OFC hat ein Stürmerproblem

  • Sven Nordmann
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(cd/sno). Die Spieler und das Trainerteam der Offenbacher Kickers sind "heiß" aufs erste Pflichtspiel seit rund sechs Monaten. Aber der Geschäftsführer fühlt sich etwas unwohl. "Es war unfassbar unangenehm, diese Auswahl treffen zu müssen", sagt Thomas Sobotzik angesichts der Tatsache, dass aufgrund der aktuellen Verfügungslage lediglich 100 Zuschauer zum Heimspiel gegen den Bahlinger SC (Samstag, 14 Uhr) zugelassen sind. Nach langen Gesprächen - unter anderem mit dem Fanbeirat - wurde entschieden, einige potente Gönner "aus den Logen-Kategorien" ins Stadion zu lassen, so Pressesprecher Lars Kissner. "Dort werden die größten Summen gezahlt. Aber auch von denen hat nicht jeder eine Karte bekommen."

Der Fokus von Coach Angelo Barletta liegt voll auf der Partie gegen Bahlingen. Sein Team sei "nach dieser verrückten Zeit mehr als reif" und "mehr als bereit". So heiß und so bereit, dass der Coach seine Spieler sogar zügeln muss. "Ich hoffe, dass die Jungs nicht überpacen und nicht wie aufgescheuchte Pferde herumrennen. Wir müssen mit Geduld und Herz spielen."

Allerdings hat sich die Situation im Angriffszentrum weiter zugespitzt. Abu Bakarr Kargbo (Kreuzbandriss) fällt ohnehin aus. Florent Bojaj ist nach Verletzungspause maximal ein Bank-Kandidat. Und ob Pelle Hoppe (Magenprobleme) bis Samstag im Vollbesitz seiner Kräfte sein wird, ist fraglich. Somit steht aktuell in Moritz Reinhard nur ein fitter Mittelstürmer zur Verfügung. Ob man auf dieser Position personell noch mal nachlegen wird, ließ Sobotzik offen.

Homburg zu Gast in Gießen

Vor 515 Zuschauern läutet der FC Gießen heute (14 Uhr) gegen den FC Homburg auch im Waldstadion die Fußball-Regionalliga Südwest ein. "Wir wollen mit Ehrgeiz und Vorfreude in diesem Jahr zu Hause mehr Punkte holen", sagt FC-Trainer Daniyel Cimen vor dem zweiten Spieltag.

Die Gießener stehen nach dem ersten Spieltag zwar noch bei null Punkten, konnten aber viel Positives aus dem 0:1 vom Dienstag bei der SV Elversberg mitnehmen. "Viele gute Szenen gegen den Ball, aber auch schlechte Umschaltmomente nach vorne", sah Gießens Trainer dabei.

"Mir hat gefallen, dass alle auch am Tag danach noch angefressen von der Niederlage waren." Personell kann Gießen auf alle Akteure zurückgreifen.

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