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66 Stunden für 1200 Kilometer

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(pm). Paris - Brest - Paris (PBP) mit einer Länge von 1200 Kilometern gilt als eine der ältesten Radsportveranstaltungen überhaupt. Von einigen Randonneuren, also Langstreckenfahrern, wird dieser alle vier Jahre stattfindende und von Ehrenamtlichen organisierte Klassiker, nicht ganz ernst gemeint, auch als die "Olympische Spiele der Randonneure" bezeichnet. Bei der 19. Austragung mit dabei waren dieser Tage die beiden Wetterauer Triathleten Patrick Kaurisch und Oliver Weber. In der Startgruppe 80 Stunden ging es ab Sonntag, 16.45 Uhr, über 610 Kilometer mit Gegenwind auf kleinen Straßen und zumeist rauem Asphalt bis Brest.

Nach Brest und etwa 30 Stunden radeln ohne Schlaf wurde es langsam zäh. Nach rund 700 Kilometern wurde am nächsten Kontrollpunkt für zweieinhalb Stunden geschlafen. Am Streckenrand boten viele Menschen den Fahrern abseits der Kontrollpunkte Getränke, Snacks oder auch Schlafgelegenheiten an.

Bei Kilometer 845 wartete Kaurischs Frau Regina auf die beiden Wetterauer "Fernfahrer". Eine Dusche, ein Kleidungswechsel, ein gutes und stärkendes Essen und ein kurzer Power-Nap wirkten wie Lebenselixier. Die Wirkung hielt an bis zum Ziel, obwohl noch eine dritte Nacht dazwischen lag und es sich nach Brest für kurze Zeit so angefühlt hatte, als ob die gesetzten 80 Stunden schwer erreichbar seien. Aber nach respektablen 66 Stunden und 35 Minuten erreichten die beiden Wetterau das Ziel im Schlosspark von Rambouillet in der französischen Hauptstadt.

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