VfB träumt von Spandau 04

(hlu) Der VfB Friedberg hat sich den Traum von einem großen Wasserball-Feiertag erfüllt. Durch ein 9:6 (2:4, 2:1, 2:1, 3:0) im Zweitliga-Duell gegen den WSV Ludwigshafen zog der VfB ins Halbfinale des Süddeutschen Pokals ein und hat damit erstmals nach sieben Jahren wieder den Sprung auf die nationale Cup-Ebene geschafft

Dort könnten in der kommenden Saison die Stars von Wasserfreunde Spandau 04 der Gegner sein und für ein Wasserball-Fest im Usa-Wellenbad sorgen. Der Pokal-Coup überstrahlte auch das 7:9 (1:4, 1:1, 4:3, 1:1) einen Tag zuvor im Punktspiel gegen den SV Ludwigsburg.

Sieggarant gegen Ludwigshafen war vor allem Patrice Hütt, der einen Tag nach seinem 23. Geburtstag richtig aufblühte und sich mit vier Toren nachträglich selbst das schönste Geschenk bereitete. "Das ist ein besonderer Tag für unseren Verein. Gerade für uns jüngere Spieler ist es eine große Motivation, sich demnächst im Pokal vielleicht mit Nationalspielern messen zu können", sagte Hütt.

Dabei hatte der VfB den Beginn der Partie anders als eine Woche zuvor beim 9:8-Sieg gegen Ludwigshafen in der Liga verschlafen und lag nach dem ersten Viertel mit 2:4 in Rückstand. Doch das Team von Spielertrainer Olaf Vetter kämpfte sich langsam heran. Kapitän Florian Hondrich brachte die Gastgeber Anfang des letzten Spielabschnitts mit seinem Tor zum 7:6 erstmals in Führung. Hütt sorgte mit einem Doppelpack für den letztlich verdienten Sieg. "Spandau als Gegner wäre natürlich ein absoluter Traum. Aber, egal, wer kommt, wir werden das Pokalspiel in der nächsten Saison zu einem großen Fest machen", erklärte Abteilungsleiter und Co-Trainer Markus Scholl.

Zuvor hatte der VfB beim 7:9 im Liga-Alltag gegen den Tabellenvierten Ludwigsburg die Grenzen aufgezeigt bekommen und dabei bereits zu Beginn die Chance auf eine Überraschung verspielt. "Das ist mir unbegreiflich. Wir haben zuvor in der Besprechung exakt die Punkte angesprochen, auf die wir aufpassen müssen. Und genau das haben wir dann nicht gemacht", äußerte der dreifache Torschütze Holger Luhmann Kritik.

Immerhin zeigten die Friedberger, die in der Tabelle mit sieben Punkten weiter auf Rang acht liegen, Moral und kämpften sich noch bis auf zwei Tore heran. Zudem hatte Abwehrrecke Norbert Duch den ungarischen Top-Torjäger György Csany gut im Griff. "Wir haben gegen ein vorderes Team erneut gezeigt, dass wir im Grunde nicht schlechter sind. Aber wir müssen so eine Leistung natürlich über das gesamte Spiel abrufen", meinte Kapitän Florian Hondrich.

Am kommenden Wochenende kommt es für die Friedberger zu Duellen der Gegensätze. Am Samstag empfängt der VfB im Hessen-Derby den noch punktlosen Tabellenletzten SGW Frankfurt/Offenbach. "Da ist ein Sieg einfach Pflicht. Da wollen wir uns weiter von den unteren Rängen absetzen", erklärte Spielertrainer Olaf Vetter. Am Sonntag reist der VfB dann zum ungeschlagenen Spitzenreiter SV Cannstatt. Die Partie beim ehemaligen deutschen Meister ist für den VfB so etwas wie ein Vorgeschmack auf die große Pokal-Aufgabe in der kommenden Saison.

VfB Friedberg (gegen Ludwigsburg): Th. Schmidt - Luhmann (3), Vetter (2), Hütt (1), Klein (1), St. Schmidt, Scerbinin, Mertins, Duch, Hahn, Hondrich, Scholl, Zinnel

VfB Friedberg (gegen Ludwigshafen): Thomas Schmidt - Hütt (4), Luhmann (2), Vetter (1), Scerbinin (1), Hondrich (1), Stephan Schmidt, Schäfer, Duch, Lorenz, Klein, Scholl, Hahn.

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