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Eray Eren (r.) fehlt Hessenligist Türk Gücü Friedberg im zweiten Heimspiel der Saison. Wer seine Position gegen Dietkirchen übernimmt, hat Trainer Carsten Weber noch nicht entschieden.

Fußball-Hessenliga

Türk Gücü Friedberg droht der Fehlstart

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Türk Gücü Friedberg steht am Samstag gegen Neuling TuS Dietkirchen unter Druck. Nach zwei Niederlagen in zwei Spielen droht ein Fehlstart. Eine zentrale Stütze fehlt.

Von jenen sieben Klubs, die in der Fußball-Hessenliga nach den ersten beiden Spieltagen noch keine Niederlage beklagen mussten, holten mit der SG Fulda/Lehnerz und dem VfB Ginsheim allerdings nur zwei Mannschaften optimale sechs Punkte. Weil beide Vereine am Samstag in Fulda direkt die Klingen kreuzen, wird sich diese Mini-Fraktion weiter verringern. Am anderen Ende der Fahnenstange, in der Abstiegszone, warten der Aufsteiger FSV Fernwald und Viktoria Griesheim nach jeweils zwei Niederlagen auf ihre ersten Punktgewinne. Allerdings bewegen sich deren Chancen, am Wochenende auf die Überholspur zu wechseln, angesichts der Auswärtshürden bei den noch ungeschlagenen Teams Eintracht Stadtallendorf und Rot-Weiß Walldorf realistisch betrachtet eher im unteren Prozentbereich..

Bezüglich des Wetterauer Hessenligisten Türk Gücü Friedberg, der ebenfalls zweimal leer ausging, sieht es auf den ersten Blick besser aus, denn die Kreisstädter genießen gegen den stark gestarteten Neuling TuS Dietkirchen am Samstagnachmittag Heimrecht. Derweil ist der zweite Hessenliga-Vertreter des Fußballkreises Friedberg, der FV Bad Vilbel, nicht im Einsatz. Dessen Heimspiel gegen den KSV Baunatal wurde verlegt. Neuer Termin: Dienstag, 24. September (Anpfiff: 20 Uhr).

Türk Gücü Friedberg - TuS Dietkirchen (Samstag, 15 Uhr in Ober-Rosbach):Lässt man ausschließlich die Teamleistungen Revue passieren, präsentierten sich die Türk Gücü-Cracks sowohl gegen den KSV Baunatal als auch im Gastspiel beim Top-Favoriten Hessen Kassel im Rahmen ihrer Möglichkeiten und enttäuschten durchaus nicht. Bloß: Zählbares stand angesichts der Resultate 0:1 und 2:4 unterm Strich nicht zu Buche, wobei insbesondere die knappe Heimniederlage gegen Baunatal aus der Sicht von TG-Coach Carsten Weber eine ärgerliche Sache war. "Hätten wir aus dieser Partie einen Punkt geholt, wäre alles im Lot", ist seine feste Überzeugung. Inzwischen gestaltet sich die Situation für ihn und seine Mannschaft anders, "zumal wir vor dem Heimspiel gegen Dietkirchen ein wenig unter Druck stehen." Im Klartext: Die Kreisstädter müssen dringend punkten, sonst wäre ein klassischer Fehlstart die bittere Realität.

Für mehr Durchschlagskraft in der Offensive könnte Neuzugang Semih Aydilek sorgen. Der Stürmer und Ex-Profi (24 Erstliga-Spiele in der Türkei) wurde am Freitag vorgestellt und soll zumindest im Kader stehen. 

Ob die Mannschaft von Dietkirchens Trainer Thorsten Wörsdörfer diesbezüglich der passende Sparrings-Partner ist, bleibt abzuwarten. Jedenfalls erwiesen sich die erstmals Hessenliga-Startrecht genießenden Fußballer aus dem Limburger Stadtteil bisher keineswegs als Kanonenfutter, siegten in Hadamar (1:0) und brachten vor Wochenfrist auch den Ex-Regionalligisten Eintracht Stadtallendorf beim 2:2 an den Rand einer Niederlage.

Carsten Weber nahm den Aufsteiger genau unter die Lupe. Sein Fahrplan, um endlich zu punkten, sieht vor, "mit Tempoverlagerung den Gast aus dem Rhythmus bringen, offensiv mehr Druck erzeugen und gleichzeitig die defensive Balance wahren." Dabei muss der Friedberger Übungsleiter nicht nur auf die Langzeitverletzten Ertugrul Erdogan und Ceyhun Dinler sondern auch auf den gesperrten Mittelfeldspieler Eray Eren (Gelb-Rote Karte in Kassel) verzichten. Wer Erens Position im Zentrum übernehmen wird, sei, so Weber, noch nicht entschieden. Kandidaten gibt’s einige. Vor allem Jonatan Tesfaldet, für den dann auf der Abwehr-Außenbahn adäquater Ersatz nominiert werden müsste, aber auch Filip Mitrovic und Emrah Tahirovic haben nach Webers Meinung das Zeug dazu, in die Bresche zu springen.

Türk Gücü Friedberg: Sahin (Kamber Koc), Tesfaldet, Dudda, Weigand, Biber, Solak, Toskovic, Gürsoy, Printemps, Bell Bell, Usic, Miric, Marra, Mitrovic, Tahirovic, Savic, Akkus Rodriguez.

(esa). Es hat tatsächlich gereicht. Die Tennis-Herren von Sportwelt Rosbach bleiben in der Hessenliga - Stand jetzt. Einerseits schaffte Hessenmeister Eintracht Frankfurt den Aufstieg in die Regionalliga Südwest, andererseits wird aus jener Liga kein hessisches Team absteigen - diese noch anfechtbare Entscheidung fiel allerdings am "grünen Tisch".

Nachdem die Mannschaft um Kapitän Jan Stetzer am letzten Spieltag der Medenrunde durch einen 7:2-Sieg beim THC Hanau den Sprung auf den vorletzten Tabellenplatz schaffte, blieb eine minimale Chance, doch nicht nach nur einem Jahr wieder in die Verbandsliga absteigen zu müssen. Die Rosbacher waren dabei sowohl vom Erfolg der Frankfurter Eintracht abhängig, als auch vom Klassenerhalt des TC Bad Homburg.

Teil eins wurde bereits am vergangenen Sonntag abgehakt. Die Eintrachtler gewannen das Relegationsspiel zur Regionalliga Südwest mit 7:2 beim TC BASF Ludwigshafen II.

In der Regionalliga kämpfte der TC Bad Homburg noch zwei Wochen nach dem regulären Saisonende um den Klassenerhalt. Als Drittletzter war die Wahrscheinlichkeit hoch, absteigen zu müssen, da aus der 2. Bundesliga wohl zwei Teams aus dem Südwest-Beritt den Gang in die Regionalliga antreten müssen.

Im letzten Rundenspiel gegen den SV Leingarten wurde trotz eines Standes von 3:3 nach den Einzeln auf die Doppel verzichtet und diese für Bad Homburg gewertet. Klassenleiter Erich Frank witterte einen "manipulativen Eingriff", da Bad Homburg mit den zwei Punkten aus der Gefahrenzone herausrutscht wäre und wertete die Partie im Nachgang aber mit 3:3. Dagegen legten die Bad Homburger Protest ein, dem nun stattgegeben wurde.

Laut Begründung habe der Oberschiedsrichter "keine Absprachen zwischen den Mannschaften" erkennen können. Dass innerhalb von 15 Minuten nach Abgabe der Meldung für die Doppel ein Bad Homburger und zwei Leingartener für verletzt erklärt wurden, sei zwar ungewöhnlich, "der Spielausschuss darf sich aber in seiner Entscheidung nicht auf Spekulationen und Vermutungen stützen sondern muss korrekt die Wettspielordnung anwenden", hieß es in der Urteilsbegründung.

Der TK Grün-Weiß Mannheim, der nun einen möglichen Abstiegsplatz einnimmt, hat aber bereits angekündigt, gegen die Entscheidung innerhalb der Frist von zwei Wochen Beschwerde einzulegen.

(lab). Der erste Spieltag ist absolviert, erste Richtungen sind aufgezeigt. Nun muss die ein oder andere Mannschaft ihr Können bereits unter härteren Bedingungen unter Beweis stellen. Der Fokus liegt am Sonntag in der Fußball-Kreisliga B Friedberg, Gruppe 2, auf dem Spitzenspiel zwischen dem FSV Kloppenheim und der Reserve des FC Karben (15 Uhr).

Kloppenheim hat einen souveränen 6:0-Erfolg vom vergangenen Sonntag in der Tasche, Karben holte seinen Auftaktdreier am Dienstagabend. Beide haben somit ihr Selbstbewusstsein bereits aufpoliert, weiß auch FSV-Coach Siegbert Freienstein: "Mit Karben haben wir am Sonntag den ersten Gradmesser der Saison, ich sehe beide Teams auf Augenhöhe." Überbewerten wolle man die starke Leistung gegen Blau-Gelb Friedberg vor einer Woche allerdings nicht, es sei viel mehr ein ordentliches Spiel gewesen, das noch nicht zum abheben animiere. Dem Aufstiegskandidaten fehlt am Sonntag weiterhin Miso Milicevic, auch Abwehrmann Jan-Torben Kehl und Stürmer Gianluca Campagna stehen nicht im Kader.

Neben dem Topspiel lohnt es sich, ein Auge auf den SSV Heilsberg zu werfen, der nach seinem Patzer zum Saisonauftakt gegen den SV Assenheim (15 Uhr) punkten will. Die von vielen Ausfällen gebeutelte Rumpftruppe der Vorwoche ist beim SSV nun allerdings Geschichte, viele Spieler sind zurück. Entsprechend einig ist man sich auch über die Angehensweise: "Wir spielen zu Hause immer auf Sieg, am besten zu Null", sagt Trainer Daniyel Göktas. Aus Assenheim hört man da etwas zurückhaltendere Worte, das 0:8 der Vorsaison gegen Heilsberg ist noch in den Hinterköpfen. Als Außenseiter im morgigen Duell will Coach Gennaro Grazioso dennoch nicht vollständig zurückstecken: "Wir werden versuchen, einen Punkt rauszuholen und sind nach dem 7:0-Sieg vor einer Woche selbstbewusst." Während man in bei den Gastgebern noch nicht ganz aus dem Vollen schöpfen kann, fehlen auch in Assenheim mit Christian Steib und Umberto Falco zwei Akteure - wem das mehr zusetzt, wird sich am Sonntag zeigen.

Mitunter eng könnte es zudem in zwei Tagen im Spiel des FC Olympia Fauerbach II gegen Nieder-Wöllstadt II werden, beide bisher ohne Dreier. Der SV Gronau II ist bei Blau-Gelb Friedberg Favorit. Eröffnet wird der Spieltag am heutigen Abend mit der Begegnung der SG Bruchenbrücken/Kaichen II gegen den den TSV Dorn-Asssenheim II (18.30 Uhr).

(lab). Den ersten Spieltag nicht überbewerten, die Saison ist noch lang - so das weit verbreitete Credo der Teams aus der Fußball-Kreisliga B Friedberg, Gruppe 1, eine Woche nach Rundenstart. Besonders in Ober-Mörlen kann man von diesem Statement aktuell Gebrauch machen. Nach dem vermasselten Start gegen den SV Steinfurth II (3:3) musste man beim Aufstiegskandidaten kurz schlucken - und dann weitermachen. "Wir haben ein festes Ziel vor Augen, machen uns aber noch keinen großen Druck", betont Sportvorstand Wolfgang König. Man habe noch 29 Spiele zu absolvieren und sei weiterhin guter Dinge. Am Sonntag geht es gegen den Türkischen SV Bad Nauheim II (15 Uhr), am Donnerstag ist man bei der TSG Wölfersheim (20.30 Uhr) zu Gast. Der TSV II ist schwer einzuschätzen. Die Tagesform wird entscheidend sein, wer auf dem Platz steht, kann sich bei Reserven bekanntlich schnell ändern. In Ober-Mörlen ist die Lage da etwas planbarer: Alle verfügbaren Spieler sind an Bord und man plant mit einem Sieg.

Favoritenschreck SV Steinfurth II hat derweil den SVP Fauerbach (15 Uhr) auf der Liste und die Favoritenrolle gleich mit. "Alles andere als eine Niederlage wäre eine Überraschung", sagt SVP-Pressewart Jochen Schneider zur Ausgangslage der Fauerbacher. Die Heimelf will sich dennoch nicht verstecken, weiß aber um die die Stärke der Steinfurther. Personelle Probleme machen dem Club zudem immer wieder einen Strich durch die Rechnung, für übermorgen fehlen bereits drei Spieler. Und der Auftaktsieg gegen Trais? Den will man nicht zu hoch ansiedeln, ein "Pflichtsieg", so Schneider, den man eben holen müsse, wenn man in das Mittelfeld wolle.

Auch der SV Nieder-Weisel II, der am Sonntag um 15 Uhr im kleinen Derby den SV Hoch-Weisel II empfängt, reihte sich am vergangenen Wochenende in die Reihe der Auftaktsieger ein, ein bisschen Sand im Getriebe fand sich allerdings noch: Ein maues 1:0 gegen die FSG Wisselsheim, das man bei der Reserve allerdings einzuordnen weiß: "Die jungen Leute müssen sich erst in die Mannschaft eingewöhnen, wir wollen Lerneffekte generieren", sagt Trainer Björn Lauckhardt.

Bei den weiteren Partien des Spieltags sind die Aufstiegs-Mitfavoriten TSG Wölfersheim (beim SV Schwalheim II; 13 Uhr) und SG Melbach (bei FSG Wisselsheim; 15 Uhr) auswärts gefordert.

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