Teufel in Torlaune

EC Bad Nauheim siegt 10:5 in Essen. Chris Stanley wieder in Topform.

(jms) So sehen die Fans ihre Roten Teufel aus Bad Nauheim gerne. Vor 393 Zuschauern am Essener Westbahnhof brannte das Team von Trainer Frank Carnevale beim Tabellenvorletzten der Eishockey Oberliga West, den Moskitos Essen, ein reines Offensiv-Feuerwerk ab. Mit 10:5 (5:0, 4:3, 1:2) setzten sich die Kurstädter standesgemäß durch, zeigten aber vor allem gegen Ende vermeidbare Unkonzentriertheiten in der Defensive. "Obwohl wir viele Verletzte haben, haben wir uns in der Offensive ganz gut aus der Affäre gezogen", meinte Essens Trainer Markus Berwanger.

Doch hinten waren die ESC-Kufencracks zu anfällig, und so machten die im ersten Drittel bärenstarken Kurstädter bereits im ersten Drittel alles klar – vor allem, weil Kapitän und Leader Chris Stanley zwischen der vierten und 13. Minute seine Torjägerqualitäten unter Beweis stellte und aus der 1:0-Führung von Mathias Baldys ein 4:0 machte.

Logisch, dass gegen das ersatzgeschwächte Team aus dem Ruhrpott bereits in diesem Frühstadium eines einseitigen Spiels alles entschieden war. In Überzahl schaffte Daniel Oppolzer auf Zuspiel von Stanley und Schreiber noch vor dem Ende des ersten Drittels das 5:0. Die so deutliche Führung war nach den ersten Minuten nicht zu erwarten. Denn da hatte Michael Budd den Pfosten des von Niklas Deske gehüteten Tores getroffen. Aber auch diese Begleiterscheinung änderte nichts an der bedingungslosen EC-Überlegenheit, die Essen auch zu Beginn des zweiten Drittels zu spüren bekam.

Eddy Rinke und Harald Lange schraubten das Zwischenergebnis auf 7:0 (23.) hoch, Oppolzer und May verpassten es, die Führung auszubauen – beide trafen jeweils nur den Pfosten. In der Folgezeit fehlte den Bad Nauheimern ein bisschen die nötige Disziplin in der Abwehr, was aufgrund der frühen Vorentscheidung durchaus nachvollziehbar war. Zunächst nutzten Dustin Demuth (1:7/26.) und der gute Budd (2:8/29.) sowie Marcel Kahle (3:8/35.) die Schläfrigkeit des Tabellendritten aus.

Das letzte Drittel gewannen die Essener sogar noch mit 2:1, doch auch hier hatte der EC die besseren Chancen und verpasste es, das Dutzend voll zu machen. Vor dem Hessenderby am Sonntag um 18.30 Uhr im Colonel-Knight Stadion gegen die Kassel Huskies sehen sich die Kurstädter jedenfalls bestens gerüstet.

EC Bad Nauheim: Deske (Ower) – Schreiber, Miller, Baum, Ketter, Pietsch, Pöpel, Reckers – Stanley, Rinke, Oppolzer, May, Striepeke, Lange, Baldys, Maaßen, Kujala, Anderson, Wex.

Tore: 0:1 (3.) Baldys (Maaßen, Kujala), 0:2 (4.) Stanley (Rinke, Oppolzer), 0:3 (8.) Stanley (Oppolzer, Rinke), 0:4 (13.) Stanley (Oppolzer, Baum), 0:5 (17.) Oppolzer (Stanley, Schreiber PP+1), 0:6 (21.) Rinke (Stanley, Oppolzer) 0:7 (23.) Lange (May, Striepeke), 1:7 (26.) Demuth, 1:8 (28.) May (Lange, Striepeke), 2:8 (29.) Budd, 3:8 (35.) Kahle, 3:9 (37.) Rinke (Oppolzer, Lange), 3:10 (47.) Oppolzer (Lange, Ketter) , 4:10 (53.) Koudys, 5:10 (54.) Hein. – Strafzeiten: Essen 2, Bad Nauheim 8. – Zuschauer : 393.

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