wo sie am 18. November vergangenen Jahres aufgehört hatten? Exakt diese Frage stand zur Ouvertüre der Restrückrunde im Raum, denn der heimische Hessenligist beabsichtigte, als aktueller Tabellenzwölfter (23 Punkte) nach drei November-Siegen über Baunatal, Neu-Isenburg und Ginsheim auch beim abstiegsgefährdeten SV Buchonia Flieden Zählbares zu holen. Eine Rechnung, die nicht aufging. Nach einer Partie, die vor rund 350 Zuschauern nur selten Hessenliga-Niveau bot, mussten die Wetterauer Gäste eine bittere 0:1 (0:0)-Niederlage akzeptieren und verbuchten somit einen vermeidbaren Fehlstart ins neue Jahr.

Türk Gücü: Shpirov mit Heber überlistet

Vermeidbar deshalb, weil nach Ansicht von Friedbergs Pressesprecher Sercan Kaplan ein torloses Remis dem Spielverlauf eher entsprochen hätte: "Beide Teams wussten in der Offensive kaum Akzente zu setzen. Wir haben hinten einmal nicht aufgepasst, und schon hat’s eingeschlagen." So geschehen in der 59. Minute: Einen langen Ball aus der eigenen Hälfte verwertete Fliedens Lukas Hagemann eiskalt, wobei er TG-Keeper Riste Shpirov per Heber zu überlisten verstand und damit den alles entscheidenden Treffer erzielte.

Dudda und Bahssou auf der Bank

Davor und danach mühten sich alle beteiligten Protagonisten redlich, aber fast immer vergeblich. Katastrophale Platzverhältnisse, viele Unterbrechungen: Kampf war allenthalben Trumpf, und es wollte partout kein wirklicher Spielfluss aufkommen. Auf Friedberger Seite durchaus überraschend: Neuzugang Julian Dudda und der erst in der 64. Minute für Michael Kohnke eingewechselte  Torjäger Younes Bahssou  saßen lediglich auf der Bank. "Dudda war krank, Bahssou nicht hundertprozentig fit", begründete Kaplan die Maßnahme der Türk Gücü-Trainer Mustafa Fil und Gültekin Cagritekin, die Startelf anders als eventuell gedacht auszustatten.

Wenige Torchancen

Chancen von Format blieben in Halbzeit eins Mangelware. Sebastian Bartels Kopfball nach Kohnkes Flanke in der siebten Minute und Michael Kohnkes Distanzschuss kurz vor dem Pausenpfiff waren alles, was die Kreisstädter diesbezüglich zu bieten hatten. Fliedener Aktionen mit Pfiff hatten ebenfalls Seltenheitswert. Jedenfalls dauerte es bis zur 56. Minute, ehe Gäste-Torwart Shpirov erstmals resolut eingreifen musste, als er einen Schaub-Schuss reaktionsschnell entschärfte. Für Friedberg vergab Abdussamed Gürsoy zwei Minuten später aus kurzer Distanz, und nach Hagemanns Volltreffer verpufften TG-Bemühungen, doch noch den Ausgleich zu erzwingen, in zwei Situationen wirkungslos: Kevin Bassey Effiongs Versuch verfehlte Hohmanns Kasten nach 67 Minuten ebenso um wenige Zentimeter wie Ertugrul Erdogans Kopfball in der Nachspielzeit.

Fazit des zähen Treibens: Auf Friedberger Seite gibt’s noch viel Luft nach oben. Dagegen nutzte die zum dritten Mal in Folge zu Hause siegreiche Fliedener Truppe unter der Regie von Trainer Zlatko Radic, der Mitte November Sascha Gies an verantwortlicher Stelle abgelöst hatte, die Gunst der Stunde und holte im Kampf um den Klassenerhalt mit den Punkten Nummer 17 bis 19 wichtige Zähler.

Im Stenogramm: Buchonia Flieden - Türk Gücü Friedberg

SV Buchonia Flieden: Lukas Hohmann – Gaul, Nico Hohmann (21. Hagemann), Leibold, Tobias Bartel – Röhrig (85. Müller), Drews, Götze (90. Kress), Bohl – Hack, Schaub.

Türk Gücü Friedberg: Shpirov – Biber (69. Erdogan), Sebastian Bartel, Effiong – Tesfaldet, Usic (36. Aslan), Mitrovic, Coric – Toskovic, Kohnke (64. Bahssou), Gürsoy.

Im Stenogramm/Tor: 1:0 (59.) Hagemann. – Schiedsrichterin: Katrin Rafalski (Besse). – Zuschauer: 350.

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