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Tim Schmidt-Weichmann: »Das Kribbeln ist wieder spürbar«

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Von: Thomas Brannekämper

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Tim Schmidt-Weichmann freut sich auf seine neue Aufgabe in Nieder-Weisel. © Thomas Brannekämper

Tim Schmidt-Weichmann hat wieder große Lust auf Fußball und kehrt ins Trainergeschäft zurück. Ab Sommer übernimmt er beim SV Nieder-Weisel. Er beschreibt sich selbst als engagiert und lustig.

Der SV Nieder-Weisel hat seinen neuen Trainer für die Saison 2022/23 präsentiert. Tim Schmidt-Weichmann wird der Nachfolger von Gökhan Kocatürk im Wiesengrund. Der Sportwissenschaftler ist Leiter der Sportschule des Landessportbundes Hessen in Frankfurt. Seine bisherigen Trainerstationen waren der SC Watzenborn-Steinberg und der VfL Emslage. Als Spieler war der in Lich-Eberstadt wohnhafte Schmidt-Weichmann zunächst beim TSV Hungen und der SG Obbornhofen/Bellersheim aktiv, ehe der zweifache Familienvater in Lollar den Schritt in die Landesliga schaffte und anschließend über den FSV Braunfels zur Teutonia nach Watzenborn wechselte. Hier fungierte er auch als Spielertrainer. Berufsbedingt zog es Schmidt-Weichmann in den folgenden Jahren nach Osnabrück, wo er als Dozent an der Universität und als Spielertrainer beim VfL Emslage tätig war.

Das Traineramt beim SV Nie der-Weisel ist für den 38-Jährigen das erste Engagement nach vierjähriger Pause. Sportlich ist die Wetterau für Schmidt-Weichmann Neuland. Er tritt ab Sommer die Nachfolge von Gökhan Kocatürk an und wird für beide Senioren-Mannschaften verantwortlich sein. Zu seinem Trainerteam zählen weiterhin Daniel Antmansky und Rolf Vogl. Im Interview gibt er Einblicke, wie er als Trainer Erfolg haben möchte und was er für Erwartungen an das neue Umfeld hat.

Herr Schmidt-Weichmann, wie kam die Verbindung zum SV Nieder-Weisel zustande?

Der Kontakt kam über Stefan »Monti« Gros, einen früheren Mitspieler, zustande. Er hat meine Daten an Sebastian Volp weitergegeben, und der hat mich kontaktiert. Ich habe mir einige Spiel der Nieder-Weiseler angesehen und habe gemerkt, dass mich diese Aufgabe reizt. Nach vierjähriger Fußballpause habe ich gemerkt, dass mir das Vereinsleben fehlt. Das Kribbeln war wieder spürbar. Ferner habe ich von meiner Familie die notwendige Unterstützung signalisiert bekommen. Und so sind wir uns relativ zügig einig geworden.

Welchen Trainertyp verkörpern Sie?

Ich würde mich als zielstrebigen und engagierten, aber auch lustigen und umgänglichen Typen beschreiben. Natürlich habe ich eine gewisse Erwartungshaltung und einen recht hohen Anspruch an mich und meine Arbeit, aber auch an meine Spieler. Eine Weiterentwicklung der Mannschaften und Mannschaftsteile ist eines meiner Ziele. Doch natürlich muss man in der Trainingsarbeit schauen, was realisierbar ist und was nicht geht. Ich bin in dieser Hinsicht sehr selbstreflektiert. Besonders gefallen hat mir das Motto des SV Nieder-Weisel: »Ein Verein - ein Gefühl.« Ich habe bis jetzt gesehen, wie dies hier wirklich gelebt wird und möchte diesem Motto auch durch meine Trainertätigkeit gerecht werden.

Was darf man in der nächsten Saison vom SVN erwarten?

Ich habe die Mannschaften als sehr spielfreudig, gut ausgebildet und taktisch sehr gut aufgestellt kennengelernt. Hier hat der aktuelle Trainer mit seinem Team wirklich eine sehr gute Basis geschaffen, auf der man aufbauen kann. Ich bin sehr dankbar, solch funktionierende Mannschaften übernehmen zu können. Da ich den Fußballkreis Friedberg erst noch kennenlernen werde, lassen wir alles auf uns zukommen. Zum jetzigen Zeitpunkt kann ich keine Aussage treffen. Wir sind in der Kaderplanung für die neue Runde. Wir wollen neue Impulse setzen, eine neue Handschrift wird mit Sicherheit erkennbar sein.

Welche weiteren Ziele gibt es für Ihren neuen Club?

Ferner wollen wir zukünftig weiter die Jugendspieler in den Seniorenbereich integrieren. Diese Talente sollen reinschnuppern und ihre Chancen erhalten. Das ist mir selbst ein großes Anliegen. Und auch die beiden Kunstrasenplätze, die nun in Butzbach gebaut werden sollen, werden uns helfen, uns als Verein getreu unserem Motto weiterzuentwickeln. Wir können mit diesen Bedingungen eine ganz andere Trainingsintensität über das ganze Jahr anbieten.

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