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Semun Biber von Türk Gücü Friedberg (Mitte) wird von Jonas Springer (Nr. 24) gestoppt. Die Kreisstädter konnten zum Hessenliga-Start nur sehr wenige Offensiv-Aktionen kreierten.

Fußball-Hessenliga

Türk Gücü Friedberg: Auftakt mit bitterem Ende

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Fußball-Hessenligist Türk Gücü Friedberg kassiert zum Saisonstart gegen den KSV Baunatal spätes Gegentor und verliert mit 0:1.

(ace). Zum Auftakt in die zweite Hessenliga-Spielzeit war mit dem KSV Baunatal exakt jener Gegner zu Gast, gegen den sich Türk Gücü Friedberg vor etwas mehr als zwei Monaten mit einem 3:1-Heimsieg vor dem Abstieg retten konnte. Bei der Neuauflage des Gastspiels der Nordhessen bekamen die rund 240 Zuschauer am Ober-Rosbacher Eisenkrain zwar erneut ein intensives und spannendes Spiel zu sehen. Das Endresultat sprach jedoch nach 93 Spielminuten für die Baunataler, die durch das späte Kopfballtor von Kapitän Daniel Borgardt nach einem Eckball von Okan Gül erstmals drei Punkte gegen den Wetterauer Vertreter einfahren konnten.

"Der Eckball resultierte aus einem unnötigen Ballverlust, und die Ecke spielen sie einfach gut aus. Das war schwierig zu verteidigen. Dieses späte Gegentor ist für uns schon bitter", erkannte Friedbergs neuer Trainer Carsten Weber an. Das im Spielaufbau oft fehlerbehaftete Spiel hielt nur wenige Torchancen bei angenehmen Temperaturen um die 26 Grad bereit. "Wir haben mit Angst und Schrecken festgestellt, dass wir das erste Spiel gleich hier haben, wo wir doch bislang gegen Friedberg sehr schlecht ausgesehen haben", spielte KSV-Trainer Tobias Nebe auf die beiden Vorsaison-Niederlagen des DFB-Pokal-Teilnehmers an und fügte hinzu: "Das kann jetzt nur noch eine gute Saison werden, wenn wir in Friedberg gewinnen."

In der zerfahrenen ersten Hälfte legten die Hausherren einen flotten Beginn hin. Erdinc Solak profitierte schon nach vier Minuten von einem kapitalen Fehlpass der Nordhessen, konnte aber KSV-Torhüter Pascal Bielert nicht überwinden. Kurz darauf setzte sich Shelby Printemps auf dem rechten Flügel durch, seine Flanke verpasste Solak nur knapp. "Wir kamen gut ins Spiel, hatten gute Ballgewinne und hatten früh die Option, das 1:0 zu machen. Danach haben wir die Struktur durch zu viele Diagonalbälle Stück für Stück verloren", analysierte Weber. Nach 20 Minuten war Baunatal besser im Spiel und hatte nach einer Flanke von Jonas Springer mit dem Kopfball von Andre Schmitt seine beste Chance. Die Partie verlief bis zum Pausenpfiff nun ausgeglichen weiter.

Nach der Pause taten sich beide Teams offensiv weiter schwer, die vereinzelte Möglichkeiten konnte aber doch registriert werden. Die beste davon hatten die Gäste, als Nico Möllers Flanke Schmitt erreichte und TGF-Torhüter Tolga Sahin den Ball gegen den Pfosten lenkte (48.). Durch Baunataler Ballverluste und daraus resultierenden schnellem Umschaltspiel der Friedberger stand das Spiel lange auf des Messers Schneide. So eröffnete TG-Kapitän Jonatan Tesfaldet Mitte der zweiten Hälfte das Spiel auf den Flügel, wo Toskovics Flanke von Printemps verpasst wurde. "Der Sieg war am Ende natürlich etwas glücklich, obwohl es nicht ganz unverdient war", lautete das Fazit von Nebe nach dem Schlusspfiff, der nach 70 Minuten auf ein 4-2-3-1-System umgestellt hatte.

Ein herber Verlust für die Friedberger war die Auswechslung von Vuk Toskovic, dessen Platzwunde ambulant behandelt werden musste. "Vuk wollte weiterspielen und ist nach der Erstversorgung auf dem Weg ins Krankenhaus. Sein Ausfall kam in der Phase, als wir gute Umschaltsituationen hatten", sagt Webers.

Türk Gücü Friedberg: Sahin - Tesfaldet, Dudda, Weigand, Biber - Mitrovic (66. Tahirovic), Eren - Printemps, Solak, Toskovic (76. Özyürek) - Miric (56. Gürsoy).

KSV Baunatal: Bielert - Krengel, Künzel, Blahout, Szczygiel - Pforr (26. Gül), Möller, Borgardt, Springer - Müller (85. Seo), Schmitt (68. Sinan Üstün).

Steno: Schiedsrichter: Dennis Meinhardt (Fulda). - Zuschauer: 240. - Tor: 0:1 Daniel Borgardt (89.).

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