HSG tritt auf der Stelle

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(se). Die HSG Wettertal hat es nicht geschafft, sich von der Abstiegszone abzusetzen. In einem vorgezogenen Spiel der Handball-Bezirksoberliga unterlagen die Wettertaler gestern Abend in eigener Halle der HSG Marburg/Cappel mit 26:30 (9:15), weisen nunmehr 15:21 Punkte auf und bekleiden weiterhin den zehnten Tabellenplatz. Die Marburger verbesserten sich bei nunmehr 17:19 Punkten auf Rang acht.

Dabei sah es zunächst ganz gut aus für die Gastgeber, die nach knapp fünf Minuten durch Treffer von Marcel Mengel, Tobias Kreuzer und Florian Großmann bei einem Gegentor des Marburger Ackermann mit 3:1 vorn lagen. Auch beim 5:3 (8.), 6:4 (10.) und 8:6 (15.) lief alles nach Plan für die Gastgeber. Die Abwehr stand gut, und über die erste und zweite Welle erzielten die Wettertaler ihre Treffer. Doch dann zogen die Marburger bis zur 26. Minute auf 11:8 davon. Vier Minuten später hieß es sogar 15:9 für die Gäste, die mit einem Sechs-Tore-Vorsprung in die zweite Halbzeit gingen. Bei ihrem Lauf profitierten die Marburger auch davon, dass sich die Hausherren zwei Zeitstrafen einhandelten.

Deutliche Worte von Trainer Tauber

Nach Wiederbeginn haben die Gastgeber alles versucht, noch einmal entscheidend zu verkürzen, aber das ist zunächst nicht gelungen. 13:21 stand es eine Viertelstunde vor Schluss. Es spricht aber immerhin für die Moral der Wettertaler, dass der Rückstand bis zum Ende auf vier Treffer reduziert werden konnte. 100 Sekunden vor der Schlusssirene hieß es noch 25:28, doch ernsthaft in Gefahr bringen konnte die Mannschaft den Erfolg der Marburger nicht mehr.

Wettertals Trainer Sven Tauber war natürlich wenig erbaut über den Auftritt seiner Spieler. "Die Trainingsbeteiligung lässt zu wünschen übrig", sagte der Coach der Heimmannschaft. "Und irgendwann bekommt die Mannschaft die Quittung dafür. Das ist zu wenig für die Bezirksoberliga, irgendwann wird das nicht mehr reichen." Bezeichnenderweise nannte Sven Tauber als Aktivposten mit Florian Großmann, Marco Boller und Tom Kneissl drei Spieler, die nicht unbedingt zum Stamm der Wettertaler "Ersten" gehören.

In zwei Wochen steht für die HSG Wettertal das schwere Spiel bei der HSG Linden II an. Will die Mannschaft diese wichtige Partie für sich entscheiden, bedarf es nach Ansicht von Tauber einer deutlichen Leistungssteigerung.

Tore, Wettertal: Florian Großmann (5), Kneissl (5/2), Marco Boller, Kielich (je 4), Mengel (3), Tobias Kreuzer (2), Raab, Andreas Boller, Buss (je 1). - Marburg/Cappel: Lumm, Pallesen (je 6), Schuster (5/3), Brand, Purschke, Sangmeister (je 3), Ackermann, Sangmeister (je 2), Romeike, Meyer (je 1).

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