Hallenfußball

16 Teams beim Turnier hinter den JVA-Mauern

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(mn/phk). Die Justizvollzugsanstalt (JVA) Rockenberg veranstaltet in Kooperation mit der Sepp-Herberger-Stiftung zum zweiten Mal ein Hallenfußballturnier. 16 Mannschaften spielen am Samstag ab 9 Uhr um den Turniersieg. Neben zwei Gefangenen-Teams, zwei Betriebssportgruppen anderer Justizvollzugsanstalten und Hobby-Mannschaften treten auch die Teams des SV Schwalheim, des Traiser FC, des SV Bruchenbrücken, des TSV Rödgen sowie der SV Assenheim mit zwei Mannschaften hinter den Gefängnismauern an.

Das Turnier, dass die Sportabteilung der JVA um den B-Liga-Trainer des SV Blau-Weiß Espa, Christopher Mank, organisiert, ist damit bei der zweiten Auflage bereits doppelt so groß wie im Premierenjahr. Es ist Teil des Projektes "Anstoß für ein neues Leben" zur Resozialisierung der jungen männlichen Strafgefangenen. Die Fußball-Neigungsgruppe der JVA, bestehend aus Spielern zwischen 16 und 20 Jahren, die sich durch fußballerische Fähigkeiten und positives Sozialverhalten einen Platz im ältesten Gefangenensportverein Deutschlands, der SG Marienschloß, erworben haben, ist zudem Titelverteidiger.

Neben dem Turnier, das in vier Vierergruppen im "Jeder gegen jeden"-Modus startet, ehe in den Halbfinals und dem Finale der Sieger ausgespielt wird, wird die Siegerehrung von einer Vorführung einer Akrobatikgruppe unter der Leitung der deutschen Meisterin Naila Buschmann sowie mit Sach- und Geldpreisen umrahmt.

Insgesamt werden 150 Besucher erwartet - organisatorisch "im Vorfeld und an dem Tag selbst ein enormer Aufwand", wie Mank berichtet. Schließlich müssten alle Gäste vorher überprüft und beim Einlass kontrolliert werden. Zudem hat sich auch der Hessische Rundfunk angekündigt, der für die Sportsendung "heimspiel!", die "Hessenschau" sowie für seine diversen Radiowellen Beiträge vom Turnier und den Gefangenen sowie der Sportabteilung erstellen will. Letztere gehört aufgrund ihres umfangreichen Angebotes zu den am breitesten aufgestellten in einer deutschen JVA.

Wie im Vorjahr ist bei der Organisation auch Ronald Geyer engagiert, der neben drei Mannschaften aus dem Fußballkreis Friedberg auch eine seines Arbeitgebers Allianz mit in die Anstalt gelockt hat. Geyer ist Mitglied des exklusiven Klubs der "Freunde der Nationalmannschaft", die gemeinsam mit der Sepp-Herberger-Stiftung soziale Projekte fördern und sich ehrenamtlich für diese engagieren.

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