Süddeutsche Titel nach Rendel und Fauerbach

(jn/pm) Goldener Januar für Nathalie Reis vom TV Rendel, versöhnlicher Monatsabschluss für Christiane Klopsch von der LG Ovag Friedberg-Fauerbach. Bei den Süddeutschen Hallenmeisterschaften der Aktiven und U18 haben die Hochspringerin aus dem Karbener Stadttteil sowie die Deutsche Meisterin jeweils den den Titel gewonnen.

LG Ovag Friedberg-Fauerbach

Mit starken 54,30 Sekunden lief Christiane Klopsch sogar persönliche Bestzeit bei ihrem ersten 400-Meter-Hallenstart in dieser Saison. Nach einer Oberschenkelverhärtung vor zwei Wochen war zunächst nicht klar, wie spritzig die LG-Athletin ist. Doch schon im Vorlauf stellte sie mit 55,14 Sekunden ihre starke Form unter Beweis. Im Finale hielt sie dann die Konkurrenz in Schach: "Christiane hat das geschickt gelöst und sich auf der Zielgeraden an die Spitze gesetzt", analysierte Sportwart Volker Weber. Die 21-jährige amtierende Deutsche Meisterin über 400 Meter Hürden ist mit ihrer Zeit nun zweitschnellste Frau in Deutschland über die doppelte Hallenrunde.

Die zweite Medaille aus Fauerbacher Sicht holte Daniel Rabstein. Über 400 Meter wurde er Dritter. Den Vorlauf war der LG-Athlet relativ verhalten und zaghaft angegangen, dennoch schaffte er es mit 49,64 Sekunden ins Finale. Hier gab er von Anfang an ordentlich Gas. Auf den letzten Meter ging Rabstein jedoch etwas die Puste aus, was eine noch bessere Zeit – und damit auch die Norm für die Deutschen Meisterschaften in Karlsruhe (49,10 sec) – verhinderte.

Letztendlich freute er sich aber mit 49,42 Sekunden immerhin über Bronze.

Eine gute Leistung zeigten auch die Staffelläuferinnen aus der Kreiststadt über 4x200 Meter. Dana Prada, Alina Schneider, Julia Bechtler und Gesa Kratzsch benötigten 1:45,58 Minuten und wurden Sechste. Staffelläuferin Gesa Kratzsch trat zudem im Weitsprung an. Hier verpasste sie als Neunte jedoch den Endkampf. Pech: ein Sprung lag vor dem Brett, einer war knapp übergetreten – und der einzige gültige Versuch landete nur bei 5,66 Meter.

In den Vorläufen über 60 Meter kam Michael Weber auf 7,23 Sekunden. Teamkollegin Alina Schneider sprintete 8,06 Sekunden. Dana Prada startete über 60 Meter Hürden und benötigte im Vorlauf 9,19 Sekunden.

TV Rendel

Im Wochenrhythmus hat sich die erst 15-jährige Nathalie Reis drei begehrte Meistertitel gesichert. Nach Siegen bei den Hessischen U18- sowie U20-Meisterschaften griff sie sich nun auch die Goldmedaille bei den Süddeutschen U18-Titelkämpfen. Dabei hatte der Hochsprung-Sonntag im Glaspalast von Sindelfingen alles andere als ideal für Reis begonnen: Probleme beim Einspringen, der zuletzt so sichere Anlauf passte nicht, die Zeit lief davon.

Aus der Not war daher die spontane "Strategie" geboren, bereits bei 1,55 Metern in den Wettkampf einzusteigen, um zusätzliche Testsprünge vor den "relevanten Höhen" zu bekommen. "Das war die absolut richtige Maßnahme", sagte Trainer Joachim Barowski und verwies auf den Wettkampfverlauf. Zwar holte sich die Kloppenheimerin gleich im ersten Sprung einen ärgerlichen Fehlversuch ab, aber Reis und ihr Trainer konnten so den Anlauf ausfeilen und korrigieren. Reis fand in den Wettkampf und leistete sich bis zur "Schallgrenze" 1,70 Meter nur einen weiteren Fehlversuch. Damit hatte sie bereits eine Medaille sicher. Auf Rang vier war für die mitfavorisierte Johanna Michel vom TV Nieder-Weisel bei 1,67 Meter Schluss, sie überquerte nur 1,64 Meter und blieb unter ihren Erwartungen.

Das Finale um die Farben der Medaillen für das Trio war nichts für schwache Nerven. Reis leistete sich bei 1,70 Meter einen Fehlversuch und gab damit den Vorteil an die Konkurrenz ab, doch übersprungene 1,73 Meter im ersten Versuch wendeten das Blatt. Ihre einzig verbliebene Mitstreiterin nahm die Höhe erst im zweiten Versuch. Beide scheiterten an 1,76 Meter, wodurch Reis Süddeutsche Meisterin wurde. Dies ist damit der größte Erfolg in der Geschichte der Rendeler Leichtathletik.

Ebenfalls erfolgreich verlief der Auftritt von Sprinter Espen Wick, der wenige Tage zuvor noch erkältet war. Über 60 Meter Hürden qualifizierte sich der trainingsfleißige Gymnasiast in 8,70 Sekunden für den Endlauf und erreichte damit das erklärte Ziel. Dort verbesserte Wick seine persönliche Bestzeit auf 8,62 Sekunden und erreichte mit dieser starken Leistung einen überzeugenden siebten Rang.

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