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Der Tabellendritte hat mit dem Absteiger Mühe

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Im letzten Saisonspiel der Handball-Landesliga Mitte setzte sich der TV Petterweil am Samstag erwartungsgemäß, aber überraschend knapp mit 29:28 (15:14) gegen die HSG Münzenberg/Gambach durch.

Während die Petterweiler als Aufsteiger auf eine überaus erfolgreiche Runde zurückblicken - mit 27:25 Punkten belegt der Liga-Neuling Rang drei - sprangen für die Münzenberger in 26 Spielen nur 17:34 Zähler heraus. Als Tabellenvorletzter konnten sie den Klassenerhalt nicht erreichen und steigen deshalb in die Bezirksoberliga Gießen ab.

Die gut 300 Zuschauer sahen ein hart umkämpftes, aber stets faires Derby, das mit der gut gefüllten Kulisse in der Petterweiler Sporthalle einen würdigen Rahmen fand. »Es war ein enges und faires Spiel, von daher ist es sehr schade für uns, dass nicht mehr dabei herausgekommen ist. Wir hätten uns gerne mit einem Punkt oder einem Sieg aus der Runde verabschiedet, denn die Mannschaft hat sich trotz allem in der ganzen Rückrunde nicht hängen lassen und sich in den letzten Spielen gut verkauft«, meinte HSG-Trainer Thomas Zeitz, der in der kommenden Saison die Regionalliga-Damen der HSG Walldorf übernimmt. »Ein gelungener Abschluss einer sensationellen Runde«, freute sich dagegen TVP-Trainer Detlef Ernst, der auf Oliver Jung und Alexander Robus verzichten musste. »Wir wollten unbedingt noch einmal gewinnen.«

Die erste Spielhälfte verlief ausgeglichen, die Führung wechselte hin und her - so beim 12:9, bei dem der TVP die Nase vorn hatte, das die Münzenberger wenig später zum 14:13 zu ihren Gunsten gedreht hatten. Petterweil konterte und ging mit einem 15:14-Vorsprung in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel erwischten die Hausherren den besseren Start und zogen mit fünf Toren in Folge zum 20:14 davon. Beim 24:18 dachten viele schon an einen sicheren Sieg der Petterweiler, doch Münzenberg ließ nicht locker. Nach einer Auszeit lief es besser für die HSG, die nun noch einmal durchgewechselt hatte. »Da hat es so weit gepasst, dass wir uns noch einmal rangekämpft haben. Dass wir es dann nicht geschafft haben, das Spiel zu drehen, ist symptomatisch für die ganze Rückrunde, da haben wir die selben Fehler gemacht wie in den letzten Spielen«, berichtete HSG-Coach Zeitz.

Zunächst einmal wurde der Münzenberger Lauf aber mit dem Ausgleich zum 26:26 belohnt. Petterweil legte nun ein Tor vor, Münzenberg zog nach - so beim 27:27 und 28:28. Den 29:28-Endstand markierte Petterweils Felix Schneider vom Kreis. Münzenberg kam zwar noch einmal in Ballbesitz, doch der letzte HSG-Angriff wurde der Petterweiler Abwehr geblockt. »Münzenberg hat sich würdig verabschiedet und uns zum Saisonende noch einmal richtig gefordert. Auch für die Zuschauer war dieses sehr gute Wetterau-Derby ein toller Abschluss«, meinte TVP-Trainer Detlef Ernst.

TV Petterweil: Schwittlinsky, Kuhlins, Seipp; Führ (4), Kurpiella (1), Alexander Koch (4), Kunkel (5/2), Peschke (4/2), Schneider (3), Rautschka (2), Lange (6), Thorsten Koch.

HSG Münzenberg/Gambach: Jens Langsdorf, Eckhardt; Mathes, Brückel (2), Felix Großmann (9/2), Janauscheck (2), Florian Großmann (7), Zeiß (3), Mandler (3), Schubert (2), Metzger, Ratz, Hitzel, Tim Langsdorf.

Im Stenogramm - Schiedsrichter: Groß/Flath (Dreieich/Nieder-Roden). - Zeitstrafen: 8:14 Minuten.- Siebenmeter: 4/4 - 3/2. - Zuschauer: 300.

Martina Merz

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