+
Joshua Bell (links) und die FSG Burg-Gräfenrode haben sich nach dem Aufstieg in die Kreisliga A in der Spitze etabliert. Rechts: Gorgis Vardi vom SV Hoch-Weisel. (Foto: Jaux)

Kreisliga A Friedberg

Titelträume und Abstiegsängste in der Kreisliga A Friedberg

  • schließen

An beiden Ende der Tabelle der Fußball-Kreisliga A Friedberg ist das Rennen vor dem Re-Start am Wochenende offen. Wir beantworten die wichtigsten Fragen und Antworten vor dem Spieltag.

Für die 16 Mannschaften der Fußball-Kreisliga A Friedberg startet am Wochenende die Rückrunde der Saison 2018/19. Dabei kommt es in Burg-Gräfenrode zum Duell der Aufstiegsaspiranten zwischen dem gastgebenden Tabellenzweiten und dem Rangdritten aus Dorn-Assenheim/Weckesheim. Auch der Ligaprimus aus Massenheim hat mit dem Heimspiel gegen Verfolger Rockenberg zum Jahresauftakt eine echte Standortbestimmung vor der Brust. Im Vorfeld beantworten wir die fünf wichtigsten Fragen zum Re-Start der A-Liga.  

Kreisliga A Friedberg: Werden die erfahrenen Teams aus Massenheim und Dorn-Assenheim/Weckesheim im Aufstiegsrennen am Saisonende die Nase vorn haben?

Ganz oben in der Tabelle der Kreisliga A Friedberg thront der FC Hessen Massenheim. Die Elf von Trainer Dennis Matter fuhr nach der Hälfte der Saison die meisten Siege ein, hat die beste Heimbilanz – alle neun Spiele auf eigenem Rasen konnten die Massenheimer gewinnen – und auch die beste Auswärtsstatistik, obwohl man sämtliche der bisherigen vier Niederlagen vor fremder Kulisse kassierte. Durch die Rückkehr der Langzeitverletzten Robert Schuch, Jan Anders und Daniel Stumpp sowie die Neuzugänge Aminur Rahman (SG Harheim) und Torhüter Benedikt Kroh (SV Gronau) kann der Ligaprimus in der Rückrunde noch mehr Qualität auf dem Platz bringen und hat im Aufstiegsrennen damit wohl die besten Voraussetzungen. Folgt man der Devise "Der Angriff gewinnt Spiele, die Abwehr Meisterschaften" müsste der Tabellendritte aus Dorn-Assenheim/Weckesheim am Saisonende allerdings die Nase vorn haben, der mit 21 Gegentreffern die beste Defensive der Liga stellt. Die Rückkehr der Langzeitverletzten Felix Strebert und Marvin Jung verschafft der Elf von Spielertrainer Marc Oliver Schütz zudem noch mehr Offensivkraft, sodass der letztjährige Kreisoberliga-Absteiger wohl bis zum Saisonende ein Wörtchen im Meisterschaftsrennen mitsprechen wird.  

Kreisliga A Friedberg: Gelingt einem der Aufsteiger der direkte Durchmarsch?

Bereits vor der Saison taten sich viele Experten mit der Nennung eines eindeutigen Meisterschaftsfavoriten schwer. Zu ausgeglichen sei das Feld der Liga in dieser Saison besetzt. Dass sich zur Winterpause mit der FSG Burg-Gräfenrode und dem SKV Beienheim II zwei Aufsteiger unter den Top-Vier tummeln, hatten aber wohl die wenigsten erwartet. Für Furore sorgten vor allem die Roggauer, die nur vier Punkte hinter dem Tabellenführer aus Massenheim rangieren, mit 74 Toren die treffsicherste Offensive der Liga stellen und vor eigenem Publikum noch ungeschlagen sind. Kann FSG-Stürmer Saber Ben Neticha seine 23 Treffer aus der Hinrunde bestätigen, hat die Elf von Trainer Frank Ziegler gute Chancen auf den Durchmarsch von der B-Liga ins Oberhaus des Friedberger Fußballkreises. Auch der SKV Beienheim II steht als Tabellenvierter mit nur drei Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz überraschend gut da. Allerdings hat die Elf von SKV-Coach Uwe Fey auswärts erst zweimal gewinnen können. Will man im Aufstiegsrennen bis zum Saisonende mitmischen, wird man auf fremden Plätzen eine Schippe drauflegen müssen.  

Kreisliga A Friedberg: Haben die Verfolger noch Chancen auf den Aufstieg?

Genau wie bei den Beienheimern drückt auch beim Tabellenfünften aus Kaichen vor allem auswärts der Schuh. Zwar hat die junge Mannschaft von Trainer Rainer Pausch gegenüber der Konkurrenz zwei Partien weniger ausgetragen, im Aufstiegsrennen hat der Rangfünfte genau wie der TuS Rockenberg, der auf heimischem Platz ebenfalls noch ohne Niederlage ist, aber nur Außenseiterchancen. Zu groß wird der Rückstand wohl auch für den SV Hoch-Weisel und den Traiser FC sein, die bereits zwölf Punkte hinter dem Relegationsplatz rangieren.  

Kreisliga A Friedberg: Bringt ihre Auswärtsschwäche die Spvgg. 08 Bad Nauheim noch in Abstiegsgefahr?

Angeführt wird die zweiten Tabellenhälfte von der Spielvereinigung 08 Bad Nauheim, die sich angesichts eines mageren Sechs-Punkte-Polsters auf den Relegationsplatz "nach unten" alles andere als in Sicherheit wiegen kann. Auf seine starke Offensive – 42 Tore gelangen den Kurstädtern in 18 Partien, nur ein einziges Mal blieb man in dieser Saison ohne Torerfolg – kann sich der Tabellenneunte jedoch stets verlassen. Die starke Bad Nauheimer Angriffsreihe sollte den Klassenerhalt unter normalen Umständen in trockene Tücher bringen. Können die Kurstädter ihre eklatante Auswärtsschwäche allerdings nicht ablegen – bisher konnte man einzig in Ober-Hörgern gewinnen – könnte es für die Elf von Trainer Bojan Blagojevic aber noch einmal eng werden.  

Kreisliga A Friedberg: Wer steigt am Saisonende in die B-Liga ab?

Der Abstieg des VfB Petterweil in die B-Liga sollte beschlossene Sache sein, auch wenn rein theoretisch noch alles möglich ist. In allen 18 Saisonspielen gingen die Petterweiler als Verlierer vom Platz, kassierten dabei 134 Gegentore und leisteten sich mit unter Ergebnisse wie das 0:11 in Hoch-Weisel, das 1:10 gegen FC Olympia Fauerbach II, das 1:12 in Kaichen und das 0:15 in Burg-Gräfenrode. Der SV Germania Ockstadt schwebt nach einer Niederlagenserie zum Ende der Hinrunde ebenfalls in akuter Abstiegsgefahr. Die Germanen zeigen in dieser Spielzeit eine ungewöhnliche Heimschwäche und konnten in den bisherigen elf Heimspielen erst zwölf Punkte erringen. Gleiches gilt für den Tabellenzwölften aus Melbach, der in seinen zehn Heimspielen erst neun Punkte ergattern konnte. Bei der SG Wohnbach/Berstadt drückt dagegen in erster Linie auf fremden Plätzen der Schuh. Nur drei Auswärtspunkte holte die Elf von Trainer Marco Walter bisher – einzig das punktlose Tabellenschlusslicht aus Petterweil ist noch schlechter. Genau wie der TFV Ober-Hörgern und der FC Olympia Fauerbach II stecken die Melbacher und Wohnbacher damit mitten im Abstiegskampf. Den Klassenerhalt wird dieses Quartett daher wohl unter sich ausmachen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare