_3aSPOLSPORT221-B_203703_4c
+
Sascha Bingel (links) schätzt das Umfeld beim TSV Dorn-Assenheim und hat den Klub in der vergangenen Saison an die Spitze der Kreisoberliga geführt: Rechts: Marcel Kempf, der auf seine Einwechslung wartet.

Fussball

TSV Dorn-Assenheim: Wie Sascha Bingel das Feuer wieder entfachen will

  • vonThomas Brannekämper
    schließen

Die Überraschungsmannschaft der Corona-Saison 2020/21 in der Fußball-Kreisoberliga kommt aus Dorn-Assenheim. Trainer Sascha Bingel will zur kommenden Spielzeit das Feuer wieder entfachen.

Nachdem Sascha Bingel das Traineramt beim TSV übernommen hatte, lief es rund am Germanenkrug. Waren die Dorn-Assenheimer zuvor eher im Tabellenkeller beheimatet, so fand man den Klub nun am anderen Ende der Tabelle. Nach sieben ungeschlagenen Spielen zum Saisonstart gab’s im Derby in Staden die erste Niederlage (1:3). Diese Ausbeute bedeutete Platz zwei in der Tabelle bei 19 Punkten und dem besten Quotienten des Spitzentrios (2,375).

»Großen Anteil hieran hat sicherlich unser Trainer Sascha Bingel. Sascha hat frischen Wind reingebracht und genießt die volle Rückendeckung des Vorstandes. Wir sind mit seiner Arbeit vollauf zufrieden«, bewertet Abteilungsleiter Benjamin Krätschmer die Trainerbesetzung. Für Bingel war es nach seiner fünfjährigen Tätigkeit bei der SG Nieder-Mockstadt/Stammheim eine Rückkehr in seinen Heimatkreis.

Angesprochen auf die ersten Eindrücke in der Kreisoberliga Friedberg, falle auf, dass die »Friedberger« Staffel fußballerisch wohl etwas stärker sei als das Oberhaus im Fußballkreis Büdingen. »Was die beiden Kreise klar unterscheidet, ist die sportliche Kultur. Im Kreis Büdingen ist es viel bodenständiger. Die Spieler spielen meist dort, wo sie herkommen. Und auch der Sportverein hat in der Gesellschaft ein anderes Ansehen. Dort ist es noch so, dass sonntags zu den Fußballspielen die Oma kommt, dass der Sportplatzbesuch quasi zum Sonntag dazugehört«, nennt Bingel Unterschiede zwischen den Fußballkreisen. »Deshalb bin ich froh, gerade in Dorn-Assenheim zu trainieren. Hier ist dies noch ähnlich. Für mich war wichtig, bei einem Verein arbeiten zu können, bei dem Kameradschaft, Geselligkeit und ein aktives Vereinsleben einen hohen Stellenwert haben. Dies finde ich hier in Dorn-Assenheim vor. Und auch der Austausch mit den Mannschaftsverantwortlichen Benny Krätschmer und Richard Habram funktioniert reibungslos.«

Fünf Neuzugänge

Der fußballerische Erfolg hat sicher dazu beigetragen. »Wir haben niemals damit gerechnet, so weit oben in der Tabelle zu stehen. Zielsetzung war ursprünglich, dass wir uns aus dem Abstiegskampf raus halten wollten. Was die Jungs nach den ersten Erfolgen geleistet haben, war schon beeindruckend.« Jeder habe den Willen gehabt, die Chance zu nutzen, um sich oben festzubeißen. Dies habe man im Training und bei den Spielen gespürt. »Es lief halt alles in die richtige Richtung«, schiebt Krätschmer noch ergänzend hinterher.

Gespannt darf man sein, ob sich diese Auftritte in der neuen Spielzeit wiederholen lassen. »Wir haben während der Coronapause nicht trainiert. Und auch jetzt werden wir erst langsam wieder in den Trainingsbetrieb einsteigen und uns einmal wöchentlich zum Fußballspielen treffen«, plant Bingel die nächsten Schritte in Richtung Normalbetrieb. Fünf Neuzugänge ergänzen den Kader, der wohl komplett zusammen bleibt. Alexander Kell wechselt von der Fauerbacher Olympia an den Germankrug, aus der Reichelsheimer Jugend stoßen Mirko Michalak und Benjamin Ziegler zum Kader, Frederik Weiser kommt von Viktoria Nidda und Max Wolfheimer aus Ober-Hörgern. »Dies sind sinnvolle Kaderergänzungen, die uns weiterbringen werden«, ist Bingel mit den Neuzugängen zufrieden.

»Doch trotz der zuletzt tollen Platzierung wird es schwer, diese zu wiederholen. Zuerst zählt nur der Klassenerhalt. Am Ende sollte ein einstelliger Platz in der Tabelle stehen. Es wird wichtig sein, dass wir das Feuer, das uns letztes Jahr getragen hat, wieder entfachen können. Es erwartet keiner in unserem Umfeld, dass es in der kommenden Spielrunde wieder so gut für uns läuft« gibt Bingel eine erste Prognose bezüglich der Erwartungshaltung in Dorn-Assenheim ab.

»Sollte uns ein guter Start gelingen, so garantiert dies bei einer Liga mit 14 Vereinen ein gewisses Polster. Aufgrund der Anzahl an Spielen kann hier schon frühzeitig die Basis für das Erreichen unserer Ziele gesetzt werden«, definiert Krätschmer die Bedeutung eines guten Starts.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare