Leichtathletik

Trauer um Ewald Dinghofer

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Der Leichtathletik-Kreis Wetterau und der VfB Friedberg trauern um Ewald Dinghofer, der kürzlich im Alter von 93 Jahren in Bad Nauheim verstarb.

Der Leichtathletik-Kreis Wetterau und der VfB Friedberg trauern um Ewald Dinghofer, der kürzlich im Alter von 93 Jahren in Bad Nauheim verstarb.

Sage und schreibe 51 Jahre war Ewald Dinghofer Kassenwart des Leichtathletik-Kreises Wetterau – ohne jemals eine Beanstandung der Kassenprüfer bekommen zu haben. Im Jahr 2007 gab er das Amt beim Kreistag in Echzell ab – und ließ sich für eine Wahlperiode zum Kassenprüfer wählen. An seinem letzten "Arbeitstag" wurde er vom damaligen Kreisvorsitzenden Reinhard Grupp mit der goldenen Ehrennadel des Hessischen Leichtathletik-Verbandes ausgezeichnet.

Weitere Ehrungen hatte er zuvor erhalten: HLV-Bronze 1965, HLV-Silber 1972 und die silberne Ehrennadel des Deutschen Leichtathletik-Verbandes 1986. Mit dem HLV-Ehrenteller würdigte der Verband Dinghofer zwischenzeitlich für 50 Jahre Kreiskassenwart, vom Kreis wurde er 2007 zum Ehrenkassenwart ernannt.

Seit seinem zehnten Lebensjahr war er der Leichtathletik zunächst in seiner schlesischen Heimat verbunden gewesen. Nach kurzem Kriegsdienst und längerer französischer Gefangenschaft verschlug es ihn nach Friedberg. Hier fand er durch Freundschaften und Sportkameraden eine private wie sportliche Heimat.

70 Jahre beim VfB Friedberg

Er schloss sich der Leichtathletik-Abteilung des VfB Friedberg an, der er somit über 70 Jahre angehörte. Als Allrounder konnte er seine Mannschaft verstärken. Seine Spezialität war der Stabhochsprung. 1949 wurde Dinghofer mit 3,70 Meter hessischer Meister, der deutsche Meister damals sprang lediglich 25 Zentimeter höher. Mit 3,71 Meter stellte er seinerzeit einen Kreis- und Hessenrekord auf – mit Bambusstab und Landung auf Sand.

In den 1950er-Jahren beherrschte Ewald Dinghofer die Szene in Hessen und nahm mehrmals an Deutschen Meisterschaften teil. 1956 übernahm der Friedberger die Führung der Kreisfinanzen. Das Kassenbuch, mit dem Dinghofer damals anfing, hatte bis zum Kreistag 2007 Verwendung gefunden.

Nach seiner aktiven Wettkampfzeit blieb er dem Sport nicht nur auf Funktionärsebene verbunden. Noch im reiferen Alter legte er mehrfach die Prüfungen zum deutschen Sportabzeichen ab, viele Jahrzehnte war er als Kampfrichter tätig. Dinghofer bezeichnete sich als "begeisterter Leichtathlet", auf und neben dem Platz war er stets sympathisch und akribisch bei der Sache. Für die jungen Athleten und Funktionäre hatte er stets einen guten Ratschlag parat. (pm)

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