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Tanja Kothen gewinnt die M-Dressur in Nieder-Wöllstadt

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Unter dem kritischen Blick der Richterinnen: Saskia Metzen (Leidhecker RFV). © Jürgen Keßler

Der Reit- und Fahrverein Nieder-Wöllstadt hat nach zweijähriger Corona-Pause wieder ein Dressurturnier auf dem Lindenhof ausgerichtet. 75 Starts waren angemeldet.

Das Turnier begann mit der schwersten Dressur, einer Prüfung der Klasse M, an der ausschließlich Mitglieder des Hessischen Senioren-Dressurreiter-Clubs teilnehmen konnten. Tanja Kothen aus Assenheim, gewann nach einer gelungenen Vorstellung mit ihrer großrahmigen dunkelbraunen Oldenburger Stute Viovel. Sie wurde von den beiden Richterinnen Rita Holzhauer (Schwalbach) und Julia Stiller (Hanau) mit der Wertnote von 7,5 belohnt. Vera Henning-Schmidt vom gastgebenden Verein konnte mit ihrer imposanten Hannoveraner Fuchsstute Chica de la Luna mit einem Zehntel Vorsprung den zweiten Rag sichern, knapp vor Jasmine Vero von der Domäne Kinzigheimer Hof Bruchhköbel auf dem zehnjährigen Trakehner Wallach Fiss. Sie erhielten die Wertnoten 6,5 bzw. 6,4.

Es folgte eine Dressurpferdeprüfung der Klasse A, in der vier- bis sechsjährige Nachwuchspferde zugelassen waren. Gegenstand dieses Wettbewerbs ist es, ein möglichst ausbalanciertes Pferd zu zeigen, dass korrekte Hufschlagfiguren zeigt mit fließenden Übergängen zwischen den Gangarten. Stellung und Biegung und die Unterschiede zwischen den verschiedenen Tempi in Trab und Galopp sollten gezeigt werden. Das Gangwerk des junges Pferdes sollte sichtbar sein. Hier stellten sich zwölf Pferde-Reiterpaare dem Urteil der Richterinnen. Es siegte mit überragenden Bewegungen und beeindruckender Ausstrahlung der vierjährige schwarzbraune Oldenburger Hengst Divino Noir von Dreamboy aus einer Mutter von Fürstenball mit einer Traumnote von 8,2. Geritten wurde er von Matthias Alexander Krug vom RFV Wintermühle (Neu-Anspach). Auf den zweiten Platz kamen Kilian Baiz aus Beilstein mit seinem fünfjährigen Westfalen-Wallach Findus mit einer Wertnote von 7,0, gefolgt von Laura Ruete vom RSG Berghof-Bönstadt auf der fünfjährigen Westfalen Stute French Kiss Imprimis mit einer Bewertung von 6,7.

In der anschließenden Dressur der Klasse A waren zwölf Teilnehmer am Start. Es siegte Anna Ott mit Belle Amie vom Reiterverein Johannishof Bad Nauheim (7,5) vor Alena Bieber mit Lorentin’s First von der Reitsportgemeinschaft Reichelsheim/Blofeld (7,2) und Saskia Melzen vom Leidhecker Reit-und Fahrverein (7,0) mit Ramazotti junior.

Nachdem sich die Reithalle im Lindenhof allmählich gefüllt hatte, kam man zu einem weiteren Höhepunkt dieses Turniers: die Dressurprüfung der Klasse L. Nach einer gelungenen Vorstellung freute sich Franziska Renker, Sportwartin des gastgebenden Verein, auf ihrem Reitpony Carlos carinho über eine Wertnote von 7,7 und konnte souverän den Sieg verbuchen. Auf den wetieren Plätzen folgten Jamila Bopp vom RFV Horlofftal Hungen auf Nala vor Friederike Kunkel mit ihrer Stute Lilith, die für den RC Altenstadt startet.

Am Nachmittag starteten die Prüfungen für die Nachwuchsreiter. Mona Buchhaupt vom gastgebenden Verein konnte mit Gretel den Reiterwettbewerb gleich bei ihrem ersten Turnierstart mit einer Note von 7,5 für sich entscheiden. Auf den zweiten Platz kam einer der wenigen männlichen Starter dieses Turniers: Fynn Romes Slabsche vom RFV Nieder-Florstadt auf der Stute Lilly Fee gemeinsam mit Karla Best aus Nieder-Wöllstadt auf ihrer eleganten Ponystute Isi Peasy, der die Herzen aller Besucher zuflogen.

Im einfachen Dressureiter-Wettbewerb für Junioren siegte Mia Brück von der RSG Reichelsheim-Blofeld auf Het Vienetto knapp vor Leni Schweinfurth vom gastgebenden Verein auf Ophelia, gefolgt von ihrer Vereinskameradin Mariella Granderath mit Amy. Den vierten Platz teilten sich Lisa Marie Steten vom Leidhecker RFV und Mona Buchhaupt vom RFV Nieder-Wöllstadt auf Gretel.

In der Führzügelklasse, der Eingangsklasse für die Allerjüngsten, die noch nicht frei reiten, sondern geführt werden, wurde nun der Sitz der Youngsters auf dem Pferd im Schritt und Trab bewertet, ihr Gleichgewicht und die Fähigkeit zum Leichttraben, d.h. aus dem Sattel mit der Bewegung mitzugehen. Zugelassen waren Fünf- bis Zehnjährige. Hier wusste in der ersten Abteilung Karla Best mit ihrer erst vierjährigen Stute Isi Peasy die Richter zu überzeugen und freute sich über die goldene Schleife! Es folgten Alicia Marie Sasek auf Lily Fee und Magdalena Wolf auf Nena, beide vom RFV Nieder-Florstadt.

Die Jugendwettbewerbe wurden ausnahmslos von den beiden Vereinen Nieder-Wöllstadt und Nieder-Florstadt besetzt: in der zweiten Abteilung siegte Nala Hothum auf Lilly Fee aus Nieder-Florstadt vor ihrer Vereinskameradin Greta Nolte auf Nena und Lotte Walter vom Gastgeber auf dem Carlos carinho.

Bei der letzten Prüfung der Veranstaltung wurde es spannend: Im Caprilli-Test werden grundlegende Fähigkeiten im dressur- und springmäßigen Reiten demonstriert. Diese Prüfung wurde nach dem Italiener Federico Caprilli benannt und ist gekennzeichnet durch die Kombination von dressurmäßigen Lektionen mit Trabstangen und kleinen Hindernissen. Leni Schweinfurth auf ihrer wendigen Ophelia feierte den Sieg, gefolgt von Anna Best auf Kasimir und Mariella Granderath auf Amy.

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Siegerin der Dressurprüfung Klasse L: Franziska Renker (RFV Nieder-Wöllstadt) auf ihrem Pferd Carlos carinho. © Jürgen Keßler

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