Fußball-Regionalliga

Trainersuche beim OFC "auf der Zielgeraden"

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(cd). Als er Mitte des Monats als neuer Geschäftsführer des Fußball-Regionalligisten Kickers Offenbach vorgestellt wurde, hatte Thomas Sobotzik angekündigt, nah an die Mannschaft ranrücken zu wollen. Am Dienstag war er ganz nah dran - für längere Zeit. Mit Teilen des Präsidiums und dem Trainer weilte er in der Spielerkabine, um die sportliche Situation aufzuarbeiten, die sich durch die 0:1-Pleite vom Montag in Ulm zugespitzt hat. Der OFC steht nur einen Punkt vor einem möglichen Abstiegsplatz.

Der Ex-Profi hat selbst Situationen erlebt, in denen eine Mannschaft im Abstiegskampf steckte, die vorher völlig andere Ziele hatte. "Grund dafür war vielleicht eine Fehleinschätzung - oder Dinge gehen nicht auf, die vorher anders geplant waren. Das ist immer schwierig zu bewältigen. Wer von Anfang an darauf eingestellt ist, gegen den Abstieg zu kämpfen, hat es einfacher", weiß Sobotzik.

Der neue Geschäftsführer lobt den Umgang mit der Situation: "Wir reden nichts schön, hinterfragen alles. Alles andere wäre Aktionismus. Ich könnte Spieler rauswerfen, um zu zeigen, der greift durch. Aber ich bin nicht davon überzeugt, dass das etwas bringen würde", sagt Sobotzik.

Als kurzfristige Maßnahme wurde dafür gesorgt, dass Interimstrainer Steven Kessler nur noch mit den Profis arbeitet und nicht noch bei der U 19 mitwirkt. Bei der Suche nach einem neuen Coach sei man "auf der Zielgeraden. Ob es noch eine, zwei oder drei Wochen dauert, ist schwer zu sagen, da es teilweise um Dinge geht, die nicht in unserer Hand liegen."

Sobotzik hat zudem schon die Kaderplanung mit Verstärkungen für die Rückrunde im Blickfeld. Gestern trainierte ein erster Kandidat mit. Kevin Weidlich (30, seit 1. Juli vertragslos). Der gebürtige Hamburger kann auf der rechten Seite eingesetzt werden. Weidlich war in den letzten drei Jahren (114 Einsätze in der 3. Liga und Regionalliga) Stammspieler bei Energie Cottbus. Sein Trainer war Claus-Dieter Wollitz, der jetzt seine Zukunft bei Energie wieder einmal in Frage gestellt hat. Spätestens in drei Wochen will Wollitz bekannt geben, ob er bleibt oder geht. Spätestens bis dahin wollen auch die Kickers ihren neuen Trainer gefunden haben.

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