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Amir Mustafic muss sich etwas einfallen lassen, um seinen FV Bad Vilbel wieder in die Spur zu bringen.

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(ub). In der Automobil-Branche war der Werbespruch "Nichts ist unmöglich" einst der große Hit und ist - bezogen auf die aktuelle Situation in der Fußball-Hessenliga - durchaus übertragbar. Dass vor den Partien des 15. Spieltages keiner der vorab hoch gewetteten Titelkandidaten Hessen Kassel, Fulda/Lehnerz oder Eintracht Stadtallendorf sondern der FC Eddersheim das Gesamtklassement anführt, hätte Ende August wohl keiner der Experten für möglich gehalten. Die Elf von FCE-Trainer Rouven Leopold muss ihr Zwei-Punkte-Polster am Sonntag beim Rangfünften VfB Ginsheim verteidigen. Geht der Liga-Leader dort leer aus, könnte Eintracht Stadtallendorf Platz eins übernehmen. Voraussetzung dazu ist allerdings ein Heimsieg des Ex-Regionalligisten am Samstagnachmittag über den arg in die Bredouille geratenen Wetterau-Vertreter FV Bad Vilbel (Platz 15/13 Punkte).

Für Türk Gücü Friedberg, zweites Hessenliga-Team der heimischen Region, sieht es angesichts von 17 Zählern auf dem Punktekonto sechs Tage vor dem direkten Duell der beiden "Friedberger" Klubs auf dem Bad Vilbeler Niddasportfeld (Freitag, 1. November, 19.30 Uhr) ein wenig besser aus, obwohl die peinliche 2:5-Pleite der Weber-Elf am Mittwochabend beim Schlusslicht FSV Fernwald eklatante Schwächen erkennen ließ. Nach fünf vergeblichen Versuchen, vor eigenem Publikum zu gewinnen, erwarten die Kreisstädter ebenfalls am Samstag (15 Uhr) auf dem Ober-Rosbacher Sportplatz Eisenkrain den SC Waldgirmes, der ebenfalls unter der Woche ohne zählbaren Ertrag (2:3-Niederlage beim SC Hessen Dreieich) im Einsatz war.

Eintracht Stadtallendorf - FV Bad Vilbel (heute, 14 Uhr):Zu behaupten, der FV Bad Vilbel stecke nach neun sieglosen Spielen (drei Remis, sechs Niederlagen) in einer handfesten Krise und müsse ernsthaft um den Klassenerhalt bangen, fällt nicht weiter schwer, bezieht sich aber nach Ansicht von FV Trainer Amir Mustafic lediglich auf die ergebnistechnische Komponente. "In fast allen Begegnungen, die wir verloren haben, sind wir dem jeweiligen Kontrahenten auf Augenhöhe begegnet", sagt er. Schwächen in der Chancenverwertung und vermeidbare Fehler im Defensivverhalten hätten dazu geführt, dass man nach 90 Minuten jeweils mit leeren Händen oder lediglich mit einem Teilerfolg dagestanden habe:"Ich bin mir sicher, wir kriegen die Kurve." Gleichwohl: In Stadtallendorf, beim zu Hause in sieben Spielen sechsmal erfolgreichen Tabellenzweiten, gelten die Brunnenstädter als krasser Außenseiter, wobei den Grün-Weißen die Auswärts-Unentschieden bei den Spitzenklubs SG Fulda/Lehnerz und VfB Ginsheim (jeweils 1:1) durchaus als Mutmacher dienen könnten. "Die Personallage ist zwar nicht optimal, aber wir haben genügend Auswahl", meint Mustafic, der auf Stürmer Zino Zampach (Zerrung), Abwehraußen Hiroto Tochihara (Nasenbeinbruch) und Mittelfeldspieler Ajdin Maksumic (Gelb-Rot-Sperre) verzichten muss. Zudem fehlen Alexander Bauscher und Dominik Emmel. "Aus disziplinarischen Gründen", wie der Bad Vilbeler Übungsleiter verriet.

FV Bad Vilbel: Sememy (Klahr), Dogan, Alik, Grüter, Babic, Dananovic, Biehrer, Brauburger, Knauer, Railean, Farid Affo, Saso, Huwa, Atzberger, Moubarak Affo.

Türk Gücü Friedberg - SC Waldgirmes (heute, 15 Uhr in Ober-Rosbach):Die 2:5-Niederlage, die das Team von Friedbergs Coach Carsten Weber unter der Woche beim Tabellenletzten FSV Fernwald kassierte, hinterlässt gewiss jede Menge Fragen. Antworten zu finden, ist deshalb für den TG-Übungsleiter, dessen Mannschaft seit Anfang September in neun Versuchen lediglich einen Sieg (beim FC Hanau 93) feiern durfte, eigentlich das Gebot der Stunde. Viel Zeit dazu hat er aber nicht. Was ihm vor der Partie gegen den Mittelhessen-Vertreter SC Waldgirmes bleibt, sind nach eigenem Bekunden zwei Varianten: "Umfangreiche Reaktionen personeller Art vornehmen oder exakt jenen Spielern vertrauen, die in Fernwald von der ersten bis zur letzten Minute komplett von der Rolle waren und nun beweisen wollen, dass sie es besser können." Im Klartext: Weber erwartet von seinen Leuten eine sehr deutliche Steigerung, die möglichst mit einem Erfolgserlebnis über die auswärts bislang dreimal siegreiche Elf von Otmar Velte enden soll. "Denn in der unteren Tabellenhälfte wird die Luft immer dünner, und wir stecken mittendrin", weiß der TG-Coach um den Ernst der Lage. Eray Eren, Abdussamed Gürsoy und Vuk Toskovic hätten gewiss gute Chancen, in die Startelf zu rücken, sind aber verletzt oder privat verhindert und kommen daher für das heutige Spiel nicht infrage.

Türk Gücü Friedberg: Sahin (Kamber Koc), Ouattara, Dudda, Weigand, Dinler, Tesfaldet, Hagley, Bell Bell, Solak, Printemps, Miric, Marra, Biber, Mitrovic, Tahirovic, Usic, Savic.

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