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Zweikämpfe waren Trumpf am Sonntag in Ober-Rosbach: Hier rangeln Demyan Imek (rechts, Türk Gücü) und Noah Schmidt um den Ball.

Fussball-Hessenliga

Türk Gücü Friedberg: 50:50-Entscheidungen

  • Michael Nickolaus
    VonMichael Nickolaus
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Foul oder nicht? Das Spiel der Fußball-Hessenliga zwischen Türk Gücü Friedberg und dem FC Eddersheim bot einige knifflige Szenen.

Elfmeter - ja oder nein? Elfmeter auf der anderen Seite - ja oder nein? Auf dem Sportgelände am Eisenkrain in Ober-Rosbach erlebten am Sonntagnachmittag 150 Zuschauer 90 Minuten der engen Entscheidungen. Türk Gücü Friedberg und der FC Eddersheim trennten sich in der Fußball-Hessenliga-Gruppe B letztlich mit einem 1:1 (1:1)-Remis.

»Wir hätten uns nicht beschweren dürfen, wenn der Schiedsrichter auch einen Strafstoß gegen uns pfeift. Es waren einige 50:50-Situationen dabei«, sagt FCE-Trainer Christian Lüllig angesichts von zwei umstrittenen Szenen im eigenen Strafraum. Man nehme den Punkt daher gerne mit.

Der Tabellenzweite selbst hatte von einem Elfmeter profitiert, den Hendrik Dechert zum Ausgleich verwandeln konnte (37.). Jan-Philipp Häuser hatte die Gastgeber bereits in der fünften Minute in Führung geköpft.

Carsten Weber, der Coach von Türk Gücü, sprach seinem Team ein Lob aus. »Ich bin extrem zufrieden mit der Leistung in der zweiten Hälfte. Wir haben mit den Spielen in Walldorf und Waldgirmes eine brutale Woche hinter uns, haben aber hinten raus noch einmal gute Passagen gehabt, tiefe Bälle gespielt. Und natürlich hätten wir uns auch über einen Elfmeter gefreut.«

Türk Gücü - jetzt dreimal in Serie unbesiegt - kam sehr gut in die Partie und konnte gleich die erste Strafraumszene nutzen. Nach einer kurz gespielten Ecke segelte die Hereingabe von Patrick Schorr über die groß gewachsenen FCE-Innenverteidiger hinweg auf den aufgerückten Häuser, der am langen Pfosten einnicken konnte. Friedberg spielte mit Selbstvertrauen, war Taktgeber in der Anfangsviertelstunde. Die Gäste aus dem Main-Taunus-Kreis sorgten mit zwei Eckbällen nach 20 Minuten erstmals für Aufsehen, rissen dann die Partie aber an sich. Ein Strafraumduell zwischen TGF-Torwart Felix Koob und Ex-TGF-Stürmer Luki Matondo veranlasste Schiedsrichter Marcus Rolbetzki zum Pfiff - und Dechert traf sicher zum Ausgleich.

Ausgeglichen, teils nickelig (sechs Gelbe Karten in 90 Minuten) entwickelten sich auf dem tiefen wie nassen Boden die zweite Hälfte. Lange Zeit spielte sich das Geschehen zwischen den beiden Strafräumen ab, beiden Mannschaften fehlte aber der wirklich gefährliche Torabschluss.

Da segelte mal ein Freistoß von Noah Michel von der Strafraumkante am langen Eck vorbei (63.), da klärte Daniel Zealter im FCE-Tor einmal gegen Kento Hyodo (65.), ehe die Zeit der Elfmeterforderungen begann. Gleich zweimal war Michel zu Boden gegangen, einmal Aret Demir.

Auf der Gegenseite war’s inbesondere Matondo, der mehrfach für Schrecken im TGF-Strafraum sorgen konnte, ehe die Partie mit einer unterm Strich gerechten Punkteteilung enden sollte.

Türk Gücü Friedberg: Koob; Demir, Biber, Henrich (90. Sun), Lee (60. Hyodo), Fukuhara (22. Imek), Kilic, Schorr, Okamoto, Häsuer, Michel.

FC Eddersheim: Zealter; Schmitt, Bernhardt (37. Finger), Lang, Dechert (82. Schur), Rottenau, Matondo, Fließ (63. Kohlbacher), Scholl, Krause, Kummer.

Im Stenogramm / Tore: 1:0 (5.) Häuser, 1:1 (37.) FE Dechert. - Schiedsrichter: Marcus Rolbetzki. - Zuschauer 150.

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