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Die Top-Elf des Fußball-Jahres 2015

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Das Jahr 2015 ist vorüber. Wir haben noch einmal elf Höhepunkte des Jahres aus dem Fußballkreis Friedberg zusammengestellt und auch unsere Jungs in den höheren Ligen berücksichtigt. Die Top-Elf:

Türk Gücüs Lauf in der Gruppenliga: Die erste Jahreshälfte war für Türk Gücü Friedberg aufgrund des Abstiegs aus der Verbandsliga Süd weniger erfreulich. Doch in neuer Umgebung lässt es sich für die Kreisstädter gut an. Nach 19 Spielen in der Gruppenliga Frankfurt-West führen die Mannen um den neuen Spielertrainer Abdessamad Fachat zur Winterpause mit fünf Punkten Vorsprung das Klassement an. Größtenteils hat Nazim Sahin das Team gecoacht, von dem sich der Verein im November überraschend trennt.

SV Steinfurth Hallenkreismeister: Damit war nach den Eindrücken aus der Vor- und Zwischenrunde nicht zu rechnen. Den Hallenkreismeistertitel holt sich der SV Steinfurth durch einen Endspielerfolg im Neunmeterschießen gegen den FCO Fauerbach. Die Rosendörfler persönlich hatten für die größte Überraschung des Turniers gesorgt, als sie im Viertelfinale nach 0:3-Rückstand noch Türk Gücü Friedberg ausschalteten.

Torjäger 1 – die »Sechser« Scheel, Yasaroglu, Tosunoglu, Grimm: Zu Beginn der Saison 2015/16 stechen gleich drei Torschützen im Kreis mit sechs Kreisoberliga-Treffern heraus. Am ersten Spieltag schießt Nieder-Wöllstadts Christian Scheel beim 6:0 den VfB Petterweil quasi im Alleingang ab. Salih Yasaroglu gelingt das gleiche Kunststück wenig später für den VfB Friedberg gegen Steinfurth beim 9:1. Am leichtesten hatte es wohl Tufan Tosunoglu. Denn der Ex-Profi hatte mit seinem Türkischen SV Bad Nauheim nur wenig Gegenwehr beim Gastspiel auf dem Heilsberg, der aktuelle Tabellenführer siegt mit 15:1. Bei den Frauen gelingt in der Kreisoberliga oder darüber Muriel Grimm ein Sechserpack für den VfB Södel beim 8:1 im März gegen Bottendorf.

Fauerbach scheitert erst in der Relegation: Der FCO Fauerbach spielt eine grandiose Saison 2014/15 und beendet diese in der Gruppenliga auf dem zweiten Platz. Die Puste geht den Mannen von Matthias Tietz erst in der Relegation aus, denn ein Punkt aus den beiden Partien gegen Fürth vor 1000 Zuschauern auf dem Elachfeld (2:5) und in Großkrotzenburg (2:2) reicht nicht zum Sprung in die Verbandsliga Süd. Die beiden Gegner schaffen es, sodass der FCO letztlich doch nur hauchdünn den Aufstieg verpasst.

Torjäger 2 – die Fleißigen Pfeil, Mosler, Meyerhöfer, Cigdem: In den unteren Klassen sind insbesondere aufgrund der Leistungsunterschiede in der ersten Jahreshälfte mehr als sechs Treffer pro Mann keine Seltenheit. Außergewöhnlich sind die zehn Tore von Dominik Mosler für den FCO Fauer- bach II beim 16:0 gegen die SG Rosbach II Anfang Mai in der B-Liga dennoch. Mosler kommt insgesamt auf 42 Saisontore. Das ist »nur« etwas mehr als halb so viel im Vergleich zu Pierre Pfeil. Dem Oppershofener Torjäger gelingen in beiden Mannschaften zusammen 82 Tore, er ist damit der Sieger beim Wetterauer Torjäger-Cup; unter anderem erzielt er im April beim 6:2 gegen Wisselsheim II einen Hattrick binnen fünf Minuten. Konstant ist auch Ibrahim Cigdem zu Beginn der laufenden Runde. Der Stürmer des Gruppenligisten erzielt in den ersten sechs Spielen der Saison mindestens jeweils ein Tor und ist mit 24 Treffern zum Jahreswechsel der Top-Torjäger in dieser Klasse. In ihrer Liga ganz vorne ist Melanie Meyerhöfer nach der Saison 2014/15, für die FSG Burg-Gräfenrode erzielt sie 32 Tore in der B-Liga.

Kempf Zweitligatorschütze, Vetter Regionalliga-Meister: Seit dem sechsten Spieltag in dieser Saison hat Marc-Oliver Kempf keine Minute beim Zweitliga-Zweiten SC Freiburg verpasst. Mit den Breisgauern war Kempf in der vorigen Spielzeit aus der Bundesliga abgestiegen, nun sind der Dorn-Assenheimer und Co. auf gutem Weg zur Rückkehr. Innenverteidiger Kempf erzielte am 17. Spieltag beim 3:0 gegen Union Berlin sogar einen Treffer. Stammspieler ist aktuell Maik Vetter bei den Kickers Offenbach . Im Mai wird er mit dem Traditionsverein Meister der Regionalliga Südwest, scheitert aber in der Aufstiegsrelegation am FC Magdeburg. Doch Vetter macht als einer der ersten trotz großer Enttäuschung deutlich: »Ich bleibe am Bieberer Berg«. Im August bestreitet der Rodheimer sein 100. Ligaspiel in der Regionalliga.

Bad Vilbel Tabellenführer der Verbandsliga: Dass der seit vielen Jahren ranghöchste Verein im Fußballkreis Friedberg so in die Saison 2015/16 der Verbandsliga Süd startet, hätten wohl die kühnsten Optimisten am Niddasportfeld nicht erwartet. Sechs Siege gelingen dem Team von Amir Mustafic zum Saisonauftakt, ehe das 1:2 in Geinsheim folgt. Anfang November verliert der FV erstmals wieder die Tabellenführung nach einem 0:1 im direkten Duell gegen Ginsheim, holt sich diese aber später wieder zurück.

Im Mai hatten Mustafic und Co. in Ober-Rosbach den Kreispokal gewonnen, das 2:1 gegen den FCO Fauerbach nach Verlängerung war allerdings hart erkämpft. Nuh Uslu und Fatih Uslu trafen für Bad Vilbel.

C-Liga eingeführt: Die Aufteilung der vier B-Ligen war aus mehreren Gründen überfällig, im Sommer wird sie vollzogen. Nach der sportlichen Qualifikation blieben 34 Mannschaften für die B-Liga und 32 für die C-Liga übrig, die nach geografischen Gesichtspunkten eingeteilt wurden.

SG Dorn-Assenheim/Weckesheim fast unbesiegbar: Die Saison 2014/15 hat die SG Dorn-Assenheim/Weckesheim in der B-Liga mit 32 Siegen aus 32 Spielen beendet. In dieser Spielzeit steht der Verein schon wieder an der Tabellenspitze, folgerichtig in der Kreisliga A. 13 Siegen aus 17 Partien stehen nur drei Niederlagen gegenüber, das Punktepolster beträgt schon acht Zähler. In diese Spielzeit war die SG mit sieben Siegen perfekt gestartet, ehe ausgerechnet der bis dato Letzte FC Karben II die Siegesserie des Teams von Marc-Oliver Schütz beendet.

Wöllstädter Derby vor 450 Zuschauern: Am 14. November ist es nach vielen Jahren mal wieder soweit: die ersten Mannschaften der TSG Ober-Wöllstadt und des SV Nieder-Wöllstadt kreuzen nach vielen Jahren mal wieder in einem Punktspiel die Klingen. Trotz keineswegs optimaler Witterung kommen 450 Zuschauer an den Kunstrasenplatz an der Römerhalle und sehen den 6:2-Sieg der Heimelf, begünstigt durch einen Platzverweis gegen den »Roten« Marco Braun beim Stand von 2:2. Braun ist im April der Matchwinner für den SV im Derby der Zweiten gewesen, als er beim 2:1-Erfolg an gleicher Stelle an beiden Toren beteiligt ist. Die treffende WZ-Überschrift seinerzeit: Braun lässt Rote bei den Blauen jubeln.

Sürer und Frank treffen per Abschlag: Der Wind an jenem letzten März-Sonntag bläst kräftig, und gleich zwei Torhütern kommt dies zugute. Dennis Frank vom SV Leidhecken in der B-Liga und Dennis Sürer vom Kreisoberligisten FC Ober-Rosbach treffen mit ihren Abschlägen ins gegnerische Tor. (mw)

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