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Neuzugang Manuel Strodel wird gegen Dornbirn sein erstes Spiel im Trikot des EC Bad Nauheim absolvieren.

Eishockey

Erstes Testspiel, Winter Game: Das ist der Stand beim EC Bad Nauheim

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Eishockey-Zweitligist trifft zum Abschluss des Trainingslagers auf die Dornbirner Bulldogs. Trainer Christof Kreutzer hat eine klare Erwartung.

Die Zeit des Stillstandes ist endgültig vorbei. Am heutigen Freitagabend (19 Uhr/Messestadion Dornbirn) bestreitet Eishockey-Zweitligist EC Bad Nauheim sein erstes Testspiel der Vorbereitung auf die Saison 2019/20. Zum Abschluss des Trainingslagers im österreichischen Dornbirn trifft die Mannschaft von Head-Coach Christof Kreutzer auf die heimischen Dornbirn Bulldogs aus der multinationalen Erste Bank Eishockey Liga (EBEL).

Für den EC wird das Spiel nach einer harten Trainingswoche auch ein mentaler Test sein. "Am Donnerstag haben die Jungs schon einen müden Eindruck gemacht, was aber auch normal ist. Das wird sich bis heute Abend auch nicht großartig ändern", sagt Kreutzer.

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Der Gegner, in der vergangenen Saison auf dem letzten Tabellenplatz in der EBEL, ist schon eine Woche länger im Training. Das erste Testspiel ging vor fünf Tagen gegen den schweizerischen Zweitligisten HC Thurgau mit 1:7 verloren, den ersten Eindruck werden die Bulldogs sicher korrigieren wollen. Mit dem schwedischen Verteidiger Joel Johansson spielt ein ehemaliger Nauheimer (von 2015 bis 2017) in Dornbirn. Sein Verteidiger-Kollege Antti Kauppila stand in der vergangenen Saison beim Bad Nauheimer Ligakonkurrenten EHC Freiburg unter Vertrag. Dazu hat man mit Evan Trupp (Krefeld) und William Wrenn (Iserlohn) zwei erfahrene Kontingentspieler aus der DEL geholt, die in der recht jungen Mannschaft (Durchschnittsalter: 23,2 Jahre) eine führende Rolle übernehmen sollen.

Gesteigertes Interesse dürfte die Partie auch bei Dustin Sylvester in seiner kanadischen Heimat hervorrufen. Vor zwei Jahren noch in Dornbirn aktiv, war er im vergangenen Jahr Topsocrer des EC, bevor er seine Karriere im Frühjahr beendete. Nun liegt der Fokus in der Offensive wieder vermehrt auf Bruder Cody, der Dornbirn im Sommer 2017 in Richtung Bad Nauheim verließ.

EC-Trainer Christof Kreutzer im großen Interview


 All das sind aber nur nette Nebengeschichten, auf dem Eis wird es dafür keinen Platz geben. Schließlich will sich jeder dem Trainer präsentieren. Für Kreutzer ist das Ergebnis zwar "zweitrangig, aber wir wollen natürlich trotzdem ein gutes Spiel machen", sagt er nach den Eindrücken aus der ersten Trainingswoche. "Die Jungs haben alle gut mitgezogen, wir haben sehr gute Trainingseinheiten absolviert. Ich bin gespannt, was wir davon schon gegen Dornbirn umsetzen können", spricht Kreutzer nicht nur den Willen an, über die Grenzen hinauszugehen, sondern auch den Wunsch, spielerische Elemente aus den Einheiten ins Spiel zu übertragen. Seine Aufstellung hat Kreutzer schon im Kopf, alle 21 zur Verfügung stehenden Akteure sollen Eiszeit bekommen.

Am Sonntag wird die EC-Mannschaft zur Autogrammstunde auf dem Bad Nauheimer Aliceplatz im Rahmen des Elvis-Festivals (13 Uhr) erwartet und sich erstmals nach der Sommerpause den Fans in der Heimat präsentieren. Wie frisch die Beine dann sein werden, hängt auch vom heutigen Abend ab.

Winter Game: Über 10 000 Tickets verkauft

Während die Profis des Eishockey-Zweitligisten EC Bad Nauheim sich im Trainingslager auf die anstehende Spielzeit vorbereiten, dreht sich in der Geschäftsstelle am heimischen Kurpark viel um das "Winter Game". Am 14. Dezember trifft der EC im Offenbacher Sparda-Bank-Hessen-Stadion auf die Löwen Frankfurt.

Die Kartennachfrage übertrifft dabei derzeit die Erwartungen der Verantwortlichen. Bereits jetzt sind über 10 000 Karten für das Derby in der DEL 2 verkauft. Mindestens 12 500 Tickets müssen nach Angaben des EC verkauft werden, um das "Winter Game" wirtschaftlich abzudecken. Aufgrund der bisherigen Resonanz erwartet der EC nunmehr ein ausverkauftes Stadion.

Einer, der auf jeden Fall dabei sein wird, ist Jake Hirst. Der Stürmer von Kickers Offenbach ist Bad Nauheimer und besucht, sofern es der Terminkalender erlaubt, die EC-Heimspiele im Colonel-Knight-Stadion gemeinsam mit seinem Vater. "Ich fiebere diesem Spiel entgegen und freue mich sehr auf das Derby", sagte Hirst in einem Video, das der EC am Donnerstagabend veröffentlichte. "Ich habe mit drei Jahren begonnen, in Bad Nauheim Eishockey zu spielen. Allerdings habe ich nach einem halben Jahr wieder aufgehört und bin zum Fußball gewechselt. Vielleicht hätte ich etwas länger Geduld haben müssen", witzelte Hirst.

Beim "Winter Game" drückt der 23-Jährige natürlich den Roten Teufeln die Daumen. Er sei überzeugt, dass viele Fans des OFC ebenfalls ins Offenbacher Fußballstadion kommen, um den Underdog gegen die Löwen zu unterstützen. "Die Vereine ähneln sich. Beides sind Traditionsvereine. Außerdem: Rot und Weiß verbindet immer", sagt Hirst.

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