Bis vorerst Mittwoch bleibt der Bad Nauheimer Tennisplatz im Kurpark leer, genauso wie alle anderen Anlagen in Hessen. FOTO: NICI MERZ
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Bis vorerst Mittwoch bleibt der Bad Nauheimer Tennisplatz im Kurpark leer, genauso wie alle anderen Anlagen in Hessen. FOTO: NICI MERZ

Tennis

Zwangspause vorerst noch bis Mittwoch

  • Erik Scharf
    vonErik Scharf
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Die Tennisspieler in Hessen müssen sich noch etwas gedulden. Bis Mittwoch bleiben die Anlagen vorerst geschlossen. Die Hoffnung ist aber groß, dass noch in dieser Woche die ersten Bälle geschlagen werden können.

In der Euphorie passieren manchmal Fehler. So auch in der Montagsausgabe unserer Zeitung. Im Artikel mit der Überschrift "Tennisplatz, öffne dich" war davon die Rede, dass die Landesregierung die Tennisplätze mit Wirkung des gestrigen Montags wieder freigegeben hätte. Das ist falsch.

Vielmehr blieb die am vergangenen Donnerstag erwartete Entscheidung des Landes aus, auch im weiteren Verlauf des langen Wochenendes gab es keine entsprechende Mitteilung.

Im Gegenteil, vorerst bis zum Mittwoch bleiben die Tennisanlagen in Hessen geschlossen. Am Montag schrieb der Hessische Tennis-Verband dazu auf seiner Homepage: "Wir haben alles unternommen, um die positiven Aspekte des Tennissports den Entscheidungsträgern näherzubringen und hätten uns sehr gewünscht, dass wir die sofortige Öffnung der Tennisanlagen zugesagt bekommen hätten. Es ist enttäuschend, dass es nicht so kommt. Spätestens zum 6. Mai soll es nun so weit sein. Darum fordern wir die Landesregierung ausdrücklich auf, die offizielle Verordnung schnellstmöglich zu verabschieden. Nur so können wir als Verband die Öffnung der Tennisplätze auf einer rechtlich gesicherten Grundlage konkret umsetzen."

Der HTV habe nach eigenen Angaben für seine Vereine alle Vorkehrungen getroffen. Organisations- und Hygienekonzepte seien erstellt, verbreitet und in einigen Bundesländern bereits im bewährten Einsatz. Mit Wirkung vom gestrigen Montag ist Tennis in Schleswig-Holstein, Sachsen, Sachsen-Anhalt, im Saarland und in Thüringen wieder erlaubt - allerdings nur unter der Voraussetzung, dass die Gruppen nicht größer als fünf Sportler sind und ein Abstand von 1,50 Metern eingehalten wird. Schon seit knapp zwei Wochen darf in Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Berlin, Brandenburg und Bremen gespielt werden. In der rheinland-pfälzischen Gemeinde Höhr-Grenzhausen im Westerwald ist am Tag der Arbeit im Rahmen eines Schauturniers mit acht deutschen Tennisprofis sogar der erste Aufschlag zu einer neuen Normalität erfolgt. Unter strengen Schutzmaßnahmen wird seit Freitag auf Asche "Geistertennis" gespielt

Neben Hessen haben Bayern, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Hamburg die Verbote noch nicht gelockert.

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