Thomas Seibert läuft zum fünften Sieg in Serie

Trotz niedriger Temperaturen und einem mit dunklen Wolken verhangenen Himmel schnürten am Samstag 282 Läuferinnen und Läufer ihr spezielles Schuhwerk, um beim dritten Wallernhausener Dorflauf ihre Kondition und persönliche Fitness unter Beweis zu stellen.

Auffallend der Aufdruck auf den blauen Trikots der zahlreichen Helfer des ausrichtenden LLT Wallernhausen: "Vogel fliegt, Fisch schwimmt, Mensch läuft". Diese Worte stammen aus dem Mund des legendären Emil Zatopek, dem dreifachen Olympiasieger (5000 Meter, 10 000 Meter und Marathon) von Helsinki 1952, der von seinen unzähligen Freunden auf Grund seines auffälligen Laufstils voller Anerkennung auch "Die Lokomotive" genannt wurde.

Ein flüchtiger Blick auf die Starterliste verriet, dass es der Papierform nach ein Tag der Favoriten werden müsse. Und so kam es auch. Auf dem exakt vermessenen, vier Mal zu überwindenden, Rundkurs, war Stehvermögen angesagt. Klarer Favorit war Thomas Seibert ( SSC Hanau-Rodenbach), der nach seinen vorausgegangenen Siegen in Altenstadt, Geiß-Nidda, Kefenrod und Schotten vor Selbstvertrauen nur so strotzte. Wie er seiner Favoritenstellung gerecht wurde, konnte man unschwer daran erkennen, dass er trotz lang gezogener Kräfte zehrender Steigungen bereits nach drei Kilometern seinem ärgsten Konkurrenten Melkamu Meseret von der LG Eppstein-Hornau schon fast 200 Meter voraus war. Mit diesem beruhigenden Vorsprung im Rücken ließ es Seibert, der routiniert seine Kräfte einzuteilen versteht, etwas ruhiger angehen, ohne dabei von seinem Vorsprung einzubüßen.

Im Gegenteil: Von Runde zu Runde seinen Vorsprung kontinuierlich noch weiter ausbauend, um als strahlender Sieger mit einer Zeit von 33:40,0 Minuten den Zielstreifen zu überqueren. Mit Fug und Recht durfte er sich nach diesem neuerlichen Erfolg über den fünften Sieg hintereinander beim diesjährigen Oberhessen-Cup-Wettbewerb freuen.

Genau so unspektakulär wie der Seibert´sche Sieg war der Rennverlauf über die beiden anderen Podestplätze. Beim Zieleinlauf hatte Melkamu Meseret in 35:48,9 Minuten klar die Nase vorn vor Achim Schmelzer vom TSV Cappel, der nach 36:09,0 Minuten den Lauf beenden konnte.

Bei den Frauen war Haimanot Haile, die im Trikot der LG Eintracht Frankfurt auch national Siege und herausragende Platzierungen verbuchen konnte unangefochten die Nummer eins. Sie gewann ganz klar in 39:15,6 Minuten. Neidlos erkannten die Nächstplatzierten Tina Rudolf (Fit-Inn Heldenbergen - 42:19,8 Minuten), Meseret Bogale ebenfalls die Farben der LG Eintracht Frankfurt vertretend (42:27,1 Minuten) und Astrid Staubach (BSG Sparkasse Oberhessen - 42:52,4 Minuten) die Überlegenheit von Haimanot Haile an. In der Frauen-Mannschaftswertung siegte die LG Altenstadt in 2:28:26,9 Stunden vor dem gastgebenden LLT Wallernhausen, dessen Team 2:30:16,5 Stunden benötigte.

Auf der Kurzstrecke über 5000 Meter war der Wallernhausener Lucian Chesches das Maß aller Dinge und konnte in 15:47,1 Minuten einen weiteren Sieg auf seinem Erfolgskonto verbuchen. Mit deutlichem Rückstand von etwa fünf Minuten mussten sich Fahri Sahin (LLT Wallernhausen - 20:37,1 Minuten) und Thomas Nies (TGV Schotten - 20:48,0 Minuten) mit den Rängen zwei und drei begüngen. Bei den Frauen feierte Irene Mancho vom SSC Hanau-Rodenbach in 21:05,5 Minuten einen ungefährdeten Sieg. Die Plätze zwei und drei belegten die A-Schülerinnen Maimuna Krüger vom TV Groß-Gerau und Laura Bunzendahl von der LG Altenstadt in 22:26,9 beziehungsweise 22:40,6 Minuten.

Im Schüler/innenlauf, bei dem es eine Distanz von 1500 Meter zu überwinden galt, waren bei den Schülen B Nils Schindel (ESV Bischofsheim - 5:50,7 Minuten), bei den Schülern C Philipp Schell (DJK Aschaffenburg - 6:06,4 Minuten) sowie bei den Schülern D Niclas Gottschalk (LG Altenstadt - 6:28,5 Minuten) die Tagesbesten.

Bei den Schülerinnen B konnte Kirsten Schindler (TV Nidda - 6:32,5 Minuten), bei den Schülerinnen C Viktoria Mancho (SSC Hanau-Rodenbach - 6:41,3 Minuten) sowie bei den Schülerinnen C Ronja Schindel (ESV Bischofsheim - 7:03,4 Minuten) beim Lauf in Wallernhausen den obersten Platz auf dem Siegerpodest erklimmen.

Klaus-Dieter Müller

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